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Am Wochenende haben sich Sozialdemokraten und Linksgrüne in Island auf die Bildung einer Minderheitsregierung geeinigt; neue Premierministerin wird die populäre Sozialministerin Jóhanna Sigurðardóttir, die offen lesbisch lebt.

Damit wird zum ersten Mal eine homosexuelle Frau zur Regierungschefin eines Landes gewählt. Sigurðardóttir tritt die Nachfolge von Geir Haarde an, dessen konservatives Regierungsbündnis wegen der wirtschaftlichen Talfahrt auf der Insel zurückgetreten ist.

"Die neue Regierung wird auf sozialen Werten basieren", versprach Sigurðardóttir nach der Entscheidung. Ihre Amtszeit wird allerdings vorerst nicht sehr lange andauern: Für den 9. Mai sind Newuahlen angesetzt, allerdings will die Regierung Sigurðardóttir diese auf den April vorziehen. Sie hofft auf eine absolute Mehrheit der Stimmen.

Bislang gab es nur einmal einen offen schwulen Regierungschef: Der konservative norwegische Politiker Per-Kristian Foss war 2005 für wenige Tage geschäftsführender Regierungschef seines Landes. Er wurde von einer rot-rot-grünen Koalition unter Führung von Jens Stoltenberg abgelöst, der auch noch heute im Amt ist. (dk)