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Neuer Stolperstein für schwules NS-Opfer

In Bochum erinnert jetzt ein Stolperstein an den schwulen KZ-Überlebenden Wilhelm Güte (1916-1988).

Der gelernte Schlosser wurde im Dritten Reich mehrfach wegen homosexueller Kontakte verhaftet und wurde nach Verbüßung seiner letzten Haftstrafe erst in das KZ Buchenwald und von dort in das KZ Dora deportiert. Er überlebte unter ungeklärten Umständen.

Zur Stolperstein-Verlegung am 25. November vor seinem früheren Wohnhaus in der Kreyenfeldstraße 54 in Bochum kam überraschend eine Anwohnerin, die sich noch an Wilhelm Güte und seine Mutter erinnern konnte. Sie erzählte, dass "Willi" auch nach 1945 im Gefängnis saß - es liegt die Vermutung nahe, dass er erneut als Homosexueller verurteilt worden war. Die Nachbarin beschrieb ihn als einen "hochaufgeschossenen", schlanken Mann. Man habe getuschelt über seine Homosexualität, aber nicht offen darüber gesprochen.

Mehr Informationen über das Leben von Wilhelm Güte hat die Rosa Strippe Bochum in einem PDF zusammengefasst. (cw)


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#1 Jadughar
  • 29.11.2015, 16:20hHamburg
  • Man sollte auch den Post-NS-Opfern, die nach §175 verurteilt wurden, Stolpersteine verlegen!
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#2 MarekAnonym
  • 29.11.2015, 16:44h
  • Ein verdientes Andenken, damit solche Menschen nicht vergessen werden. Sollte es auch für alle Opfer von Homohass geben.
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#3 Rosa SoliAnonym
  • 29.11.2015, 18:00h
  • Dank an Jürgen Wenke von der Rosa Strippe für diese wichtige Erinnerungsarbeit!
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