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Der Oberste Gerichtshof Kolumbiens hat entschieden, dass Homo-Paare die gleichen Rechte erhalten müssten wie nicht verheiratete heterosexuelle Paare.

Die Richter beriefen sich dabei auf das in der Verfassung festgeschriebene Diskriminierungsverbot. Beispielsweise müssen nun Homo-Partner nicht mehr vor Gericht gegeneinander aussagen. Zudem können ausländische Partner eines Kolumbianers nun die Staatsangehörigkeit des südamerikanischen Landes annehmen. Bereits in den letzten Jahren hätten Homo-Paare in Bereichen wie dem Renten- oder Krankenversicherungsrecht mit (verheirateten) Paaren gleichgestellt werden müssen, da sie keine Ehe eingehen könnten.

"Jetzt hören Schwule und Lesben endlich auf, nur Bürger zweiter Klasse in Kolumbien zu sein", kommentierte Marcela Sánchez von der Homo-Gruppe "Colombia Diversa" die Entscheidung. Die Organisation hatte im April letzten Jahres gegen die Diskriminierung von Homo-Paaren geklagt.

Damit könnten Parlamentarier Auftrieb erhalten, die Eingetragene Partnerschaften einführen oder gar die Ehe öffnen wollen. Die Vorhaben scheiterten aber stets an Verfahrenstricks in den Ausschüssen. Die katholische Kirche hatte Abgeordnete stets gewarnt, dass ihnen das Abendmahl verwehrt werden könnte, stimmten sie für die Homo-Ehe. Präsident Álvaro Uribe erklärte aber, dass er ein Gesetz zur Einführung von Eingetragenen Partnerschaften unterschreiben würde.

Das 42 Millionen Einwohner zählende tief katholische Land Kolumbien hat 1980 Homosexualität legalisiert. Seit 1991 garantiert die Verfassung gleiche Rechte für "marginalisierte und diskriminierte Gruppen".

Als einziger südamerikanischer Staat hat Uruguay bislang landesweit Eingetragene Partnerschaften eingeführt (queer.de berichtete). Ansonsten erkennen auf dem Subkontinent die argentinische Provinz Río Negro, die Stadt Buenos Aires und der brasilianische Staat Rio Grande do Sul gleichgeschlechtliche Partnerschaften an. (dk)



#1 Mirror
  • 29.01.2009, 16:51h
  • Ich wundere mich nur,dass so katholische
    Länder wie Kolumbien und Spanien so schnell so viel weiter kommen als wir hier bei uns.Die müssen eine bessere Lobbyarbeit machen als bei uns wenn sie trotz kath so weit vor uns sind.
    Weiter so und wenn ich an Deutschland denk dagegen oje
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#2 stromboliProfil
#3 goddamned liberalAnonym
  • 30.01.2009, 09:07h
  • @mirror

    'Wo aber Gefahr ist, wächst das Rettende auch' - will sagen, wo der reaktionäre Klerus sich jahrhundertelang mit den Mächtigen verbündet und das Volk ausgebeutet hat, gibt es auch einen starken Antiklerikalismus - so in vielen Ländern Lateinamerikas und auch in Spanien.

    In Ländern wie Schweden, wo die evangelische Kirche die Homo-Ehe unterstützt und auch sonst nicht unangenehm auffällt, sieht das natürlich anders aus...
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#4 weltenfieber
  • 30.01.2009, 11:56h
  • Solche Meldungen aus Ländern, die gerne als idologisch und sozial rückständig bezeichnet werden, oder zumindest mit dem Vorurteil leben müssen, erschrecken einen dann doch schon.

    Zwar kann der Kampf, der sicherlich hinter für ein solches Urteil gekämpft werden muss, in einer kleinen Meldung nicht abgebildet werden, aber schließlich ist es dann doch das Ergebnis das zählt.

    Und hier zeigt sich dann der Deutsche mal wieder als Germane.
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#5 Mirror
  • 30.01.2009, 20:18h
  • das ist auch gut so
    klingt logisch
    hätte ich jetzt aber so trotzdem nicht gedacht.
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#6 Mirror