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Im krisengeschüttelten Island soll Sozialministerin Jóhanna Sigurðardóttir als erste offen homosexuelle Politikerin gewählte Regierungschefin eines Landes werden.

Wie eine Sprecherin der Sozialdemokraten bekannt gab, soll Sigurðardóttir eine Übergangsregierung gemeinsam mit den Linksgrünen anführen. Die Minderheitsregierung will dann in Kürze Neuwahlen abhalten lassen.

Island ist derzeit in eine tiefe Wirtschaftskrise geraten, nachdem der überbewertete Bankensektor des Landes zusammengebrochen war. Für dieses Jahr wird ein Minuswachstum von rund zehn Prozent auf der Insel erwartet. Nach anhaltenden Protesten ist der bisherige Premierminister Geir Hilmar Haarde von der liberal-konservativen Unabhängigkeitspartei von seinem Amt zurückgetreten.

Die 66-jährige Sozialdemokratin Sigurðardóttir ist Meinungsumfragen zufolge die populärste Politikerin Islands. Sie begann ihre berufliche Laufbahn Anfang der 60er Jahre als Stewardess bei der staatlichen Fluglinie und engagierte sich bald in der Gewerkschaft der Flugbegleiter, deren Vorsitzende sie schließlich wurde. Seit 1978 ist sie Abgeordnete im Althing, dem isländischen Parlament. Heute lebt sie mit ihrer Lebenspartnerin Jónína Leósdóttir zusammen. Das Paar hat drei erwachsene Kinder.

Island gehört zu den homofreundlichsten Ländern der Erde. Alle Gesetze gegen Homosexualität wurden 1940 aufgehoben. Seit 1996 gibt es Eingetragene Partnerschaften, die die gleichen Rechte und Pflichten beinhalten wie die Ehe. (dk)



20 Kommentare

#1 Mirror
  • 28.01.2009, 17:56h
  • Na also ,geht doch.
    Wir zwingen jetzt unsere Bundesregierung zur vollen Gleichstellung andernfalls wandern wir alle aus nach Island und eröffnen dort mit dem Papst einen schwulen Sexshop
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#2 GerdAnonym
  • 28.01.2009, 18:25h
  • Na das freut mich, dass nach Per-Kristian Foss in Norwegen (Finanzminister, führte Übergangsregierung) es nun eine offen lesbische Frau mit Familie an die Spitze Islands schafft. Sie scheint sehr beliebt in Island zu sein und das dürfte auch nicht weiter wundern, da die Konservativen in Island jahrelang auf Neoliberalismus und bommenden Finanzmarkt mit wilden Spekulationsgewinnen gesetzt haben und jetzt dort alles in Island zusammengekracht ist. Das ganze Bankensystem mußte in der Not verstaatlicht werden. Als Sozialministerin mit langjähriger Gewerkschaftsarbeit gehörte sie nicht zu den Verfechtern neoliberaler Gewinnmaximierung. Das isländische Volk ist richtig sauer auf die Politik der Konservativen und der Grossen Koalition in Island.

    Da wünsche ich Jóhanna Sigurðardóttir viel Erfolg, dass sie diese Herkules aufgabe lösen kann, die Konservative und neoliberale Marktverfechter ihr hinterlassen haben.
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#3 RabaukeAnonym
  • 29.01.2009, 10:07h
  • Also ich finde das Spitzenklasse!!! Wäre ich nochmal 20zig, ich würde nach Island auswandern.
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#4 hwAnonym
  • 29.01.2009, 20:00h
  • n Island, so ein Kommentar in der Iceland Review, ist das Thema der lesbischen Regierungschefin aber ein Nichtthema. Die langjährige Abgeordnete und Ministerin sei den Isländerin nicht nur vertraut, sie verkörpere auch Werte, die vor dem Finanzboom auf der Insel gegolten hätten. Und angesichts der Krise, in der Island befindet, sei es allen Menschen völlig egal, was sie in ihrem Schlafzimmer macht, es interessiert, wie sie das Land retten will. "She is a staunch and uncompromising socialist and known as an advocate for women’s rights", schwärmt der Kommentator, "a welfare state and support for the elderly and disabled. In a government where compassion hasn’t recently always been seen as a virtue, she is clearly a woman who believes in extending a hand to the downtrodden."

    www.heise.de/tp/blogs/8/126573
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#5 Mirror
  • 29.01.2009, 20:39h
  • Antwort auf #4 von hw
  • Und angesichts der Krise, in der Island befindet, sei es allen Menschen völlig egal, was sie in ihrem Schlafzimmer macht, es interessiert, wie sie das Land retten will.

    So soll es doch wohl sein,es soll für heteros und homos egal sein was jemand im Bett macht.

    Der Rest ist ein anderes Blatt.
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#6 SaschaEhemaliges Profil
  • 29.01.2009, 23:54h
  • Antwort auf #5 von Mirror
  • Es mag vielleicht "egal" in Hinblick auf ihre Qualitäten als Politikerin sein, aber für den Menschen insgesamt ist seine sexuelle Identität ganz bestimmt nicht egal (und beschränkt sich sicherlich nicht auf das, was "im Schlafzimmer" passiert).

    Daher ist die sexuelle Identität auch nichts, was es zu verstecken oder kleinzureden oder von der Öffentlichkeit fernzuhalten gilt, sondern ganz im Gegenteil. Nicht zuletzt, wenn es sich um eine Gruppe von Menschen handelt, die wegen ihres "Privatlebens" nach wie vor massiv diskriminiert wird, gilt:

    Das Private ist politisch!

    Und homosexuelle Identität soll und muss genauso sichtbarer und alltäglicher Bestandteil des öffentlichen Lebens werden wie heterosexuelle!
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#7 VolumeProProfil
  • 30.01.2009, 00:25hMönchengladbach
  • Wie sagte schon Guido Westerwelle "Man soll sich für das Arbeitszimmer eines Politikers interessieren und nicht für das Schlafzimmer!"
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#8 SaschaEhemaliges Profil
#9 DragonWarrior
  • 30.01.2009, 11:54h
  • Antwort auf #6 von Sascha
  • @ sascha

    jepp, das private ist politisch!!

    und wir müssen alle sichtbarer werden...

    wir müssen alle lernen gesicht zu zeigen!
    hier, bei gayromeo, im alltag, überall.
    fängt es damit nicht schon an... bei uns selber?

    tschuldigung, konnte ich mir jetzt wirklich nicht mehr verkneifen...
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#10 ritter von der kokosnussAnonym
  • 30.01.2009, 12:19h
  • Antwort auf #8 von Sascha
  • die losung muß sein:

    alle ohne, oder ohne vollprofilbild, sollten ihre
    mitgliedschaften und förderungren des lsvd
    unverzüglich beenden !

    gerade solche der oberen einkommensklassen,
    in deren teil-alltagen ritter noch ein visier brauchen.
    dieses geld brauchen wir nicht !!!!
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