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US-Präsident Barack Obama hat den republikanischen Senator Judd Gregg zum Wirtschaftminister ernannt – Gregg hat in seinen 15 Jahren im Senat regelmäßig gegen Homo-Rechte gestimmt.

Die Entscheidung Obamas führte zu Protesten unter Homo-Aktivisten: "Wieder einmal ist unsere Arbeit für gleiche Rechte aus politischen Gründen torpediert worden", erklärte etwa David Mixner, einer der prominentesten US-Aktivisten. Er erklärte, dass der Senator aus New Hampshire eine der niedrigsten Zustimmungsraten für Homo-Rechte im Parlament hätte. "Das ist inakzeptabel. Wenn die Rechte und Freiheiten einer Minderheit unter Beschuss sind, sollte das einen solchen Politiker für ein zentrales Ministerium disqualifizieren."

Obama bringe offenbar nicht den Mut auf, den sein Amtsvorgänger John F. Kennedy nach seiner Wahl 1961 hatte: "Als Präsident Kennedy die Möglichkeit hatte, Senator J. William Fulbright zum Außenminister zu ernennen – immerhin ein Mann, der alle Voraussetzungen für dieses Amt mitgebracht hätte – hat er sich doch anders entscheiden. Und zwar aus dem Grund, weil Fulbright gegen die Bürgerrechte für Afroamerikaner gestimmt hat. So hört sich ein guter Führungsstil an."

Eigentlich wollte Obama Bill Richardson, den demokratischen Gouverneur von New Mexico, zum Wirtschaftsminister ernennen. Dieser stolperte aber über eine Korruptionsaffäre. (dk)



14 Kommentare

#1 Tim_ChrisProfil
  • 08.02.2009, 11:57hBremen
  • Womit erklärt das Obama nun? Damit, dass es keinen anderen Anwärter gab, der auch nur halbwegs kompetent für dieses Amt gewesen wäre? Oder ist das eine weitere Form der Handreichung und Zusammenführung? Wenn ja, wer ist dann das homosexuelle Gegenstück mit wichtigem Ministerposten?
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#2 nino89
#3 goddamned liberalAnonym
  • 08.02.2009, 13:36h
  • Leute,

    ich habe hier den Obama-Begeisterten schon vor einigen Wochen gesagt: Wenn am Ende von Obamas Amtszeit ungefähr der Fortschritt erreicht wurde, dass die USA mit Frankreich und Deutschland mitziehen können (Kein Homo-Verbot mehr in den Streitkräften, Anti-Diskriminierungsgesetze im Berufsleben, eingetragene Partnerschaft auf gesamtstaatl. Ebene) dann ist für US-amerikanische Verhältnisse viel erreicht worden. Die USA sind ein ziemlich konservatives und sehr religiöses Land, das man weder verteufeln noch in den Himmel loben sollte.

    Im schwul-lesbischen 'Himmel' spricht man nicht amerikanisch, sondern skandinavische Sprachen...
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#4 SaschaEhemaliges Profil
  • 08.02.2009, 14:46h
  • Antwort auf #3 von goddamned liberal
  • Vor allem spricht man spanisch...

    Wenn es um die Etablierung der Gleichberechtigung von Homosexuellen als zentrales Thema im nationalen politischen Diskurs geht (und das ist mindestens ebenso wichtig wie die formaljuristische Ungleichberechtigung in Sachen "Homo-Ehe zweiter Klasse" - siehe Deutschland), so haben Obama und die Demokraten die politische Kultur in Deutschland schon längst überholt, denn in diesem Lande sind Menschen- und Bürgerrechte von homosexuellen Menschen seit geraumer Zeit kein Thema mehr, schon gar nicht auf höchster politischer (und parteipolitischer) Ebene, während Obama und die Demokraten hier ein unmissverständlich und deutlich anderes Zeichen gesetzt haben!
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#5 Mirror
  • 08.02.2009, 14:53h
  • Oder ist das eine weitere Form der Handreichung und Zusammenführung?

    Nun ja ,wir haben ja soeben im Vatikan erlebt wie es ausgeht wenn man jemandem seine Hand reicht und zusammen führen will.
    Auch wenn ich ihn mag,ich hoffe nicht, dass das der Anfang eines Zurückruderns wie beim Papst gegenüber den Piusen wird.
    Ich denke Obamas Problem-Hitliste wird an erster Stelle nicht von Homo-Rechten eingenommen.Sie werden eher auf einer anderen Liste stehen.aber wann die drankommt?
    Aber, es steht immer noch der Satz,Yes we can.Und wir als Minderheit sollten nicht aufhören das jedem zuzurufen und es zu einem geflügelten Wort bei uns zu machen,denn dann steht es wirklich für etwas bei uns,bevor sich dieser Worte eine andere Gruppe auf die Fahnen schreibt und umdeutet.Wir dürfen damit unsere Hoffnungen untrennbar mit seinen Aussagen,die uns betreffen verbinden.Nehmen wir es mal trotzdem ruhig noch an, dieses
    YWC
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#6 agenTaAnonym
  • 08.02.2009, 19:34h
  • Antwort auf #5 von Mirror
  • "Ich denke Obamas Problem-Hitliste wird an erster Stelle nicht von Homo-Rechten eingenommen.Sie werden eher auf einer anderen Liste stehen.aber wann die drankommt?"

    danach.

    „Wenn wir diesen Plan nicht umgehend in die Tat umsetzen, kann unsere Wirtschaftskrise in eine nationale Katastrophe hinüberwachsen“, sagte der Präsident am Sonntag (Ortszeit), dem TV- und Rundfunksender BBC.

    de.rian.ru/world/20090208/120038577.html
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#7 hwAnonym
  • 08.02.2009, 20:04h
  • Antwort auf #3 von goddamned liberal
  • Die lernen gerade Vokabeln.

    Wohin mit Obama ? Wohin mit den Milliarden ?

    Massnahmen, die zu einem neoliberalen System nicht recht passen wollen:
    Etwa 50 Milliarden sollen verwendet werden für Klimaschutz, regenerative Energien, Energieeffizienz, zur Finanzierung von Forschung, Wärmedämmung, Infrastruktur usw..
    10 Milliarden sind vorgesehen zur Förderung öffentlicher Verkehrsmittel.

    87 Milliarden sollen für die Krankenversicherung Bedürftiger,
    40 Milliarden für die Krankenversicherung von Arbeitslosen,
    weitere 20 Milliarden zur Verbesserung des Gesundheitssystems
    150 Milliarden sollen bereitgestellt werden für die Infrastruktur öffentlicher Schulen:
    20 Milliarden für zusätzliche Lebensmittelmarken,
    1,5 Milliarden für Obdachlosenhilfe
    43 Milliarden für die Verbesserung der Absicherung von Arbeitslosen
    16 Milliarden für Reparaturen von Häusern des sozialen Wohnungsbaus
    30 Milliarden für Bau / Reparatur von Autobahnen

    Bei den geplanten Steuersenkungen werden insbesondere niedrige Einkommen und die Mittelschicht entlastet, etwa durch die Anhebung des Eingangssteuersatzes.

    Insgesamt wird ein massives Kontrastprogramm zur neoliberalen Politik der Vergangenheit sichtbar.

    Dies wäre ggf. geeignet, auch bei uns Begehrlichkeiten zu wecken, eine Alternative zum bisher bekannten neoliberalen Programm, dass wenig anderes, als Subventionen für große Konzerne und Banken, Steuersenkungen für Reiche und Unternehmen kennt, bei Abbau von sozialer Versorgung und immer mangelhafterer Finanzierung des Gemeinwesens.

    Insbesondere gegenüber dem von der Bundesregierung verabschiedeten Konjunkturpakte fallen die ausgeprägten ökologischen und sozialen Komponenten auf, die hierzulande weitgehend vernachlässigt wurden.

    "Wir haben uns nicht genug umgeschaut, was es an anderen sozialökonomischen Modellen in der Welt gibt", klagt er dann; in Skandinavien etwa seien alle Bürger krankenversichert und die Armutsquote liege bei "einem Bruchteil" der amerikanischen: "Ich finde, man sollte sich das ansehen", wird Sanders nicht müde zu sagen..."

    www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,447251,00.html

    Sanders ist bisher der einzige Senator,
    der einen Untersuchungsausschuß zur
    Finanzkatastrophe fordert.
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#8 PrignitzerEhemaliges Profil
  • 09.02.2009, 01:35h
  • Ich meine, diese Meldung lässt nur den aufschreien, der Obama zuvor idealisiert hat. Vielleicht kann man sagen, Obama hat sich bisher weder gegen, noch für die Schwulen ausgesprochen. Aber das war's denn auch schon - bei Lichte betrachtet, und nicht im Schein all der Meldungen, dass sich sounsoviele Schwule "was vorstellen könnten" mit diesem Kerl Obama.
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#9 goddamned liberalAnonym
  • 09.02.2009, 09:48h
  • @hw

    "Dies wäre ggf. geeignet, auch bei uns Begehrlichkeiten zu wecken, eine Alternative zum bisher bekannten neoliberalen Programm, dass wenig anderes, als Subventionen für große Konzerne und Banken, Steuersenkungen für Reiche und Unternehmen kennt, bei Abbau von sozialer Versorgung und immer mangelhafterer Finanzierung des Gemeinwesens. "

    Wohl wahr. Aber ich fürchte, bis es soweit kommt, wird uns zwischenzeitlich noch das dreamteam Merkel/Westerwelle 'beglücken'...
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#10 TobiAnonym
  • 09.02.2009, 10:33h
  • Ich habe immer schon gesagt, dass Obama das tun wird, was ihm am meisten nützt. Wenn Homorechte ihm Vorteile bringen, propagiert er sie. Wenn es Sinn macht Homohasser ins Kabinett zu holen, wird er auch das machen.

    Ich würde jetzt nicht gleich alle Versprechen gebrochen sehen, aber gleichzeitig habe ich auch nicht allzu große Hoffnungen...

    Die Zeit wird es zeigen; sehr bald
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