Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?1939

Aufregung über schwulen Allah

Mit markigen Sprüchen protestierten Ex-Muslime am vergangenen Wochenende beim London Pride - während Polizisten die "Allah is Gay"-Schilder erst beschlagnahmen wollten, fordert eine Moschee nun eine Entschuldigung.

Die East London Mosque reichte bei den CSD-Veranstaltern eine förmliche Beschwerde ein. Der "Council of Ex-Muslims of Britain" (CEMB) habe beim Pride "zum Hass gegen Muslime aufgestachelt" und haltlose Vorwürfe erhoben, erklärte Moscheesprecher Salman Farsi gegenüber dem "Standard". Die Aktivisten hatten der East London Mosque auf einem Protestschild vorgeworfen, zum Mord an LGBT aufzurufen. Andere Slogans lauteten "F*ck islamische Homophobie" und "Ex-Muslim und stolz drauf".

In einer Pressemitteilung vom Freitag untermauerte der CEMB seine Vorwürfe gegen die als fundamentalistisch bekannte Moschee. Vor allem die Aufregung über die "Allah is Gay"-Schilder können die Ex-Muslime nicht verstehen: "Pride-Demos sind voll von Plakaten, auf denen es heißt 'Gott ist schwul' oder 'Jesus hatte zwei Väter'. Darüber regt sich niemand auf, aber wenn wir sagen 'Allah ist schwul', dann kommt sofort die Polizei und greift ein wegen angeblicher Beleidigung."

Die Religionsfreiheit sei ein Menschenrecht, das verteidigt werden müsse, stellte die Gruppe klar. "Vergessen wird allerdings oft, dass es ebenso das Recht gibt, frei von Religion zu leben und diese zu kritisieren. Solange wir getötet werden können, nur weil wir Ex-Muslime, LGBT, Abtrünnige oder Gotteslästerer sind, haben wir eine Pflicht dagegen zu protestieren - besonders im Namen derjenigen, die das nicht können." (mize)

Direktlink | Die Ex-Muslime beim London Pride
Datenschutz-Einstellungen | Info / Hilfe


-w-
-w-


Newsletter
  • Unsere Newsletter halten Dich News aus der queeren Welt sowie über anstehende Termine auf dem Laufenden.

#1 JackAnonym
  • 15.07.2017, 20:56h
  • Schlechtes unsensibles Timing, diesen provokativen Artikel am selben Tag reinzusetzen, wie den Bericht über die Situation von Tschetschenien und Kadyrows Interviewankündigung. Bessere Propaganda kann er kaum finden, um seine These vom "gottlosen, abtrünnigen, teuflischen Schwulen" zu begründen. Und ihr liefert sie ihm direkt auf dem Silbertalbett. Das muss er noch nicht einmal übersetzen, ein Link auf die heutige Seite, mit dem Bild des Tages reicht schon.
    (aufgemerkt: die Demo war letzte Woche)

    Wollt ihr die Situation der Menschen in den muslimischen Ländern und besonders in Tschetschenien eigentlich überhaupt verbessern oder lieber immer weiter eskalieren?

    Beantwortet euch die Frage mal bitte ehrlich selbst. Damit kritisiere ich ausdrücklich nicht die Aktion der Londoner Ex-Muslime auf dem Pride, sondern den sich ergebenden Kontext hier und heute.
  • Direktlink »
#2 ollinaie
  • 15.07.2017, 23:11hSeligenstadt
  • Antwort auf #1 von Jack
  • "Wollt ihr die Situation der Menschen in den muslimischen Ländern und besonders in Tschetschenien eigentlich überhaupt verbessern oder lieber immer weiter eskalieren?"

    Nicht gelesen?!:
    "Die Religionsfreiheit sei ein Menschenrecht, das verteidigt werden müsse, stellte die Gruppe klar. "Vergessen wird allerdings oft, dass es ebenso das Recht gibt, frei von Religion zu leben und diese zu kritisieren."

    Durch Arschkriechen hat sich noch nie was verändert, erst recht nicht in Tschetschenien. Kadyrow braucht Queer.de nicht. Menschen die hassen und unterdrücken wollen finden immer und überall "Gründe" um ihr Handeln zu rechtfertigen, das scheinst Du noch nicht begriffen zu haben!
  • Direktlink »
#3 wiking77
  • 15.07.2017, 23:21h
  • in Tehran oder Riad würden sie sich das nicht trauen, in Kairo auch nicht. Das ist genauso mitreisend, wie ein Demonstration in Riad oder Raqaa gegen den Popen von Rom.
  • Direktlink »