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Eine Viertelmillion geht für die Ehe für alle auf die Straße
- 10. Dezember 2016,
Bild: Focus Taiwan / twitterIn der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh haben am Samstag 250.000 Menschen vor dem Regierungspalast für die Öffnung der Ehe für lesbische und schwule Paare demonstriert - und damit einen neuen Rekord aufgestellt.
Für die Massenkundgebung in Form eines Musikfestivals, bei dem Stars aus dem In- und asiatischen Ausland auftraten, hatten die Veranstalter bewusst den Internationalen Tag für Menschenrechte gewählt. Die Worte "Wir sind Menschen, wir empfinden Liebe" wurden am Ende des Events auf den Sitz der Regierungschefin gebeamt.
Taiwans Präsidentin Tsai Ing-wen gilt als Unterstützerin der Ehe für alle, seit Oktober liegt im Parlament auch ein entsprechender Gesetzentwurf vor (queer.de berichtete). Allerdings drohen Teile der regierenden Demokratischen Fortschrittspartei (DPP) einzuknicken. Wegen anhaltender Proteste von konservativen religiösen Gruppierungen haben Fraktionschef Ker Chien-ming und andere Politiker als Kompromiss die Einführung eingetragener Partnerschaften vorgeschlagen. Am 26. Dezember will das Parlament über die rechtliche Anerkennung gleichgeschlechtlicher Paare beraten.
LGBTI-Aktivisten kämpfen bereits seit Jahren für die Ehe-Öffnung in Taiwan. Bislang haben Lesben und Schwule in der Republik China nur die Möglichkeit, ihre Partnerschaften in einigen Städten und Kommunen zu registrieren, allerdings ohne rechtliche Auswirkungen. Die Bevölkerung ist dabei weiter als die Politik: In Meinungsumfragen sprach sich bereits 2013 eine Mehrheit für die Ehe für alle aus (queer.de berichtete). (cw)


















Wäre toll, wen auch Taiwan die Ehe öffnen würde.