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Eurovision 2017: Alle Songs als Video
Alle Videos der Teilnehmer des Grand Prix am 13. Mai aus dem International Exhibition Centre in Kiew samt Anmerkungen.
42 Videos | » Galerie starten | Popup-Playlist


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(Zum Vorbericht) 43 Länder präsentierten sich beim diesjährigen ESC in Kiew, wir stellen hier alle mit - sehr subjektiven - Anmerkungen vor und beginnen mit den sechs direkt für das Finale am 13. Mai gesetzten Ländern und mit Frankreich: In letzter Minute hat man in den Refrain noch ein wenig Englisch eingebaut, was nur halb überzeugt: Eigentlich ist "Requiem" der 28-jährigen Wirtschaftswissenschaftlerin und Musik-Newcomerin Alma von wenigen allzu hektisch wirkenden Momenten abgehen ein angenehm vielfältiger Song, der auch ohne Big-6-Status das Finale erreicht hätte.
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Im länglichen deutschen Vorentscheid hätten Sängerin und Saalpublikum lieber einen anderen Song für die inzwischen im Namen eingekürzte Isabella Levina Luen ausgesucht, die ein wenig posh, aber auch als überzeugende Sängerin rüberkam. Trotz Mitklatsch- und Helene-Fischer-Verwechslungsgefahr ist "Perfect Life" nicht der schlechteste Beitrag Deutschlands der letzten Jahre, unteres Mittelfeld statt Schluss der Punktetabelle erscheint möglich.
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Bei Buchmachern und Fans gilt der 34-Jährige als Favorit, wohl wegen dem (3-Minuten-Spoiler:) Affen. Inspiriert wurde der Titel vom Buch "Der nackte Affe" von Desmond Morris, eine Reflektion übers Menschsein. In Italien und den ersten Nachbarländern ist der Song bereits ein großer kommerzieller Erfolg.
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Das größte Drama hat der Song schon hinter sich: Das Televoting hatte der 21-Jährige im Vorentscheid nicht gewonnen, wohl aber die Jury-Abstimmung - die nach einer Regeländerung bei dem Punktegleichstand erstmals das letzte Wort haben sollte. Es folgten minutenlanges Chaos und beinahe Krawalle im Studio, worauf Manel eine "Fickt euch"-Armgeste gen Publikum schickte. Manche hielten das für eine nachvollziehbare Reaktion eines Teenagers, andere für arrogante Arschlochhaftigkeit. Es folgte eine Online-Petition zu seiner Absetzung, die Politik schaltete sich ein und alle Clips des Vorfalls verschwanden aus Youtube. Viel Theater für einen Song, der mit seinen konstanten Wiederholungen sehr schnell sehr nervt.
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Die US-Thriller-Serie "24" ist seit einigen Wochen zurück im Fernsehen und war wohl die Inspiration für diese recht coole Inszenierung der Ukraine, der man bereits danken muss, etwas völlig anderes als den Siegertitel vom letzten Jahr abzuliefern. Eine frühere Version der Inszenierung setzte sogar auf einen Schockmoment à la "24" (bei 3:30). Rockbands zu inszenieren geht beim ESC oft daneben, weil die Instrumente vom Band kommen und alles schnell poserhaft wirkt. Hier haut's hin, die Stimme ist noch ausbaufähig. Hat einen guter Startplatz 22 im Finale ausgelost bekommen!
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Die 25-jährige Waliserin gewann einen recht schwachen Vorentscheid und parallel zu Deutschland gab es schnell Ängste, mal wieder ganz hinten zu landen. Danach hat die BBC dem Song noch etwas mehr Dynamik verliehen, der dennoch wirkt wie ein schwacher Jahrgang etwa aus Aserbaidschan.
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Mit einer von noch vielen folgenden Balladen beginnen wir mit Albanien alphabetisch die Übersicht des ersten Halbfinales (die genaue Startreihenfolge legt das ukrainische Fernsehen in Abstimmung mit der EBU noch fest, ausgelost wurde zuvor das Halbfinale und die Hälfte). Dieser Beitrag soll noch eine englische Version erhalten, die noch nicht vorliegt.
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Auch im dritten Jahr in Folge schafft Australien, woran Deutschland oder selbst Großbritannien scheitern: Einen zeitgemäßen Popsong zum Grand Prix zu schicken, der weit vorne landen wird - eine Zusammenarbeit mit Sony, das seine australischen Künstler international bekannt machen will, ist hier freilich hilfreich. Der Song ist noch der schwächste der dreien - der 17-jährige letztjährige X-Factor-Gewinner könnte durch sein Aussehen, das an Freddie aus der zweiten "Skins"-Generation erinnert, und eine gute Performance aber viel wett machen.
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Wie immer musikalisch modern gibt sich das politisch mehr als rückständige Aserbaidschan beim ESC - der Titel ist in Schweden eingekauft. Diana Hajiyeva, die es nach der Musikakademie in Baku in die Londoner Musikszene gezogen hat, dürfte das stimmlisch perfekt und sicher bestens inszeniert präsentieren. Der Refrain klingt allerdings noch wie unverständlicher Krach.
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Der Anfang ist noch etwas vernuschelt und wirkt wie Titelmusik für winterliche Skandinavien-Krimis, dann entwickelt der Song eine gewisse Dynamik und, wie einige Fans meinen, gar hypnotische Qualitäten. Ob das beim ersten und einzigen Hören durchs televotende Volk gespürt wird? Richtig catchy ist "City Lights" nicht und die Live-Darbietung muss einerseits zurückgenommen zum Song passen und andererseits mitreißen. Die Wettbüros sehen das, in einem schwierig einzuschätzenden Jahrgang, weit vorne.
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Finnland versucht es dieses Jahr mit Adele und tiefstem Liebeskummer: Die besungene Amsel soll doch bitte mal still sein, statt das traurige Herz mit einem Liedchen zu erhellen. Manche Gesichtsausdrücke wirken überzogen theatralisch, wo Adele das ganz natürlich hinbekommt, auch das Pianosolo wirkt überinszeniert. Zündet das? Man hofft doch sehr.
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"Keep the Faith" verlässt sich ganz auf die Gesangeskunst und Dynamik der Vortragenden: Im Vergleich zu ersten Darbietungen nähert sich Tako langsam der noch immer gewaltig erscheinenden Aufgabe an. Als Teil von "Stephane & 3G" hatte sie 2009 mit "We Don't Wanna Put In" schon einmal versucht, Politik zum Grand Prix zu bringen, was freilich zur Disqualifikation führte. Das Background-Video mit "Russia invades Georgia" dürfte es auch dieses Mal schwer haben. Politik einmal beiseite genomen, schwächt das Video die Inszenierung ohnehin, die - bei diesem Lied - durch Sängerin und Stimme alleine überzeugen sollte.
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"Come in to me from within, We can be as one in the sin". War uns einen eigenen Artikel wert.
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In die Zeit der ersten Grands Prix gefallen und verträumt gibt sich dieses Jahr Portugal nach einem Jahr Pause, und Salvador fasst das von seiner Schwester geschriebene Liebeslied mit so viel Zärtlichkeit und Verzücktheit an, dass es eine Freude ist. Auch das englische Lyrics-Video verdeutlicht: Das ist ein Gedicht von einem Lied. Würde man die Untertitel einblenden, könnte das sehr weit vorne landen. Der 27-Jährige, der als Bubi einst Siebter beim nationalen "Pop Idol" wurde, ist über Nebenlinien von Nebenlinien mit dem deutschen Adelshaus Oldenburg verwandt - und damit mit Homo- und Conchita-Wurst-Hasserin Beatrix von Storch.
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Die Schlagzeilen waren wochenlang voll mit dem Wiederantritt von ESC-Gewinnerin Loreen beim schwedischen Vorentscheid. Doch ihr neuestes Tanztheater, das ihr einige der benötigten Backing-Sängerinnen nahm, wurde von den schwedischen Zuschauern erst in die "zweite Chance"-Runde gewählt und dann dort ganz begraben. Wer zu viel tanzt, stürzt irgendwann.
Robin Bengtsson, der dann bei einem fast komplett unentschiedenen Televoting das Melodifestivalen durch die internationalen Jurys knapp holen konnte, tanzt auch viel. Er sieht fucking gut aus, sein Song ist fucking eingängig, die OK-Go-artige Choreo ist fucking cool und nach dem Ersatz von "fucking" durch "freaking" im Refrain ist der Beitrag auch europaweit tauglich. Und alles wirkt doch leider very freaking selbstverliebt und yuppie-mäßig.
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Die zweite Hälfte des ersten Halbfinales (Armeniens Artsvik mit "Fly With Me" liegt noch nicht vor). Zeitgemäß, weil vom schwedischen ESC-Hof-Komponisten Thomas G:son geliefert, aber doch etwas belang- und leidenschaftslos kommt Zypern daher. Was kann die Inszenierung aus der Radio-Füllware machen?
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Die in Deutschland lebende Jazzsängerin kommt in einem balladen-lastigen Jahrgang mit einer Klavierballade daher, die einem an manchen Stellen arg bekannt vorkommt, ohne das näher verifizieren zu können.
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Disconummer, bei der mehr Kreativität in das Musikvideo als in die Lyrics gesteckt wurde (was hat der Regen im Refrain zu suchen?). Gut für die Stimmung in der Halle. Update: Das "rain falls from above" wurde duch ein längliches "reaching out for the stars" ersetzt, das Video ausgetauscht.
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Papier kann einen schneiden, man kann an ihm angeklebt sein und, äh, seine Dunkelheit kann einen anziehen. Nicht die überzeugendste Liebesallegorie aus 62 ESC-Jahrgängen, mit der Svala nach Kiew fährt. Ihren Nachnamen Björgvinsdóttir lässt sie zuhause. Für alle Systemadministratoren, Programmierer und Piraten: Im Vorentscheid gab es es einen grandiosen Nerd-Beitrag, der bei aller Selbstironie (un)selbstbewusst nerdig blieb.
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Eine (bislang) völlig überinszenierte Elektronummer schickt Lettland ins Rennen: Fehlende Höhepunkte und Individualität des Songs muss eine Band kompensieren, deren Instrumente weder live auf einer ESC-Bühne noch im Song selbst vorkommen. Braucht eine Menge Überarbeitung.
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In balladenlastigen Jahrgängen sind wir immer froh über eine Vielfalt der Musikstile, können mit dem Song dennoch wenig anfangen - offenbar anders als das Internet, das die erste Teilnahme der Gruppe am ESC im Lena-Jahr 2010 unter dem Titel "Epic Sax Guy" zum Meme für die Ewigkeit machte.
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Der harte Akzent von Kasia und die eher düstere Stimmung erinnern ein wenig an Vorjahressiegerin Jamala. Diesmal geht es "nur" um die Liebe zweier Personen, ausgegrenzt und gejagdt, aber zusammen stark.
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Der 35-jährige Omar vertrat sein Land bereits beim ersten ESC in Kiew, damals ging eine langweilende Ballade noch in eine langweilige Rocknummer über. Diesmal gibt es nur eine Ballade, die Robbie-Williams-Vergleichen zum Trotz maximal auf dem Balkan zünden wird. Wenn überhaupt: Das von der Jury überstimmte Publikum wollte zwei junge Brüder mit der zeitgemäßeren Popnummer "Heart of gold" nach Kiew schicken.
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Das zweite Halbfinale am Donnertstag, bei dem Deutschland abstimmen kann. Der 24-jährige Nathanaele wirkt locker und natürlich wie sein Song und dürfte ebenfalls locker im Finale landen. Der Tiroler, Absolvent einer privaten Wiener Musik- und Kunst-Uni, hatte sich übrigens auch beim deutschen Vorentscheid beworben.
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Fast zeitlose Skandi-Pop-Ballade, die ihre Fans finden wird, der aber das gewisse Etwas fehlt.
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Joci, Roma und Casting-Show-Gewinner, bringt eine sehr eigenwillige Musik nach Kiew, die bei aller Ungewohntheit durchaus gefällig ist und ins Ohr geht. Der ESC lebt ja auch von Abwechslung, Vielfalt und Internationalität. Nur der Rap-Teil stört doch sehr.
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Der 20-jährige Brendan, früher Teil einer selbst für Genre-Verhältnisse sehr braven Boyband, latscht am Kieselstrand von Bray rum (wir waren da mal) und singt bedeutungschwer, er sterbe fast, um die Liebste von seiner Liebe zu überzeugen. Wirkt freilich wie die depressive Ahnung, den Kampf verloren zu haben.
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Manche Menschen machen sich ja unbeliebt, wenn sie einem sprichwörtlich das Wetter mitbringen. Jana Burceska wird stattdessen vom Rhytmus verfolgt, tanzt auch gerne alleine: Der Bürgersteig ist ihr Laufsteg. Eine kleine unaufdringliche, sympathische Freude.
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Right, Madame latscht über die Straßen und hinterlässt dabei Fußstapfen im Herzen des Angebeteten. Man darf nicht allzusehr hinhören bei Malta in diesem Jahr, obwohl die Stimme bei der ansonsten 08/15-Ballade einen dazu durchaus einlädt. Und so fragt man sich, was man stattdessen machen soll? Im Vorentscheid gab es Werbeeinblendungen über die Auftritte.
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Die drei Schwestern brauchen recht lange, um mit ihrem Song zu ganz passabler Fahrt zu kommen: Wenn sie live annähernd so singen wie im Studio mit allerlei Technik, hätten sie eigentlich das Finale verdient. Wie einen Song, an den man sich erinnert.
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High on a hill was a lonely rapper. Die WTF-Momente, die den Grand Prix ja auch mitpopulär machten, sind selten geworden. Dieser Beitrag Rumäniens geht zumindest anfänglich in die Richtung eines Verkehrsunfalls: Rapper, deren Muttersprache nicht Englisch sind, sind beim ESC ja in der Regel ebenso eine Blamage wie jegliche Jodelversuche. Nun wollen Ilinca und Alex durchaus ein wenig Spaß bereiten und das ganze funktioniert zunehmend besser als erwartet: Bitte zur Unterhaltung ins Finale damit!
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Die Gerüchte hielten sich bis zuletzt, Russland könnte absagen. Forderungen dazu gab es genügend: Hass-Politiker Witali Milonow forderte wie jedes Jahr eine Nicht-Teilnahme, diesmal aber nicht wegen all der "Homo-Propaganda" beim ESC, sondern wegen der "Reichs-Vision", die ukrainische "Faschisten-Arschlöcher" da angeblich abhielten. Einige weitere Abgeordnete äußerten sich diplomatischer ablehnend. Selbst Eurovision-Urgestein und Klemmtunte Filipp Kirkorow, der den ESC und selbst Conchita Wurst früher im russischen Fernsehen verteidigt hatte, forderte eine Absage, weil die EBU-Jurys politisch gegen Russland seien.
Dann stellte das russische Fernsehen am Tag vor der EBU-Deadline Julia Samoilowa als Vertreterin vor, die beim Älterwerden Infantile Zerebralparese entwickelte (angeblich nach einer Impfung; statt der Schulmedizin helfe ihr Singen gegen das Fortschreiten der Krankheit). Sie wurde in der dritten Staffel des russischen X-Factor Zweite, ein Cover von Molitva machte viral die Runde. Der Beitrag für Kiew selbst ist einer der schwächsten des Jahrgangs.
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Wird sie den shirtlosen Tänzer mit nach Kiew bringen? Von der Inszenierung dürfte abhängen, wie die moderne, aber auch austauschbare Version einer Power-Ballade abschneiden wird.
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Die zweite Hälfte des zweiten Halbfinales. Die Eurovisions-Geister scheiden sich: Die einen halten das für eine recht mitreißende, authentische Folk-Nummer, die anderen für altmodische Folklore mit wenig Begeisterungskraft außerhalb der Heimat. Konsens aller Seiten: Respekt für das Wagnis.
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Der gerade mal 16-, zum Contest 17-Jährige (der damit zum ersten in diesem Jahrhundert geborenen Sänger auf einer ESC-Bühne wird) wurde in Moskau als Sohn eines bulgarischen Vaters und einer kasachstanischen Mutter geboren und nahm in Russland an The Voice Kids (mit Mentor Dima Bilan) und in Bulgarien an The X Factor teil, wo er Zweiter wurde. Der als letzter zum Kiewer ESC benannte Beitrag musste natürlich auch eine Ballade werden, wenngleich eine der besseren. Werden junge Mädels und manche Jungen für ihn oder für Irland als Bübchen des Jahres stimmen?
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Der 35-jährige "Mr. Voice", diese "liedgewordene Mozartkugel" (aufrechtgehn.de), könnte als eine der campesten Beiträge in die ESC-Geschichte eingehen: Er singt in den entgegengesetztesten und überzogensten Stimmlagen mit sich selbst. Nur: Der Sänger eines Wahlliedes der CDU-Variante Kroatiens hatte 2005 in einem Interview gesagt, dass Schwule und Lesben nicht gleichgestellt werden sollten, weil dies Sodom und Gomorra gleichkäme; gleichgeschlechtliche Partnerschaften bezeichnete er als krank. Der Zagreb Pride hatte ihn 2011 bei der Wahl zum "Homophoben der Dekade" mit aufgestellt, mit dem Kommentar, er sei "without doubt the biggest homophobe in showbiz". Der Sänger reagierte mit einem Facebook-Post, in dem er die Äußerungen nicht zurücknahm und sich nicht entschuldigte, die Anschuldigungen aber unfair und unbegründet nannte: Er sei nicht homophob, das könnten Freunde bestätigen. Die queeren Kollegen von CroL.hr haben ihn die Tage noch einmal um eine Stellungnahme gebeten - und keine bekommen.
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Koit Toome stand schon 1998 in Birmingham auf der ESC-Bühne, sie 2005 in Kiew. Ein Lied über die verblichene Liebe, mit nicht ganz passendem Vergleich zu Romeo und Julia, deren Liebe in Verona freilich dramatischer zu Ende ging. Schwankt zwischen zeitgemäß und altbacken hin und her.
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Nichts gegen eine Uptempo-Party in Tel Aviv und nichts gegen Männer beim ESC - man hat den Eindruck, von beidem zu wenig zu haben beim diesjährigen Wettbewerb. Der 25-jährige Imri hat den Vorentscheid gewonnen, der Song kam später - und der ist leider größtenteils Stangenware, zwar zeitgemäß, aber gerade im Refrain nur so halb mitreißend. Ziv war bei den ESC-Beiträgen des Vorjahres, bei Hovi Star und Nadav Guedj, Backgroundsänger, beide Songs waren origineller. Etwas arabische Anklänge bietet "I Fell Alive" immerhin noch, ist aber kein "Golden Boy".
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Gibt es so etwas wie Elektro-Freestyle? Litauen bietet vielleicht die richtige Sängerin zu einem Revolutionslied, sehr sicher nur das falsche, ähm, Lied? Setzte sich im Vorentscheid u.a. gegen die Melonen zerstörende Drag Queen Lolita Zero durch.
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Einer der Songs, der nach dem ESC in der Auswahl von Radio-Musikredakteuren stehen dürfte. Der "dunkle" Teil wirkt halb überzeugend, Gastsänger Aleksander Walmann dürfte auch nicht jedermanns Geschmack sein. Aber dem sich im Hintergrund haltenden Dance-Projekt Jowst könnte eine Top-Ten-Platzierung gelingen. Im Vorentscheid gab es mit Mamas Boy eine lustige (Golden)-Girl(s)-Power-Nummer.
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Valentina Monetta ist zurück: Nach dem grausigen "The Social Network Song" und einer Rehabilitierung mit zwei angemesseneren Songs - 2015 belohnt mit dem ersten Finaleintritt des Landes - singt sie nun ein Duett mit dem amerikanischen Sänger Jimmie Wilson, der in Deutschland in "Hope! – Das Obama-Musical" den bereits schmerzlich vermissten US-Präsidenten gab. Wir lassen uns von den beiden gerne für eine Nacht bis ins Finale einladen, wenn Komponist Ralph Siegel sich bereit erklärt, uns aus den leider von ihm ausgewählten Club nach Hause zu fahren.
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Zwei Drittel der Band, darunter die immerhin fähige Sängerin Miruna Manescu, stammen wie der Produzent aus Rumänien, sie sollen sich als Gesamtpaket, die egale Power-Ballade inklusive, schon 2015 für den Vorentscheid in Aserbaidschan angeboten haben (ja, es gibt einen Markt für so etwas, und noch überraschender: einen wählerischen Markt).

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