Jojo Streb

Jojo Streb schreibt über queere Film- und Popkultur für queer.de. Die Zeit verbringt Jojo am liebsten tief in den Kinositz gekuschelt, im hektischen Lesen in der Berliner U-Bahn, schlafend, beim Interviewen von neuen Künstler*innen, im Austausch mit anderen Menschen. Neben den Arbeiten als freier Journalist und dem Studium in Film- und Politikwissenschaften führt they den feuilletonistischen Blog "Medienblogger". Jojos Leidenschaften: Popgirls, Eurovision, Coming-of-Age-Herzschmerz und Spekulatius.
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19.07.2026 In seinem 1947 erschienenen Roman "Galleria Umberto" erzählt der US-Autor John Horne Burns von Krieg, Besatzung, einer Schwulenbar in Neapel und Liebe als Gegenkraft zu Zerstörung und Gewalt. Jetzt ist er in neuer Übersetzung erschienen.
13.07.2026 In Judith Fantos Roman "Der Betrachter" erinnert sich Hermann an sechs Menschen, die ihn seit Kindertagen begleiten – und daran, wie der Nationalsozialismus diese Verbindung in Wien Stück für Stück zerstört.
04.07.2026 Das queere Liebesdrama "Freier Fall" mit Hanno Koffler und Max Riemelt begeisterte 2013 die Community. Nun ist eine neu montierte Fassung erschienen – mit verändertem emotionalem Aufbau und bislang unveröffentlichten Szenen.
28.06.2026 Die "Nico & Will"-Reihe von Rick Riordan und Mark Oshiro ist als queere Erweiterung des "Percy Jackson"-Kosmos – trotz einiger Schwächen – bemerkenswert wichtig. Jetzt ist der zweite Band "Das Gericht der Toten" erschienen.
07.06.2026 Kurze Kapitel, flirrende Sommerhitze, die durch die Seiten zieht, eine große emotionale Klarheit und Behutsamkeit gegenüber der Hauptfigur: Kea von Garnier erzählt in "Restsommer" eine wunderschöne wie glaubwürdige queere Liebesgeschichte.
30.05.2026 Die australische Autorin N. R. Walker hat bereits über achtzig LGBTI-Romanzen veröffentlicht. In ihrem neuen Roman "Upside Down – Die Welt steht Kopf" verlieben sich zwei asexuelle junge Männer. Die vorbildliche Sichtbarkeit hat jedoch einen unangenehmen Beigeschmack.
25.05.2026 In ihrem prosaischen Debüt "Paradise Beach" gelingt Dara Brexendorf eine sensible Sichtbarmachung einer bisexuellen Protagonistin, die seit ihrer Jugend unter Endometriose leidet und deren Schmerzen von ihrem Umfeld kaum wahrgenommen werden.
23.05.2026 Das Melodram "Mother Mary" mit Anne Hathaway verhandelt auch lesbisches Begehren. Umso frustrierender ist, wie vorsichtig und zurückhaltend der Film mit dem queeren Spannungsverhältnis zwischen den Figuren umgeht.
23.05.2026 In seinem eindringlichen Roman "Bildnis eines Unsichtbaren" aus dem Jahr 2002 erzählt Hans Pleschinski von einer Generation schwuler Männer, deren neu gewonnenes Selbstbewusstsein durch HIV erschüttert wurde. Jetzt ist eine Neuauflage erschienen.
30.04.2026 Jetzt im Kino: "Sirens Call" von Miri Ian Gossing und Lina Sieckmann führt uns in die Welt der Merfolk-Subkultur, in der sich Menschen performativ als Meereswesen inszenieren und dabei nach Zugehörigkeit, Identität und neuen Formen des Seins suchen. Wir sprachen mit den beiden Regisseur*innen.