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Regenbogenfahne über dem Justizministerium
- 19. Juli 2016,

Zum Berliner CSD weht auch in diesem Jahr eine Regenbogenflagge auf dem Dach des Ministeriums von Heiko Maas - gegen den Willen des Kanzleramts.
"Für die Liebe, gegen den Hass: Zur #PrideWeek zeigen wir Flagge", schreibt das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz dazu auf seiner Facebookseite. Der SPD-Politiker Maas teilte den Post auf seiner eigenen Seite und versprach, in der Frage der Rehabiliierung und Entschädigung der nach Paragraf 175 verurteilen Männer nicht locker zu lassen: "Wir wollen die Opfer rehabilitieren. Die verurteilten homosexuellen Männer sollen nicht länger mit dem Makel der Verurteilung leben müssen."
Bereits in der vergangenen Woche hisste Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) vor ihrem Ministerium an der Glinkastraße eine Regenbogenfahne (queer.de berichtete).
Die bunte Flagge der LGBT-Community hatte in der Vergangenheit in der Großen Koalition zum offenen Streit geführt. Erstmals hissten 2014 mehrere SPD-geführte Bundesministerien das Banner, wurden aber kurze Zeit später vom Kanzleramt zurückgepfiffen (queer.de berichtete). Kanzleramtsminister Peter Altmaier (CDU) soll damals "massiv interveniert" und sich dabei auf die Flaggenordnung berufen haben.
Im vergangenen Jahr hisste Schwesig allerdings erneut die Regenbogenfahne (queer.de berichtete). Später zeigten auch das Justiz-, Umwelt- und Außenministerium Regenbogenflaggen (queer.de berichtete). Damals sollen die SPD-Minister das CDU-geführte Innenministerium erneut nicht um Erlaubnis gefragt haben.
Ein Bundesminister der Union hat zum CSD bislang noch nie ein entsprechendes Zeichen gegen Homo- und Transphobie gesetzt. (cw)


















Und wir brauchen endlich die volle Rehabilitierung aller Opfer des §175.