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Mehr "Spaß" beim Ausgehen mit dem "Keine Fetten, keine Tunten"-Shirt
- 29. April 2016,

Mit einem Tanktop mit der Aufschrift "No Fats No Fems" empört das US-Modelabel Marek+Richard die schwule Szene - nach zunehmenden Protesten erklärte es das Shirt zur Satire.
Zahlreiche Kommentatoren fanden es alles andere als lustig, den diskriminierenden Spruch, den man auch aus Dating-Profilen schwuler Männer kennt, auf einem sexy geschnittenen Shirt zu begegnen. "Warum macht ihr nicht auch Tanktops mit der Aufschrift 'Keine Schwarzen' oder 'Keine Juden'", fragte ein User auf Facebook.
Die in der Szene beliebte Modemarke aus Dallas kann die Aufregung nicht nachvollziehen: "Es ist gut zu sehen, wenn Menschen über wichtige Dinge reden. Wir wollen ins Wespennest stechen und auf großen Mist in der Community aufmerksam machen", schrieb Marek+Richard in einer ersten Reaktion auf Twitter.
In einem späteren Foto-Post wurde das Tanktop vom Unternehmen dann kurzerhand zur Satire erklärt. Während das schwarze Shirt, das einen freien Blick auf den Bauch des Trägers gewährt, im Onlineshop natürlich von einem dünnen und "männlich" wirkenden Model präsentiert wird, wurde es nun zur Beruhigung einer Drag Queen übergestülpt.

Geradazu trotzig liest sich schließlich die dritte Twitter-Nachricht von Marek+Richard: "Es ist ausverkauft, sagt was ihr wollt."
Wie ernst es das Modelabel meint, ist schwer zu sagen. Doch mehr Toleranz und Akzeptanz in der Szene erreicht man mit Sicherheit nicht, wenn Männer in "Keine Fetten, keine Tunten"-Shirts schwule Bars und Clubs besuchen. Viele Onlinekommentatoren waren sich deshalb in ihrem Urteil einig: "No Marek+Richard!" (cw)











Allerdings sollten wir uns auch an die eigene Nase fassen. Wie viele Schwule gibt es nicht, die genau das denken, was auf diesen Shirts steht und die andere Schwule, die nicht ihrem Idealbild entsprechen gnadenlos mobben.
Man muss ja nicht mit jedem ins Bett wollen. Aber man braucht auch niemanden zu mobben oder sich lustig zu machen.