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Protest gegen "Whitewashing"
- 19. August 2015,

Zwei Aktivistinnen haben das Gay Liberation Monument in der New Yorker Christopher Street aus Protest gegen ein "Whitewashing" des Stonewall-Aufstands umdekoriert.
Das Männerpaar der weißen Bronze-Skulptur von George Segal wurde braun angemalt und mit BHs und Perücken ausgestattet. Dazu ein Schild: "Schwarze und Latina-Transfrauen haben den Aufstand angeführt. Stoppt Whitewashing!"
Gegenüber dem Blog autostraddle.com haben sich zwei queere Mittzwanzigerinnen aus Brooklyn - die eine weiß, die andere lateinamerikanische Einwanderin - zu der Aktion bekannt. "Was wir taten, war Berichtigung, nicht Vandalismus", sagen sie in einem Email-Interview. "Diese Skulpturen sollen angeblich an den Stonewall-Aufstand erinnern, aber sie zeigen selbst keinerlei Spur von Widerstand. Sie sind ein Schlag ins Gesicht aller schwarzen und lateinamerikanischen Transfrauen, die mit Schlagstöcken verprügelt und in Polizeiwagen abtransport wurden und dennoch den Mut hatten, den Kampf für die LGBTQ-Befreiung weiterzuführen."
Die beiden Frauen widmeten ihre Aktion der schwarzen Transaktivistin und Stonewall-Teilnehmerin Miss Major Griffin-Gracy, die kurz zuvor ebenfalls in einem autostraddle-Interview "ein wenig Makeup" für das Denkmal gefordert hatte.
Auslöser der Whitewashing-Diskussion ist der Film "Stonewall" von Roland Emmerich, der im September in die US-Kinos kommt. Aktivisten werfen dem Hollywood-Regisseur Geschichtsverfälschung vor, weil sein Hauptdarsteller in dem Drama über den Aufstand in der Christopher Street ein weißer schwuler Mann ist (queer.de berichtete).(cw)












