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Der Übergriff auf den 23-jährigen Max, der letzten Mittwoch in Berlin lebensgefährlich verletzt wurde, hat offenbar keinen homofeindlichen Hintergrund. Das Opfer wurde inzwischen in ein Haftkrankenhaus verlegt, weil gegen ihn ein älterer Haftbefehl vorliegt.

Noch am Samstag waren 500 Menschen am Tatort im Schöneberger Kiez auf die Straße gegangen, weil sie von einem schwulenfeindlichen Anschlag ausgegangen waren (queer.de berichtete). Davon sei nun keine Rede mehr, wie Christoph Tischer vom Projekt "Sag Nein zur Gewalt" erklärte. Demnach wurde er bereits am Freitag von der Polizei informiert, dass die Tat andere Hintergründe habe. Höchstwahrscheinlich handelte es sich um eine Auseinandersetzung unter Strichern, wie Tischer am Dienstagabend bei "Top TV" im Offenen Kanal Berlin bestätigte.

Jetzt wird der Tatverlauf nach Angaben von einem Zeugen wie folgt beschrieben: das Opfer sei demnach um 1:30 Uhr aus einer Schwulenbar in Schöneberg gekommen und habe ohne offensichtlichen Grund mehrere Rumänen mit den Worten "Jetzt gibt es auf die Schnauze, ich bin Kick-Boxer" provoziert. Daraufhin kam es zu der Schlägerei, bei der Max unter anderem eine Schädelfraktur und eine Hirnblutung erlitt. Zwei weitere Schwule gerieten dabei offenbar zwischen die Fronten. Einer von ihnen wurde leicht verletzt.

Das Opfer Max wurde Tischers Angaben zufolge inzwischen in ein Haftkrankenhaus verlegt. Gegen den 23-Jährigen liegt ein älterer Haftbefehl vor, zu dem es keine weitere Informationen gibt.

Tischer kritisierte den LSVD Berlin-Brandenburg und das Überfalltelefon Maneo, weil sie nur wenige Tage nach der Tat zu einer Kundgebung aufriefen, ohne die genauen Hintergründe der Tat zu kennen: "Man sollte sich vor einer Demonstration erkundigen, bevor man zu einer Demonstration aufruft", so Tischer gegenüber queer.de. "Das ist natürlich nicht optimal gelaufen. Das schadet ja auch uns, wenn es um öffentliche Gelder geht".

Dabei sei schwulenfeindliche Gewalt in Berlin weiterhin ein großes Problem. So sei es in der Nacht von Samstag auf Sonntag zu einem Übergriff gekommen, bei der ein 42-Jähriger beleidigt und leicht verletzt wurde. Tischer, der auch in der Gefangenenhilfe aktiv ist, hörte von dem neuen Fall nur, weil auch gegen diesen Mann ein Haftbefehl vorlag. Hier laufen noch die Untersuchungen über den Tathergang.

Am Mittwochvormittag konnte queer.de weder den LSVD Berlin-Brandenburg noch Maneo für eine Stellungnahme erreichen. (dk)

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23 Kommentare

#1 stromboliProfil
#2 Benedictus
  • 28.01.2009, 11:46h
  • Oh... mein... Gott...

    dumm gelaufen. Auch wenn der Anlass der Demo jetzt fragwürdig zu sein scheint, so ist der Sinn und Zweck der Demo nachwievor aktuell und gerechtfertigt, was frühere Übergriffe in Berlin ja eindeutig zeigen.

    Trotzdem eine peinliche Sache.
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#3 stromboliProfil
  • 28.01.2009, 12:00hberlin
  • Antwort auf #2 von Benedictus
  • dumm gelaufen???
    was soll denn das sagen?
    Das wir nicht nachdenken, unfähig, mal über den eigenen tellerrand zu blicken?

    Selbst der schaden, den sich Maneo nun selbst zugefügt hat, wiegt nicht den schaden auf, den die community erleidet! In zukunft jedwegliches ereignis auf die "goldwaage" gelegt werden muß/wird, weil ein paar trottel unfähig sind mal genauer hinzusehen?! Da wird , um eigenes "wahrnehmen" zu untermauern, gedankenlos ein "solidaritätsbonus" verspielt!
    Die zuvorigen und kommenden opfer werden es uns danken!
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#4 Benedictus
#5 stromboliProfil
  • 28.01.2009, 12:36hberlin
  • Antwort auf #4 von Benedictus
  • ..."schonender formulieren.."
    Eigentlich sollte man Finke aufgefordern, als wortführer des projektes zurückzutreten!
    Wissenschaftlich wie POLITISCH ist der mann einfach überfordert. Eine solche instutition ist kein instrumentarium, die man wie einen hühnerzüchterverein führt! Das zeigt sich auch an der "losgelöstheit" von der szene/community.

    Öffnung der struktur MANEO für ALLE (!) im sinne der mitarbeit! Das muß/müßte die unmittelbare konsequenz aus dem desaster sein! Nicht nur weil er sich irrt in der szenebeurteilung ( für einen ausgewiesenen soziologen ein unding!) , sondern auch die falschen vorgaben an "prevention" propagiert!

    Schonend vorgehen wäre, den opfern ihre (mögliche) stimme zu nehmen!
    Da muß auch im zusammenhang in der zusammenarbeit mit der polizei ein neues konzept her!
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#6 Martin-bAnonym
  • 28.01.2009, 12:46h

  • Peinlich, bin enttäuscht. Natürlich sind diese demos notwendig, aber die öffentliche wirkung in diesem fall dürfte verheerend sein
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#7 AxelBerlinAnonym
#8 stromboliProfil
#9 AxelBerlinAnonym
#10 stromboliProfil