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Wolfgang Walter


Wolfgang Walter, Jahrgang 1957, wuchs im Ruhrgebiet auf, arbeitete in Berlin als Journalist und Zeitungsredakteur und in Köln als Produktionsleiter und Fernsehredakteur. Heute setzt er sich als Essayist mit deutscher Erinnerungskultur, politischer Ethik, der Sprache des Krieges und der digitalen Öffentlichkeit auseinander. Er ist verheiratet mit dem Kunst- und Lerntherapeuten Joachim Walter und lebt seit 1994 in Köln.

50 ausgewählte Artikel, Seite 1/6:


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09.08.2026   Der explizite Schutz queerer Menschen würde das Grundgesetz "überfrachten", findet Unionsfraktionschef Thorsten Frei. Er sollte dringend über das Gewicht der Verfassung nachdenken. Das Unrecht des Paragrafen 175 darf sich nicht wiederholen.
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30.07.2026   Terror will nicht nur töten – er will bestimmen, wie wir übereinander denken. Das Attentat auf den Berliner CSD wird zur Bewährungsprobe für eine Demokratie, die mehrere Wahrheiten gleichzeitig aushalten muss.
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18.07.2026   Ein Politiker, der die Solidarität mit queeren Menschen immer wieder zugunsten parteipolitischer Anschlussfähigkeit zurückstellte, erlebt nun selbst, dass konservative Milieus zwischen Anpassung und Zugehörigkeit unterscheiden. Zum Rücktritt von Jens Spahn.
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06.07.2026   "Die können reinschreiben, was sie wollen. Ich lebe etwas anderes", kommentierte Alice Weidel das AfD-Programm in Sachsen-Anhalt. Über die politische Funktion eines scheinbaren Widerspruchs und die Inszenierung der Ausnahme.
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30.05.2026   Das ungarische Volk hat den queerfeindlichen Viktor Orbán in die Wüste geschickt, das polnische Parlament beschließt endlich eingetragene Partnerschaften. Europas LGBTI-Community atmet auf – und wundert sich ein wenig.
09.05.2026   Die "gesellschaftliche Mitte" ist der Ort, an dem sich alle wohlfühlen sollen, ohne genau sagen zu können, wo er liegt. Doch Fortschritt beginnt an den Rändern – dort, wo Ideen zunächst stören, irritieren und provozieren.
19.04.2026   Von der "Zirkuszelt"-Entgleisung des Bundeskanzlers bis zur Streichung des Referatstitels "Queerpolitik" im Familienministerin: Chronologie einer Verrohung der Sprache bis zum Verbot der Worte.
02.04.2026   Für den CDU/CSU-Fraktionschef ist der Begriff "queer" eine "politische Ideologie", er selbst sei schwul. Es ist das eigentliche Paradox dieses Diskurses, dass ausgerechnet jene, die Vielfalt als Ideologie kritisieren, selbst eine betreiben: die Ideologie der klaren Begriffe, der festen Kategorien, der überschaubaren Welt.
29.03.2026   Für die Bundesfamilienministerin ist Vielfalt "kein staatliches Förderziel". Die Aussage der CDU-Politikerin ist so naiv wie gefährlich. Eine Demokratie, die sich vor ihrer eigenen Vielfalt fürchtet, beginnt sich selbst zu verkleinern.
16.03.2026   Der Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer beherrscht eine politische Technik, die inzwischen viele Populist*innen perfektioniert haben: die kalkulierte Grenzüberschreitung.