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Coming-out beim "Polizeiruf 110"
- 28. September 2015,

Im deutschen Sonntagabend-Krimi gibt es erstmals einen offen schwulen Chef-Ermittler - allerdings nur für eine Woche.
Sein Coming-out hatte am Sonntag der Magdeburger "Polizeiruf 110"-Kommissar Jochen Drexler (Sylvester Groth). Im ersten Teil der Doppelfolge "Wendemanöver" traf Drexler auf seinen alten Kollegen Ferdinand Frey (gespielt von Groths Wunschpartner Cornelius Obonya).

Die beiden Männer verbindet mehr als eine alte Freunschaft, bekam man als Zuschauer schnell mit, da scheint was zu laufen. Und folgerichtig landen die zwei älteren Herren gemeinsam im Bett.
Doch ob es etwas Ernstes ist zwischen Drexler und Frey, werden wir leider nie erfahren: Mit dem zweiten Teil von "Wendemanöver", der am 4. Oktober im Ersten gesendet wird, verabschiedet sich der Kommissar komplett aus der Serie. Zuviele Schwulitäten will der "Polizeiruf 110" den deutschen Fernsehzuschauern dann offensichtlich doch nicht zumuten...
"Die Figur ist jetzt geprägt durch diese schwule Geschichte", meinte Schauspieler Sylvester Groth zu seinem Serienabschied, "und ich bin ganz froh, dass es vorbei ist". Drexlers Affäre mit Frey habe Sensationslust geweckt - "und vermutlich wären alle sauer, wenn man die nicht weiter bedienen würde".
Wer die Sendung verpasst hat: Zwischen 20 und 6 Uhr kann man sich die "Polizeiruf 110"-Folge in der ARD-Mediathek anschauen. (cw)
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