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Berlin: Stilles Gedenken an die homosexuellen Opfer des Nationalsozialismus

27.01.2018, 11:00 - 11:15 Uhr
Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen, Berlin

Am 27. Januar 2018 wird der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus begangen. Anlass ist der 73. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz. Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) und die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas laden aus diesem Grund zu einem stillen Gedenken am Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen in Berlin-Tiergarten (Ebertstraße auf Höhe Hannah-Arendt-Straße) ein.

Aus der Einladung: Alle Menschen sind herzlich eingeladen, sich an dem gemeinsamen stillen Gedenken von 11.00 bis 11.15 Uhr zu beteiligen. Gerne können Blumen und Kerzen mitgebracht werden.

Die Nationalsozialisten hielten Homosexualität für eine "widernatürliche Veranlagung", für eine den so genannten "Volkskörper" schädigende "Seuche", die "auszurotten" sei. Schon kurz nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurden im März 1933 die schwulen und lesbischen Lokale Berlins geschlossen. Die vollständige Infrastruktur der ersten deutschen Homosexuellenbewegung, Lokale, Vereine, Verlage sowie Zeitschriften wurden aufgelöst, verboten, zerschlagen und zerstört. Im Herbst 1934 setzte die systematische Verfolgung homosexueller Männer ein.


-w-