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Peter Tatchell wirft der britischen Regierung "Heuchelei" vor, weil sie homophobe Reggae-Sänger zu Konzerten ins Land lässt, dem rechtsliberalen niederländischen Parlamentsabgeordneten Geert Wilders wegen seiner islamfeindlichen Rhetorik aber die Einreise verweigert.

"Es zeugt von Doppelmoral, dass die Innenministerin Geert Wilders die Einreise verbietet, aber Bounty Killer ein Visum gibt", erklärte Tatchell, der bekannteste Homo-Aktivist Großbritanniens. Der jamaikanische Sänger ruft in seinen Liedern zur Ermordung von Homosexuellen auf. Die deutsche Bundesregierung hat deswegen im April 2008 ein Einreiseverbot in den Schengen-Raum gegen den 36-Jährigen verhängt (queer.de berichtete). In Großbritannien, das nicht dem Schengener Abkommen beigetreten ist, durfte er aber trotz seiner Rhetorik im November 2008 ein Konzert geben.

Youtube | Der britische Sender Channel 4 berichtet in seiner Nachrichtensendung ausführlich über das Einreiseverbot

Innenministerin Jacqui Smith hat Bounty Killer damals ohne Auflagen ein Visum erteilt, nun aber Wilders, der Chef der Partij voor de Vrijheid ist, die Einreise verweigert, weil dieser die öffentliche Ordnung stören könne. "Demagogen, die Gewalt und Mord propagieren, lässt die Innenministerin ins Land, nicht aber einen Parlamentsabgeordneten, der nie zur Gewalt gegen andere Gruppen aufgerufen hat. Ich stimme zwar nicht mit Herrn Wilders' Politik überein, aber er hat nie Muslimen Gewalt angedroht", so Tatchell, der selbst ein Parlamentskandidat für die britischen Grünen ist.

Wilders ist auch in den Niederlanden wegen seiner scharfen Islam-Kritik umstritten. So forderte er 2007 ein Verbot des Koran, weil das Buch dazu aufrufe, "Juden, Christen, Andersgläubige und Nichtgläubige zu unterdrücken, zu verfolgen oder zu ermorden". In seinem antiislamischen Kurzfilm "Fitna" aus dem Jahr 2007 beklagt er unter anderem die staatlich organisierte oder geduldete Gewalt gegen Schwule in mehrheitlich muslimischen Ländern. Vor der Veröffentlichung des Films warnte die niederländische Regierung vor einem Terroranschlag durch Islamisten (queer.de berichtete). Wilders selbst erhält regelmäßig Morddrohungen und steht daher 24 Stunden am Tag unter Personenschutz.

In seinem Blog hat Wilders angekündigt, trotz des Verbots nach Großbritannien zu reisen. (dk)



#1 XDAAnonym
  • 12.02.2009, 13:21h
  • Geert Wilders übertreibt zwar ein wenig, aber da sieht man doch wie sehr Großbritannien vor dem Islam niederkniet - wie im übrigen auch die deutsche Regierung mit ihrer Kuschelintegrationsmultikulti-wir-haben-den-Islam-lieb-und-Islam-bedeutet-Frieden-Politik.

    Allerdings muß die britische Regierung auch keinen Selbstmordanschlag von Homos erwarten, wenn der Bounty-Prolet einreist, was bei Geert Wilders schon anders sein könnte ...
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#2 Piraja
  • 12.02.2009, 13:26h
  • Peter Tatchell hat volkommen recht, in Europa wird zunehmend mit zweierlei Maß gemessen: bestimmte, als diskriminiert angesehene Gruppen wie etwa Jamaikaner oder ganz besonders Muslime werden unter Naturschutz gestellt, anderen schnell mal das Etikettt "rechts" (oder "rechtspolulistisch", "rechtsradikal", "Nazi" etc.) aufgedrückt, was dann dazu führt, dass man solchen Personen fundamentale Rechte verweigert, etwa Freizügigkeit oder Redefreiheit.

    Man bestraft so unversehens die Freunde von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Toleranz und fördert ihre Feinde.
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#3 FloAnonym
  • 12.02.2009, 13:52h
  • Ich bin kein Freund von Herrn Wilders, aber das zeigt leider wieder mal, dass selbst in der EU Homohasser überall willkommen sind, während anderen Leuten die Einreise verweigert wird.
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