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Kommentare zu:
Hugh Grant und Ben Whishaw als schwules Liebespaar


#1 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 03.10.2017, 17:15h
  • Finde ich völlig unrealistisch. Wenn es um LSBTTIQ geht, sollten auch entsprechend LSBTTIQ Schauspieler für diese Rollen eingesetzt werden.
    Alles andere ist lächerlich.
    Wer nimmt Hugh Grant schon eine Homosexualität ab?
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#2 Patroklos
#3 NobodyAnonym
#4 herve64Ehemaliges Profil
#5 aaaaAnonym
#6 Hannibal LektorAnonym
#7 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 12:28h
  • Antwort auf #6 von Hannibal Lektor
  • Als verklemmter Schwuler vielleicht. Aber nicht alle sind verklemmt. Es werden dabei zu viele Vorurteile geschürt.
    Ich mag es einfach nicht mehr, wenn Heteros in homosexuelle Rollen schlüpfen sollen. Es ist unrealistisch. Und das hilft uns nicht.
    Es ist doch so, dass viele Kinobesucher oder TV Schauende sowas nur anschauen, wenn es von Heteros präsentiert wird.
    Man sieht es ja an den Einschaltquoten oder am Erfolg/Misserfolg der Kinofilme.
    Das gefällt mir nicht, mal davon abgesehen, dass es für mich lächerlich rüber kommt.

    Authentisch wäre es, die Rollen realistisch zu besetzen. Das würde Arbeitsplätze für LSBTTIQ schaffen und zusätzlich wäre der Film eine reale Darstellung und keine verzerrte Fantasie der Heteros.

    Ich bin ehrlich, es stört mich mittlerweile.
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#8 NachfrageAnonym
  • 04.10.2017, 12:52h
  • Antwort auf #7 von BuntSchoen
  • "zusätzlich wäre der Film eine reale Darstellung und keine verzerrte Fantasie der Heteros"

    Kann es sein, dass du nicht so ganz verstanden hast, was "Schauspielerei" ist? Die Bösen im Film sind gar nicht wirklich böse, die Reichen nicht reich, und wenn da einer weint, dann ist der gar nicht in echt traurig. Klingt komisch, ist aber so.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#9 Hannibal LektorAnonym
  • 04.10.2017, 12:56h
  • Antwort auf #7 von BuntSchoen
  • Der Film "Maurice", wie gesagt von 1987, war damals - nicht nur für mich persönlich - ein Meilenstein für die Akzeptanz von Homosexualität. Zum einen durch die schlichte Sichtbarmachung von Homosexualität - vor allem aber durch deren empathische, feinfühlige Darstellung. Und dazu hat Hugh Grant einen gewichtigen Beitrag geleistet.

    Dass es heute für dich "lächerlich rüber kommt", wenn ein Heterosexueller (woher weißt du überhaupt, ob Hugh Grant so einer ist?) einen Schwulen spielt, ist halt deine persönliche Meinung; mehr nicht.

    Mein Beitrag bezog sich im Übrigen auf deine Äußerung in #1, "Wer nimmt Hugh Grant schon eine Homosexualität ab?". Denn die zeugt nicht nur von Unkenntnis, sondern auch von Vorurteilen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#10 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 13:38h
  • Antwort auf #8 von Nachfrage
  • Nö, du hast nicht verstanden, wovon ich spreche. Deshalb bitte nachfragen, anstatt was zu vermuten uns es dann hinzuschreiben.

    Ich rede von der Darstellung der Homosexualität! Darum geht es schließlich in diesem Film.
    Ein Hetero Schauspieler weiß zu wenig über unser Leben und womit wir ständig konfrontiert werden.
    Sowas kann nur jemand aus der LSBTTIQ am besten darstellen.
    Das ist meine Meinung.

    Es ödet mich an, Hetero Schauspieler in Homo-Rollen zu sehen, die null Ahnung von einem homosexuellen Leben haben und oftmals ein falsches, verzerrtes Bild vermitteln.

    Das stört mich!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#11 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 13:44h
  • Antwort auf #9 von Hannibal Lektor
  • Ganz genau, es ist meine persönliche Meinung. Mehr hab ich auch nicht ausgesagt in meinem Kommentar. Steht deutlich geschrieben.

    Und wenn du mir sagen möchtest, dass Hugh Grant schwul ist, dann lach ich los :-D Das zeugt dann von deiner Unkenntnis.

    Ob ich Vorurteile habe oder nicht, weiß ich selbst am besten.

    Solange du mich nicht kennst, bitte respektvoll bleiben. Ich kenne dich schließlich auch nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #9 springen »
#12 stromboliProfil
  • 04.10.2017, 13:50hberlin
  • Antwort auf #9 von Hannibal Lektor
  • ging mir auch durch den kopf.. der film hatte auch auf mich einen bleibenden eindruck hinterlassen.

    das Grant nur mit der heteroliebhabernummer in verbindung gebracht wird, liegt an seinen zwar seichten, aber eben erfolgreicheren filmen wie Bridget Jones, Notting Hill..
    Aber es gibt auch darstellungen, die wie die faust aufs auge passen...
    Maurice gehört dazu und als "alterswerk" - Florence Foster Jenkins -,
    wo er gekonnt einen homosexuellen entsprechend der damaligen selbstdarstellung homosexuell sich bedeckt haltender spielt.
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#13 stromboliProfil
  • 04.10.2017, 14:08hberlin
  • Antwort auf #10 von BuntSchoen
  • na ja so betrachtet könnte man dich auch fragen, was weiß lesbe über schwules und natürlich umgekehrt.
    Vieles von dem du glaubst zu wissen das es auf männliche sexualität und deren rückkoppelung ins alltägliche, ist auch nur projektion eigener vorstellungen, im voraussetzten deiner weilblichen identität.
    Darum aber geht es beim schauspielern nicht.
    Sich in eine andere person reindenken ist aufgabe der schauspielerei an sich.. sonst könnten wir wie im altertum mit masken auftreten und texte rezitieren.

    Wo du recht hast , wären die vielen schlechten versuche von minderbegabten schauspielerInnen, sich in gleichgeschlechtliches reinzuversetzen.
    Dies entweder im cliché versandet, oder von buch-regie ins groteske übersteigert wird.
    Das kann aber auch einem gleichgeschlechtlichen bei der darbietung einer gleichgeschlechtlichen figur geschehen...

    Schalt den trotzkoppf ab und lass uns den film gemeinsam ansehen.. d
    danach können wir ja immer noch den kritiker spielen, und die schauspieler in der luft zerreisen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#14 Hannibal LektorAnonym
  • 04.10.2017, 14:09h
  • Antwort auf #11 von BuntSchoen
  • "Und wenn du mir sagen möchtest, dass Hugh Grant schwul ist, dann lach ich los"

    Ich habe die rhetorische Frage gestellt, woher du so genau wissen willst, ob ein dir persönlich unbekannter Schauspieler heterosexuell ist oder nicht. Dass es zwischen den willkürlichen Kategorien "schwul" und "heterosexuell" unzählige Zwischen-, Unter- und Nebentöne gibt, scheint dir nicht bewusst zu sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #11 springen »
#15 FaktencheckAnonym
  • 04.10.2017, 14:23h
  • Antwort auf #12 von stromboli
  • "und als "alterswerk" - Florence Foster Jenkins -, wo er gekonnt einen homosexuellen entsprechend der damaligen selbstdarstellung homosexuell sich bedeckt haltender spielt."

    Er spielt dort den Ehemann, der keinen Sex mit seiner Frau hat, aber ein Zweit-Apartment für die regelmäßigen Treffen mit seiner Geliebten. Der Bruch mit dieser Geliebten in der zweiten Filmhälfte macht ihm offensichtlich schwer zu schaffen.
    Was ist daran homosexuell?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#16 stromboliProfil
#17 Hannibal LektorAnonym
  • 04.10.2017, 14:28h
  • Antwort auf #12 von stromboli
  • "das Grant nur mit der heteroliebhabernummer in verbindung gebracht wird, liegt an seinen zwar seichten, aber eben erfolgreicheren filmen wie Bridget Jones, Notting Hill"

    Ja, das sehe ich genauso. Und so entstehen dann halt bei dafür empfänglichen Rezipienten bestimmte Vorurteile :-)

    Auch in Polanskis "Bitter Moon" hat Hugh Grant übrigens - diesmal als sexuell generell leicht zu verunsichernder Hetero - m.E. eine tolle Vorstellung geliefert.

    Wie hier im Thread schon deutlich gemacht wurde: Die Qualität eines Films ist bedingt durch das Zusammmenspiel von Script, Inszenierung und Schauspielerensemble. Und nicht durch die sexuelle Orientierung einzelner Beteiligter.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #12 springen »
#18 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 14:29h
  • Antwort auf #6 von Hannibal Lektor
  • Es gibt keinen Grund dafür Hetero Schauspieler einzusetzen.
    Hast du dich schon mal gefragt, warum wir auch in der Filmindustrie ausgeschlossen werden? Sowohl als Schauspieler als auch im Filminhalt.
    Wie lange musste Jodie Foster ihre Homosexualität bedeckt halten? Frage sie mal, anstatt die Hetero-Industrie in den Himmel zu jubeln! Hätte sie sich sofort geoutet, dann hätte sie sehr gute Rollen nicht mehr erhalten.
    Genauso auch die Moderatorin Ellen DeGeneres. Nach ihrem Outing hat sie wichtige Sponsoren und Arbeitgeber verloren.
    Sie musste sich alles wieder neu aufbauen.

    Ich weiß sehr genau, wovon ich rede. Meine Partnerin ist in der Schauspielerei tätig und sie ist lesbisch, und sie ist dunkelhäutig!

    Sei mal bitte nicht so naiv zu denken, das sei ja alles kein Problem in Deutschland.
    Von wegen. Sie hätte längst einen besseren Verdienst verdient und auch bessere Angebote! Sie muss sich mit weniger zufrieden geben, während ihre Hetero-Kollegen viel bessere Angebote erhalten und auch ein deutlich höheres Honorar!

    Und nochmal zur Wiederholung: ich halte tatsächlich nichts davon, wenn Heteros Homo-Rollen erhalten!
    Die Filme, wo Heteros Homosexuelle spielen, hab ich einige schon gesehen und bei den meisten ist mir buchstäblich zum Kotzen zu Mute.

    Vielleicht sagt dir der Film: ''I will dance'' was. Da geht es um einen irischen Jungen, der Ballett-Tänzer werden möchte. Sein Klassenkamerad ist schwul. Sie sind freundschaftlich zusammen und verbringen ihre Freizeit zusammen. Bis der Junge an einer guten Tanzschule in London aufgenommen wird. Da ist der Kontakt der beiden unterbrochen.
    Es gibt eine Szene, wo der Junge in der Umkleide ist und von einem schwulen Tänzer angesprochen wird - und zwar ganz harmlos und freundlich. In dem Film ist die Reaktion des Jungen so, dass er den Schwulen körperlich angreift und auf ihn einhaut!

    Welche Message da dahinter steckt, muss ich dir nicht erklären, das kannst du selbst erkennen.
    Es gibt genügend Filme, wo Homosexualität als was ablehnungswürdiges projiziert wird, oder wo Heteros in Homo-Rollen sind und es deutlich zu sehen ist, dass sie erstens Hetero sind und zweitens unerfahren.

    Es gab bereits Artikel zu diesem Thema.
    Wo zum Beispiel eine homosexuelle Person sich verliebt und zwar jeweils in einen Menschen, der/die hetero ist und mit einem/einer Hetero Partner/in zusammen ist. Wird oft in erotischen Filmen gezeigt.

    Meine Kritik ist berechtigt.

    Kann ja sein, dass Hugh Grant diese Rolle gut spielt - ein Schwuler könnte es dennoch besser, davon bin ich überzeugt!

    Es gibt garantiert genügend aus der LSBTTIQ, die gerne Schauspieler sein würden, aber sich dann dagegen entscheiden, weil sie wissen, dass der Verdienst zu gering ist und sie auch in der Filmindustrie benachteiligt werden.
    Lobe du doch die Hetero-Schauspieler.

    Ich vermisse die LSBTTIQ-Schauspieler!
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#19 NachfrageAnonym
  • 04.10.2017, 14:29h
  • Antwort auf #10 von BuntSchoen
  • "Ein Hetero Schauspieler weiß zu wenig über unser Leben und womit wir ständig konfrontiert werden."

    Wir müssen nicht darüber streiten, ob die Darstellung immer gelingt, aber wer behauptet, ein Schauspieler könne generell nur darstellen, was er aus eigener Erfahrung kennt, hat wirklich nicht verstanden, was Schauspielerei ist.
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#20 Hannibal LektorAnonym
  • 04.10.2017, 15:01h
  • Antwort auf #18 von BuntSchoen
  • "Frage sie mal, anstatt die Hetero-Industrie in den Himmel zu jubeln! "

    Bitte wie? Und was bitte ist "die Hetero-Industrie"?

    "wo Heteros in Homo-Rollen sind und es deutlich zu sehen ist, dass sie (...) Hetero sind"

    Ah ja. Was du so alles sehen kannst.

    "ein Schwuler könnte es dennoch besser, davon bin ich überzeugt! "

    Klare Sache. Echt beneidenswert, wenn man so fest gefügte Überzeugungen hat. Das macht die Welt so schön schlicht.

    Außerdem finde ich es befremdlich, dass du ausgerechnet einen Film wie "Billy Elliot - I Will Dance" als Beispiel für eine negative Darstellung von Homosexualität anführst. Denn m.E. ist dieser Film - vor allem seine Schlussszene - in Bezug auf die Akzeptanz von Homosexualität ausgesprochen integrativ und "versöhnlich".

    Die von dir beschriebene feindselige Einzelszene dient m.E. vielmehr dazu, das damalige feindselige gesellschaftliche Klima gegenüber Homosexuellen zu veranschaulichen und bloßzustellen. Man erinnere sich, Mitte der 1980er in Großbritannien (nicht "irisch"): Rezession und erbitterte Arbeitskämpfe, Thatcher-Regierung, Clause 28 ... (
    de.wikipedia.org/wiki/Clause_28)
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#21 LorenProfil
  • 04.10.2017, 15:19hGreifswald
  • Mal sehen, ob es gelingt, die teils verworrene Geschichte um den schauspielerisch auch ziemlich talentierten Jeremy Thorpe adäquat zu verfilmen.
    Ich enthalte mich jeglicher (Vor)Urteile, bevor ich den Film gesehen habe. Was ich darüber gelesen habe, war teils amüsant, teils erschreckend.

    Empfehlenswert, aber nur im Original erhältlich:

    Simon Freeman/Barrie Penrose:
    Rinkagate: The Rise and Fall of Jeremy Thorpe,
    Bloomsbury Publishing 1996

    www.telegraph.co.uk/culture/4705221/Murder-most-Liberal.html
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#22 Hannibal LektorAnonym
#23 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 15:32h
  • Antwort auf #20 von Hannibal Lektor
  • Dieses Klima findest du heute in der Filmindustrie immer noch, Unwissender!
    Schaue dir doch Filme an, wo Heteros in einem Film spielen, wo es um Homosexualität geht.
    Da geht es um Tod, Trennung, etc., also um die Message: ''Homosexualität funktioniert nicht, Homosexualität ist zum Scheitern verurteilt.'' Es wird in zu vielen Filmen projiziert.

    Und diese Kritik darf ich aussprechen.
    Auch in diesem Berufsfeld gibt es noch reichlich Entwicklungsbedarf!

    Es geht darum, Klartext zu reden und nicht immer was zu verheimlichen.

    Du kannst diese Filme toll finden.
    Ich finde diese Filme eine Zumutung!
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#24 Hannibal LektorAnonym
  • 04.10.2017, 16:06h
  • Antwort auf #23 von BuntSchoen
  • " Es geht darum, Klartext zu reden und nicht immer was zu verheimlichen."

    Du redest nicht etwa "Klartext", sondern tischst nebulöse, unbelegte und pauschale Behauptungen auf.

    Dass du dabei auch noch eine dir fremde Person wiederholt der Unwissenheit zeihst, finde ich ziemlich gewagt.
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#25 FrustAnonym
#26 aaaaAnonym
  • 04.10.2017, 16:41h
  • Antwort auf #23 von BuntSchoen
  • Also in "Modern Family" oder "Six feet under" gibt es funktionierende schwule Langzeitbeziehungen. In Friends ist Ross Ex-Frau auch dauerhaft (10 Staffeln lang) mit der selben Frau liiert.
    In so ziemlich allen länger laufenden modernen, westlichen Sendungen kommen Homosexuelle, mindestens als Nebencharaktere früher oder später mal vor. Bei der Masse, die auch ständig mehr wird, sollte für jeden was passendes dabei sein. "Married with Children" suggeriert sogar, dass die Beziehung zwischen Männern besser funktionieren als die Heterosexuellen:
    www.youtube.com/watch?v=D25kiWMDv0w

    MEn sind glückliche Beziehungen im Fernsehn selten. Bei Filmen ist nach dem "Zusammenkommen/Heiraten" meist Schluss, manchmal gibt es nochmal im Teil 2 ein bisschen Fremdgehen oÄ. Deshalb wird auch wesentlich häufiger in TV Geheiratet als im realen Leben und verhältnismäßig selten bekommen Fernsehpaare Kinder. Auch Mord und Totschlag, Vergewaltigungen und ähnliche Katastrophen kommen im TV generell deutlich überproportional vor und sind selten authentisch sondern dienen einfach nur der Dramaturgie.

    Ich kann mir vorstellen, da der deutsche TV Markt extrem eintönig und klicheebesetzt ist, dass es schwer ist in Deutschland innovative Rollen zu bekommen. Der deutsche Markt wird aber weiterhin nicht mit dem amerikanischen Angebot konkurrieren können. Da macht es Sinn, wenn die Produzenten bei den Nazithemen bleiben und sonst Programm für die Generation macht, die eben noch deutsches Fernsehn schaut. Die wollen es dann offenbar so.
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#27 Hannibal LektorAnonym
#28 ursus
  • 04.10.2017, 17:29h
  • Antwort auf #23 von BuntSchoen
  • dass homosexualität über lange zeit hinweg fast NUR als abstoßend, fatal und oft sogar tödlich dargestellt wurde, ist eine berechtigte kritik. daran hat sich inzwischen einiges geändert, aber noch nicht genug.

    aber nicht immer, wenn heute homofeindliche szenen gezeigt werden, steckt die absicht dahinter, homofeindlichkeit als gerechtfertigt darzustellen. es kann im gegenteil darum gehen, aufzuzeigen, wie abscheulich sie ist. "billy elliot" ist da, wie ja hier schon gesagt wurde, ein gutes beispiel. es kann sicher nicht darum gehen, jetzt nur noch problemlose, allseits akzeptierte homosexuelle biografien zu zeichnen. das wäre vollkommen unrealistisch (und langweilig).

    wenn auch heute noch jede menge schlecht gezeichnete queere figuren in filmen auftauchen, dann hat das nicht so sehr damit zu tun, von wem sie gespielt werden, sondern eher mit dem konzept des films. in einem schlechten drehbuch reißt auch ein schwuler darsteller nichts.

    ob ein schwuler charakter glaubwürdig dargestellt wird, hängt m.e. nur zu einem sehr geringen teil davon ab, ob der schauspieler selbst schwul ist oder nicht. persönliche erfahrung kann einem schauspieler bei der rolle zweifellos zugute kommen, bei einem schlechten reicht sie aber eben nicht aus, und ein guter macht den mangel durch einfühlungsvermögen wett. vor allem besteht eine rolle ja nicht nur aus "homo oder hetero" (wenn sie das tut, ist das einer der eben genannten fälle eines schlechten drehbuchs). entscheidender ist doch eher, ob der schauspieler an sich dem typen entspricht, den das drehbuch vorsieht.

    ich stimme dir zu, dass diskriminierung innerhalb des filmgeschäfts ein problem ist, nicht aber darin, dass die lösung darin bestehen kann, alle queeren rollen nur mit schauspieler_innen der jeweiligen sexuellen identitäten zu besetzen, die die figuren vorsehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#29 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 18:32h
  • Antwort auf #28 von ursus
  • Wenn es in einem Film darum geht, Homosexualität darzustellen, bin ich dafür, Homosexuelle einzusetzen und nicht auf Heteros auszuweichen.
    Und mein Beispiel mit dem Film ''I will dance'' wird Homosexualität als was ablehnungswürdiges dargestellt. Das ist nicht positiv, sondern negativ.
    Wenn das negative dokumentarisch dargestellt werden soll, muss darauf hingewiesen werden. Dann muss die Rahmenhandlung positiv sein. Und das ist speziell in dem Film nicht der Fall.
    Homosexualität wird in dem Film als was negatives transportiert.

    Und das müssen wir nicht toll finden!
    Sorry, da bin ich konsequent - ich kann sowas nicht leiden, weil es schlussendlich diskriminierend ist.
    Wenn ich Schauspielerin wäre, wieso sollte ich dann einen Schwulen spielen? Verstehst du wie blöd und irrsinnig das ist?
    Nur mal so als Vergleich zu der Realität, weshalb man Heteros für Hauptrollen in Homo-Filmen einsetzt.
    Da wird die sexuelle Orientierung einer Menschengruppe systematisch ausgeschlossen.
    Meistens sind die Regisseure Hetero und filmen die Szenen so wie sie sich das vorstellen - heteroerotisch.
    Dementsprechend schlecht sind dann diese Filme, in denen es ja um Homosexualität geht. Das alleine ist schon widersprüchlich. Und wenn man als Homosexuelle/r diese Filme schaut, vergeht einem das Interesse sehr schnell!

    Und ich bin der Meinung: wenn ein Film Homosexualität als Thema hat, als Haupthandlung, dann müssen diese Rollen entsprechend realistisch besetzt werden.

    Wenn es um andere Themen geht: um Kriminalität, um einen Beruf, um Freundschaft, etc, dann ist die Besetzung der Schauspieler tatsächlich egal.
    Aber wenn das Thema des Films Homosexualität ist, dann bitte ich die Filmindustrie, Homosexuelle für diese Rollen spielen zu lassen.

    Mal ein übertriebenes Beispiel, um deutlich zu machen, worum es geht:
    Wenn ich in ein indisches Restaurant gehe, muss ich damit rechnen, dass die Inhaber ebenfalls indisch sind und indische Kellner und Bedienungen haben. Und logischerweise ist dann auch das Essen indisch.
    Ich würde mich beschweren, wenn da jemand käme und sagte: ''Oh, BuntundSchön ist eine Deutsche, wir sorgen dafür, dass sie von Deutschen bedient wird und deutsches Essen erhält.'' Meine Antwort wäre dann: ''Entschuldigen Sie bitte, ich hatte mich bewusst für das indische Restaurant entschieden. Ich möchte selbstverständlich von den indischen Angestellten bedient werden und selbstverständlich möchte ich hier, im indischen Restaurant, indisch essen.''

    Ist jetzt übertrieben, aber verstehst du, was ich meine?

    Wenn eine Filmcrew oder ein Regisseur entscheidet, einen Film über Homosexualität zu drehen, dann sollen sie bitte bei der Wahrheit bleiben und verdammt nochmal Homosexuelle für diese spezifischen Rollen einsetzen! Wenn es um Homosexualität geht, möchte ich da keine Heteros sehen.
    Das ist kein Vorurteil und auch keine Beleidigung von mir, sondern ich zahle für diesen Kinobesuch und möchte das sehen, was ich bezahlt habe.
    Wenn ich Pizza bestelle, möchte ich Pizza essen und keinen Döner! Wenn ich Schokolade essen möchte, kaufe ich Schokolade und keine Banane!

    Und so ist es auch bei diesen Filmen:
    geht es um Homosexualität, dann möchte ich da homosexuelle Schauspieler sehen.
    Wenn die Filme ein anderes Thema haben, zum Beispiel Kriminalität, dann ist es mir wurst, wer da spielt.

    Und ganz speziell bei Filmen, wo es um Homosexualität geht, da können nur die wenigsten Hetero-Schauspieler authentisch spielen. Das ist ein Fakt. Diese Filme sind von Heteroerotik geprägt. Es wird meistens als nicht ernstzunehmende Flirterei gezeigt, als phantasievolle Affäre.
    Ich bin schon mehrmals im Kino gewesen, als die ''lesbischen'' Filme gezeigt wurden (gibt es immer noch). Es war furchtbar. Alle Filme, ohne Ausnahme, hatten ein negatives Ende. Entweder war die Partnerin Hetero und die entschied sich dann logischerweise später für einen Hetero-Mann, oder eine Partnerin starb an einer Krankheit. Das sind bei solchen Filmen meistens das Ende.
    Wenn ich nun jedes Mal solch einen Film anschaue, was für ein Gefühl hab ich dann nach drei Jahren??
    Verstehst du, was ich meine?

    Ich weiß genau, dass es auch im realen Leben passiert, dass eine Liebe zuende gehen kann. Aber das ist nicht ausschließlich der Fall. Es gibt genauso viele positive Beispiele. Ich möchte bei solchen Filmen die Realität sehen und nicht unterschwellig belehrt werden, dass Homosexualität ja keine Aussicht hätte!
    Und ich möchte bei Filmen, wo es um Homosexualität geht, homosexuelle Schauspieler sehen.

    In diesen speziellen Filmen ist es berechtigt, sich die Schauspieler auszusuchen und tatsächlich auf die sexuelle Orientierung zu achten. Damit der Film authentisch wird.

    Wenn ich einen Film über Magersucht drehen möchte, suche ich mir dafür nicht die dickste Person der Welt!
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#30 ursus
  • 04.10.2017, 19:00h
  • Antwort auf #29 von BuntSchoen
  • "Und mein Beispiel mit dem Film ''I will dance'' wird Homosexualität als was ablehnungswürdiges dargestellt."

    das habe ich vollkommen anders wahrgenommen. und nicht nur ich.

    ich habe wirklich verstanden, dass du homosexuelle rollen mit homosexuellen schauspieler_innen besetzt sehen möchtest. das hast du inzwischen ca. zehn mal in anderen worten wiederholt, ohne wirklich ein neues argument dafür zu bringen.

    dann sieh es halt so. mich überzeugt das nicht. lassen wir es so stehen.
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#31 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 19:15h
  • Antwort auf #30 von ursus
  • Ich hatte diesen Film in meiner Jugend gesehen, und kaufte die DVD vor zwei Jahren.
    Als ich ihn vor zwei Jahren wieder sah, ist mir klar geworden, wie negativ da die Homosexualität projiziert wird. Und ich bin nicht die einzige, die das so erkennt. Auch meine Freunde waren nicht begeistert, und ich sah die DVD mit meinen Hetero Freunden.

    Mir geht es auch nicht darum, neue Argumente zu bringen.
    Ich habe dazu meinen persönlichen Standpunkt und erlebe durch meine Partnerin hautnah, wie diskriminierend die Filmindustrie immer noch ist.
    Dazu brauche ich keine neue Argumente, sondern es wird Zeit, dass sich auch die Filmindustrie der menschlichen Vielfalt anpasst und nicht was suggeriert, was es vielleicht in der Fantasie gibt, aber nicht in der Realität!

    Und wie lange ich hier schreibe, bleibt mir überlassen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #30 springen »
#32 aaaaAnonym
  • 04.10.2017, 19:22h
  • Antwort auf #29 von BuntSchoen
  • FunFakt: Es gibt sogar Menschen die spielen anderen ihr gesamtes Leben lang erfolgreich eine sexuelle Orientierung vor, die sie real gar nicht haben. Kann das in der Realität mit dem Gewicht ebenso funktionieren? - Natürlich nicht. Und darin liegt dann auch der sachliche Unterschied.
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#33 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 19:39h
  • Antwort auf #32 von aaaa
  • Du kennst dich mit diesem Thema nicht so aus wie ich. Oder hast du einen Partner, der Schauspieler ist??

    Von dir brauche ich keine Erklärung - ich erlebe es täglich hautnah.

    P.S.: ich kenne dich nicht, wer bist du eigentlich? OutAndProud?
    Alias Frust, Nachgefragt,.... etc.??
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#34 FrustAnonym
#35 BuntSchoenEhemaliges Profil
#36 ursus
#37 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 20:21h
  • Antwort auf #36 von ursus
  • Hatte ich geschrieben, dass ich mit dir eine Diskussion wollte?
    Ich schreibe hier, weil ich etwas mitzuteilen habe, und zwar an die Filmindustrie. Bei diesem Artikel geht es mir nicht darum, neue Argumente zu bringen.
    Sondern mir war es wichtig, berechtigte Kritik auszusprechen. Ich nannte, was mich störte.

    Das hat mit dir absolut gar nichts zu tun, tut mir leid, dass ich dir da keine weitere Aufmerksamkeit geben kann!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #36 springen »
#38 BuntSchoenEhemaliges Profil
#39 ursus
#40 UnbuntAnonym
#41 UnschönAnonym
#42 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 22:22h
  • Antwort auf #40 von Unbunt
  • Hallo OutAndProud,
    Ja, solange es Artikel gibt, die zu diesem Thema passen, äußere ich mich dazu.

    Und nun eine Frage an dich:
    Weshalb fühlst du dich persönlich angegriffen, wenn ich mich kritisch zur Filmindustrie äußere?
    Wieso verbindest du das mit dir?

    Ich schrieb hier das, was mich störte. Und dafür muss ich mich bei dir garantiert nicht rechtfertigen!
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#43 BuntSchoenEhemaliges Profil
#44 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 04.10.2017, 22:30h
  • Antwort auf #40 von Unbunt
  • Übrigens macht es ja auch ''total Sinn,'' einen Artikel bei queer.de über einen Film zu schreiben, wo ein international bekannter Schauspieler, von dem bekannt ist, dass er hetero ist, einen verklemmten Schwulen spielt.
    Kommt bei den echten Homosexuellen nicht gut an.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#45 NachfrageAnonym
#46 TheDudeEhemaliges Profil
  • 05.10.2017, 06:14h
  • Oh man. Es ist schon wieder sehr frustrierend, zu sehen, was hier für eine dumme und naive Diskussion geführt wird...

    Anyway...Ich freue mich auf die Miniserie mit zwei tollen Schauspielern.
  • Antworten » | Direktlink »
#47 BuntSchoenEhemaliges Profil
#48 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 05.10.2017, 08:00h
  • Antwort auf #46 von TheDude
  • Dumm ist nur, wenn man nicht bemerkt wie die Filmindustrie mit Homosexualität umgeht.
    Und wenn man dann denkt, man könne ja eh nichts tun.

    Aber in Deutschland ist es mittlerweile Mode geworden, ''bloß nichts zu kritisieren.'' Immer schön geduckt bleiben und zu allem den Kopf nicken.
    Wenn was dumm ist, dann das.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #46 springen »
#49 BuntSchoenEhemaliges Profil
#50 stromboliProfil
  • 05.10.2017, 14:21hberlin
  • Antwort auf #44 von BuntSchoen
  • Was dein "kunstverständnis" anbelang, mag der ansatz glbt* anteile in der heteronormativen filmindustrie einzuklagen ja verständlich sein.. aber die machart wie bei dir kunst definiert wird, ist doch recht kleinbürgerlich..

    Wenn schon mal über die eingeforderte "selbstdarstellung" gesprochen wird, muss man dann auch fragen, ob gbtl* -darsteller in der lage sein können, heterorollen zu spielen, wenn nach deiner aussage heteros keine gbtl* rollen spielen können...
    Also im umgekehrten sinne angedacht, dein argument hierzu von dir einfach mal wieder nur kurz reflektiert wurde...
    Was deinen überschäumend wohlgemeinten rückschluß erklärt.

    Und wer sich an den von dir zitierten film "billy Elliot" erinnert, kann an der szene keinen unterschied herausfiltern, wäre die rolle von einem schwulen schauspieler vorgetragen worden..
    Zum einen ist die figur in keinem zusammenhang als schwul gedeutet, sondern als einen, in einem heteromiefigem bildungs & kunstfeindlichen umfeld aufwachsenden jugendlichen.
    Was uns darauf hinweist: gleichgeschlechtlich sein bedeutet nicht automatisch auch kunstbegabt oder kunst-kenntnisreich zu sein. Was beim deuten von spezifischen insbeonder ichbezogenen inhalten tatsächlich capriolen schlägt.

    Es ging um die verinnerlichte homophobie welche auch im metier balletttanz durchaus vorhanden ist., Welches im blick schöngeistiger ballettliebhaber als ein durchaus homophiles millieu missdeutet wird...
    du weißt schon.. nurejew und so.

    Der junge selbst nicht als homosexuell zu deutende person angelegt ist.. was heißt, er ist wohl hetero oder allenfalls bi, was sein sexuelles anbelangt.
    Aber ist selbst dies von belang? Ist nicht schon der versuch , aus den väterlich vorgegebenen heteronormativen rollen ausbrechen zu wollen ein durchbruch.
    Und den stellt der junge darsteller ungemein anrührend dar!

    Ich hab mich selbst hier im thread in eine interpretation aus der erinnerung befeuert hineingesteigert, die mir widerlegt wurde..
    Hatte in die figur die Grant in Florence forster Jenkins spielt, eine homosexuelle komponente hineingedeutet. Statt dessen blieb ich bei der a-sexuellen beziehung hin zu einer frau gedanklich hängen.
    Der musikbegleiter hingegen ist eine den damaligen zeiten angelehnte homosexuelle figur.
    Vieleicht freudsche eingleisigkeit. Aber mal so besehen, wäre die figur von Grant im film in meinen augen homosexuell intendiert , seine darstellung ebenso gelungen dargestellt gewesen wäre, weil er das zwischenspiel beherrscht. Und darauf hätte es hier ankommen sollen.. die fähigkeit des einzelnen ( schauspielers, autor, ressigeur, uns bilder sichtbar zu machen, die beim zuschauer assoziative reaktionen hervorrufen.

    Im umkehrsinn dann die homophobe szene in billy elliot dann ebenso gelungen ist.. ; zeigt sie doch den weitreichenden destruktiven einfluß homophober indoktrination in unser gesamtwesen auf..
    Selbst bis in eines als allgemein homofreundliches metier gesehenes tanzballett, als ausdruck dezidiert hervorgehobener männlichkeit/weiblichkeit mit ausdrücklicher homoerotik bezüglich beider geschlechter , in bewegung und ausstattung.
    So besehen die szene ein dramaturgischer griff, die vorhandenen ängste eines aus einer engen umwelt kommenden hin in eine sich erweiternde, als in wandlung stehend sichtbar zu machen.
    Dazu braucht es weder eines heterosexuellen , noch eines homosexuellen schauspielers, um die beabsichtigte wirkung beim zuschauer zu bewirken..
    Immerhin, selbst du hast wahrgenommen das da was nicht mehr mit dem zuvor übereinstimmt.. auch im dramaturgisch uns abstossenden beispiel...

    Was ankommt aber ist bei dir nicht die in wandlung andeutende szene, sondern das plakative dich treffende. Die auf sich bezogen getroffen fühlende.
    Wahrgenommen durch deine bunt&schön villa kunterbunt filterbrille.
    Ich bin nicht für happy end produktionen , weder im film noch sonst wo.
    Mich und viele andere hier interessiert was sich bewegt, was sich ändert.
    Dazu müssen auch die hinführenden brüche und widerstände gezeigt werden.

    Insofern glaub ich nicht, das viele an deiner seite den von dir kolportierten kitsch goutieren der in deinen vorstellungen dich und "uns in ein dir gerechtes bild stellen...

    Und wohin kämen wir, ohne ein wenig drama!
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#51 ursus
  • 05.10.2017, 15:11h
  • Antwort auf #50 von stromboli
  • "ob gbtl* -darsteller in der lage sein können, heterorollen zu spielen, wenn nach deiner aussage heteros keine gbtl* rollen spielen können..."

    eine interessante frage, wie ich finde.

    ich möchte vermuten, dass es viele heteros gibt, die sich mit "schwulen fragen", also z.b. mit dem gefühl des grundsätzlichen "nicht-dazugehörens" und abgewertet-werdens, nicht-mitgedacht-werdens usw. sowie mit den besonderheiten der schwulen subkulturen und des schwulen "habitus" selten bis nie beschäftigen. es gibt immer noch viele (im schauspielbetrieb vielleicht nicht ganz so viele), die gar keinen (bewussten) kontakt zu schwulen männern oder schwulen lebenswelten haben.

    umgekehrt haben wir schwulen aber alle kontakt zur hetero-welt, und zwar ununterbrochen. da mag es hier und da ebenfalls ein gefühl des nichtverstehens und fremdseins geben, aber wir wissen doch insgesamt alle recht gut, wie "die heterowelt" tickt. wir beobachten sie permanent und oft im klaren bewusstsein der unterschiede.

    ich glaube deshalb, dass man das nicht einfach so umkehren kann. es gibt da ein eindeutiges informations-gefälle: wir sind den heteros viel fremder als die uns.

    das alles hindert einen guten heterosexuellen schauspieler aber eben nicht daran, zu recherchieren, sich einzufühlen, ihm bekanntes im ihm fremden zu finden und glaubhaft darzustellen. ich glaube immer noch nicht, dass eine schwule rolle nur von einem schwulen schauspieler wirklich gut gespielt werden kann.

    dem rest deines kommentars stimme ich vollkommen zu.
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#52 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 05.10.2017, 15:32h
  • Antwort auf #50 von stromboli
  • Den Film ''I will dance'' mit dieser speziellen Szene, finde ich grundsätzlich homophob und sollte erst gar nicht in einem Film auftauchen.
    Ich habe deutlich gemacht, was ich von dieser Szene halte.
    Also bitte meine Worte nicht im Mund herum drehen.

    Und ich bin nicht überschäumend, sondern konsequent an dieser Stelle. Ich erfahre es durch meine Partnerin und es ist diskriminierend, wie die Filmindustrie mit Homosexualität umgeht.

    Und meine Meinung äußerte ich bereits:
    Wenn in einem Film Homosexualität dargestellt werden soll, bitte ich die Filmindustrie, Homosexuelle Schauspieler einzusetzen, um den Film authentisch zu transportieren. Und zusätzlich dafür zu sorgen, dass Homosexuelle nicht benachteiligt werden in der Auswahl der Schauspieler, des Filminhalts, und des Honorars.
    Ob du das verstehst oder nicht, musst du wissen.
    Ich schreibe hier, weil ich bei meiner Partnerin erlebe, wie negativ die Haltung der Filmindustrie gegenüber Homosexuellen ist.

    Nochmal zur Wiederholung:
    Das hat mit euch Kommentatoren gar nichts zu tun, sondern ich spreche die Filmindustrie an.

    Ob du das stehen lassen kannst, ist auch deine Sache, nicht meine!
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#53 stromboliProfil
  • 06.10.2017, 10:58hberlin
  • Antwort auf #52 von BuntSchoen
  • "Den Film ''I will dance'' mit dieser speziellen Szene, finde ich grundsätzlich homophob und sollte erst gar nicht in einem Film auftauchen."
    Das ausblenden von realität ist kein weg sich mit ausgrenzung, benachteiligung oder gar verfolgung auseinander zu setzen!
    Das ist die gedankliche villa kunterbund, die deine beiträge insgesamt durchziehen.. konfliktbereinigung nach deiner art.. widewidewitt.

    Und natürlich bist du überschäumend weil vieleicht das anliegen deiner partnerin ( farbig-lesbisch schauspielerin..) dir in diesem zusammenhang am herzen liegt.
    Schreib ein drehbuch hierüber.. mach so die dir und deiner cla* freundin nachteilige unsichtbarkeit sichtbar.
    Das wäre konstruktiv.

    "Wenn in einem Film Homosexualität dargestellt werden soll, bitte ich die Filmindustrie, Homosexuelle Schauspieler einzusetzen, um den Film authentisch zu transportieren."

    Dem wäre nichts entgegen zu setzen.. ausser, dass man zuerst einmal dafür sorgen müsste, dass gleichgeschlechtlich-bi&transsexuelle themen einen quotenplatz erhalten, auf dem aufbauend dann auch gbtl*schauspielende ihnen entsprechende rollen einnehmen.

    Solange aber ein gleichgeschlechtliches thema nur ca. 7% der mainstreaminhalte erfasst, ist die besetzuing einer gleichgeschlechtlichen rolle mit einem gleichgeschlechtlichen als sichbarmachungseffekt letztendlich selbstreferentielle schaumschlägerei.

    Anderes beispiel: "liberace" mit M.Douglas& M.Damon..
    Beide heten spielen ein schrilles tuntenpaar..
    Sie überziehen dabei nicht mal im cliché auf kosten hetzeronormierter vorstellungen von schwulem leben.., sondern sind sorgsam bemüht den dargestellten figuren ihre würde zu belassen.
    Aber es ist auch ein film Über clichés im negativen sinne...
    Also der tunte, dem hysterischen, dem abgespreizten finger ; dem pomp, dem drama...etc... .
    Wäre es "glaubwürdiger gewesen, diese rollen von homos darstellen zu lassen?
    Oder hätte man sie nach deinem dafürhalten SO NICHT DARSTELLEN DÜRFEN...

    Anderes beispiel Brokeback Mountain; hätten Heath Ledger und Jake Gyllenhaal durch schwule schauspieler ersetzt werden müssen, um deinem anspruch an authentizität genüge zu tun.

    Hinter allen deinen forderungen stehen formalien.. die sich auch dann nicht lösen , wenn du deine sicht der authentizität umsetzen würdest.

    Mich ärgert auch , wenn ich nach abdreh dann die set-berichte höre..,
    ob sich mann bei mann küsst mann/ frau küsst frau vor scham auf die zunge gebissen hat, oder es doch einfach nur ein filmkuss war.
    Aber das ist auch klappern das zum handwerk heterosexistischer verkaufsstrategien gehört.
    Hier endlich eine selbstverständlichkeit einfordern ,die solche selbstgeständnisse überflüssig macht, wäre mehr konstruktiv und zukunftsorientiert.

    Es ist schlussendlich wie im alltäglichen,, z.b. frauenpolitik & quotenanspruch.. wenn hinter der verteilungsquote aber auch nur mittlemaß steckt, nützt die ganze anstrengung hin zu einer neuen politik keinen deut.

    Es bleiben plakative umwandlungen, ohne an den kern des themas zu gelangen.
    Da schau ich lieber einen gut gemachten film mit widersprüchen und gegengesetzen schauspielern an, als einen film, banal plätschernd "politisch korrekt" mit netten entsprechend ihren rollen besetzten schauspielern und last but not least, ergreifenden inhaltsbeschreibungen zu unserem regenbogendasein.
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#54 stromboliProfil
#55 BuntSchoenEhemaliges Profil
  • 06.10.2017, 16:42h
  • Antwort auf #54 von stromboli
  • Bingo, du hast den Überblick verloren.
    Du kannst einen Kommentar nicht stehen lassen und beißt dich daran aus!

    Wenn ich gegenüber der Filmindustrie eine Kritik ausspreche, hat das erstens mit dir null komma nichts zu tun, zweitens ist das meine persönliche Meinung, die aus persönlicher Erfahrung beruht, und drittens: wie ich Hugh Grant als Schauspieler finde, darüber hatte ich noch gar nichts geschrieben.

    Aber, siehe da, die Mäuler werden aufgerissen, und interpretiert, dass es nur so knallt!

    Es ist ausschließlich meine persönliche Meinung. Aber es wird ein regelrechtes Drama daraus gemacht.

    Wenn du diesen Film toll findest, alles klar.
    Ich werde daraus kein Drama machen wie du.
    Mir gefällt das nicht, und das ist eine ebenso berechtigte Meinung.

    Du machst dich selbst zum Oberaffen hier.
    Das ist dein Problem, nicht meines!

    Und lass mich bloß ab sofort in Ruhe! Deine Dummheit musst du woanders loswerden.
    Bei mir nicht mehr!
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#56 FrustAnonym
#57 Hannibal LektorAnonym
  • 06.10.2017, 17:41h
  • Antwort auf #55 von BuntSchoen
  • Hattest du dich nicht grade vorhin in einem anderen Thread über das Verhalten mancher User hier beschwert: "Ich werde Kind und Mädchen und dumm genannt"?

    Und knallst jetzt deinem Gesprächspartner an den Kopf "Deine Dummheit musst du woanders loswerden"? Dem selben Gesprächspartner, den du heute in einem anderen Thread bereits als "Kind" tituliert hast? Und selber redest du immer wieder andere User als "Bursche" an?

    Manchmal hilft ein Blick in den Spiegel. Der kann nämlich verhindern, dass man sich lächerlich macht.
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#58 stromboliProfil
#59 TheDadProfil
#60 TheDadProfil
  • 06.10.2017, 22:47hHannover
  • Antwort auf #2 von Patroklos
  • ""Das habe ich mir bei Götz George auch gefragt, als er 1998 im Film "Das Trio" einen schwulen Ganoven und vor zwölf Jahren im Film "Der Totmacher" den schwulen Serienmörder Fritz Haarmann spielte.""..

    Vor 12 Jahren ?
    Erst unlängst verrechnest Du dich beim Alter des Opfers..

    Jetzt merkt man wieder, wie sehr Du doch in der Vergangenheit lebst..
    Der Todmacher ist aus dem Jahr 1995 !
    Und damit 3 Jahre älter als "Das Trio"..

    de.wikipedia.org/wiki/Der_Totmacher
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#61 stromboliProfil
#62 TheDadProfil
  • 06.10.2017, 22:58hHannover
  • Antwort auf #10 von BuntSchoen
  • ""Nö, du hast nicht verstanden, wovon ich spreche.""..

    "schreibe"..

    Und immer haben die Anderen nicht verstanden ?

    Die Darstellung eines verklmmten Schwulen in einem Film basierend auf einem historischem Roman der in der viktorianischen Zeit Englands spielt, und den Du sicher auch nicht gelesen haben wirst, weil wer kennt schon E.M.Foster, ist dann also "keine realistische Darstellung der Homosexualität" ?

    Ich empfehle das Buch zu lesen, den Film zu schauen, UND DANN ein Urteil darüber zu fällen ob man Hugh Grant derlei schauspielerische Qualitäten zugestehen muß..

    ""Ein Hetero Schauspieler weiß zu wenig über unser Leben und womit wir ständig konfrontiert werden.""..

    Über Deines sicher..
    Aber deshalb nicht unbedingt über das Leben von LGBTTIQ*-Menschen..
    Die sind ja auch im Show-Biss so selten vertreten..

    Du schließt hier aus eigenen Erfahrungen auf andere Lebenswirklichkeiten, und bastelst Dir daraus Vorurteile..
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#63 TheDadProfil
#64 TheDadProfil
  • 06.10.2017, 23:04hHannover
  • Antwort auf #18 von BuntSchoen
  • ""Und nochmal zur Wiederholung: ich halte tatsächlich nichts davon, wenn Heteros Homo-Rollen erhalten!""..

    Es gibt diverse sehr gute Schauspieler*innen die sehr überzeugend Menschen mit anderen Sexuellen Identitäten dargestellt haben..

    Am überzeugendsten fand ich da Eva Mattes in der Rolle des Rainer Werner Fassbinder..
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#65 TheDadProfil
  • 06.10.2017, 23:07hHannover
  • Antwort auf #20 von Hannibal Lektor
  • ""Außerdem finde ich es befremdlich, dass du ausgerechnet einen Film wie "Billy Elliot - I Will Dance" als Beispiel für eine negative Darstellung von Homosexualität anführst. Denn m.E. ist dieser Film - vor allem seine Schlussszene - in Bezug auf die Akzeptanz von Homosexualität ausgesprochen integrativ und "versöhnlich". ""..

    Äh ?
    In dem Film geht es gar nicht um "Homosexualität", sondern um Homophobie..

    Billy ist gar nicht Schwul, er will nur lieber Tanzen als Boxen, und das trotzdem sein Vater und sein Bruder Tanzen für "schwul" halten..
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#66 TheDadProfil
  • 06.10.2017, 23:18hHannover
  • Antwort auf #29 von BuntSchoen
  • ""Ich bin schon mehrmals im Kino gewesen, als die ''lesbischen'' Filme gezeigt wurden (gibt es immer noch). Es war furchtbar. Alle Filme, ohne Ausnahme, hatten ein negatives Ende.""..

    Wer aus der seit über 30 Jahren laufenden Familien-Idyll-Serie "Lindenstraße" ist eigentlich noch mit seine*m Partner*in aus der 1.Folge verheiratet ?

    Deine Kritik ist hier nicht unberechtigt..
    aber sie richtet sich dann eher gegen die Auswahl der Geschichten, als gegen die Auswahl der Darsteller*innen..

    Bloß auch hier muß man dann differenzieren..
    Wenn die Geschichte in einem zeitlichem Kontext gelingen soll, muß es auch um zerbrochene Partnerschaften und verstorbene Partner*innen gehen, denn eine Geschichte wo alles immer nur Rosa-Rot zugeht gibt es nicht, und wenn würde das keiner im Kino/TV sehen wollen..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#67 TheDadProfil
  • 06.10.2017, 23:27hHannover
  • Antwort auf #33 von BuntSchoen
  • ""Du kennst dich mit diesem Thema nicht so aus wie ich. Oder hast du einen Partner, der Schauspieler ist??""..

    Ist das dann eine "Qualifikation" ?

    "Die Frau von" ?

    Schon vor sehr langer Zeit hat Reinhard Fendrich das mal als
    "promoviert am Standesamt"
    im Lied "Die feinen Damen" bezeichnet, und Georg Kreisler hatte die Zeile im Lied "Der General"
    ""die Zweite geht sogar mit einem Dokter..
    der wird sie einmal heiraten, so sogt er""..

    ""Von dir brauche ich keine Erklärung""..

    Fuß aufstampfen machts dramatischer, und mit Backförmchen schmeißen und dem Schäufelchen hauen eindrucksvoller..

    Du argumentierst hier immer noch ausschließlich von Deiner Erfahrungsseite her, und läßt keinerlei andere Betrachtungen gelten, was die Erfahrungen Anderer schlichtweg negiert und in Abrede stellt, denn nur die Bunte&Schöne weiß genau Bescheid..

    Komm mal runter von Deinem hohem Ross..
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#68 TheDadProfil
#69 TheDadProfil
  • 06.10.2017, 23:37hHannover
  • Antwort auf #52 von BuntSchoen
  • ""Den Film ''I will dance'' mit dieser speziellen Szene, finde ich grundsätzlich homophob und sollte erst gar nicht in einem Film auftauchen.""..

    Weil man die Lebensrealität eines vermutlich Hetero-Jungen der trotzdem anders ist und deshalb unter der Homophobie des Gewalttätigen Vaters und Bruders zu leiden hat nicht zeigen darf ?

    Kuck an..
    Wozu genau hast Du dir den Film noch mal angeschaut ?
    Und dann noch die DVD gekauft ?
    "Faszination des Ekels" ?

    Dann rennst Du bestimmt auch in die Musical-Version weil Elton John zu dieser Geschichte so "wundervolle Liedchen" geschrieben hat ?
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#70 Hannibal LektorAnonym
  • 07.10.2017, 08:56h
  • Antwort auf #65 von TheDad
  • Du erinnerst dich an die Schlussszene? Wo beim ersten Ballett-Soloauftritt des Protagonisten der schwule Freund von Billy, Michael, und dessen Lebensgefährte im Publikum sitzen? Die ist definitiv versöhnlich in Bezug auf die Akzeptanz von Homosexualität.

    Im Übrigen ist in dem Film weder Homophobie noch Homosexualität ein Hauptthema; insoweit stimme ich dir zu. Und nicht ich war es, die den Film in einen Zusammenhang mit Homophobie gestellt hat - sondern das war BuntSchoen.
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#71 stromboliProfil
  • 07.10.2017, 13:03hberlin
  • Antwort auf #56 von Frust
  • # 34
    .. einfach ignorieren.. wie wenn die person ständig hinterherschreibt. drehn wir den spieß mal um, sehen was da rauskommt:


    na ja, eigentlich auch mein handlungskonzept.. besonders wenn klar wird ,da mit einer persönlichkeit zu "reden", die offensichtlich ihre sprache nicht unter kontrolle hat.
    Aber es gibt auch grenzen!
    Bei mir hat sich eine nicht unbeträchtliche wut angesammelt, beim beobachten dieser geistigen tieffliegerin , die da durch das internet trampelt und alles an verständlichkeit ,logik und wirklicher emphatie hinter sich einreißt einen nicht unbeträchtlichen emotionalen flurschaden hinterlassend!.
    Da muss im eigenen wie im interesse der glaubwürdigkeit von queer.de ,doch mal ein wort ( kicher..selbstkritik!) gegengesetzt werden.

    Eigentlich ist es ein konflikt, der schon in den ersten tagen ihres auftretens hier auf queer.de auffiel.. eine übersteuerte befindlichkeit aus gekränkt sein, rechthaberei und flüssigem beiholen von "beweislagen" aus ihrem persönlichen oder nahem umfeld.. made in vielerfahrunggesammelthaben...
    Plus einem nicht unerheblichen teil an mobbingverhaltensmuster...
    "mit dir rede ich nicht, wer bist du schon, zu dumm um meine argumente zu verstehen.. " und das in pausenloser folge.

    Es durchzieht fast alle ihre beiträge.
    Sie verhält sich da auffällig wie ein HB frauchen.. immer gleich in die luft gehend.
    Dabei immer die linie fahrend: mit dir will ich nicht reden, ich kenn dich nicht/du mich auch nicht.. und überhaupt verstehen alle nicht was doch so eindeutig gesagt sein will.
    Die krönung allen diesen dann die ankündigung , ja nicht mehr angesprochen sein zu wollen.. dies im internet.
    Dabei wechselt sie schnell vom flapsig zum rotzlöffel.

    Ich betone diese worte, weil sonst kein anderer begriff hier zu passt.

    Ich hab schon sehr früh anfänglich vermittelnd versucht sie auf diese psychische präsenz hinzuweisen, die sie im umgang, anderen aufzuzwingen sucht..

    Ich hab anfangs vermutet hier einer jungen lesbe gegenüber zu stehen, die im eifer sich auch mal versteigt und die wortwahl nicht so auf die goldwaage legt.
    Aber peu à peu bekam auch ich mit, da geht ein ganz anderer geist um!

    Man muss nun inhalt von auftritt versuchen zu trennen..
    Schließlich ist nicht alles was da aus ihr heraussprudelt falsch.. eben nur oft unsortiert und unüberlegt!
    Mal altklug, mal infantil!
    Sie aber darauf hingewiesen ob ihres "saloppen stils, es bei ihr einen verfolgungsreflex auslöst.
    So "man werfe ihr vor zu trinken.. ,was eher aus einem ironisch -satirischen satz herauszulesen war, der da meinte, sie sei beim schreiben wohl von sich selbst betrunken gewesen, eine ironiosche phrase, mit der man wirres oder überdrehtes in einer satirischen ecke abzulegen sucht.

    Aber genau hier sind auch ihre schnittstellen dahin sichtlich , wo sie den text zwar liest, aber den inhalt offensichtlich nicht versteht.
    Das macht ihre hier vom zaun gebrochenen schlammschlachten erklärbar.., nicht entschuldbar!

    Deshalb nicht zu übersehen: das übersteigerte selbstwertgefühl das wie eine dampfwalze über inhalte hinweg rauscht.. sie steht da mit gott und der filmindustrie, mit dem richtigen homosexuellen in unmittelbar direktem kontakt.
    Was können da politische müßiggänger wie wir schon darüber sagen.
    Teilhabe an der initiation der neuen schwulenbewegung 1970-71 sagen nichts darüber aus , was ich von dem gewöhnlichen ( ich incl.!) homosexuellen weiß oder über ihn zu sagen habe.
    Wir haben da nur dannecker und praunheim vor augen und deren analytische aussage hierüber.
    Das würde den homosexuellen erfahrungsbereich abdecken.
    Darüber kann man streiten.

    Selbst meine mitarbeit in filmproduktionen, filmfestspiele berlin sowie 1974 dem ersten deutschen schwulen filmfest in ffm in der damaligen pupille, hilft mir da wenig, gegen soviel selbsteinschätzungsswillen eigene maßstäbe zu setzen.. wir sind ja alle naiv und duckmäuserich.
    Schließlich ist ja in diesem speziellen falle gar eine schauspielerin an ihrer seite, quasi als kronzeugin...
    "Du kennst dich mit diesem Thema nicht so aus wie ich. Oder hast du einen Partner, der Schauspieler ist??".
    Wer könnte da schon dagegenhalten!

    Sammeln wir mal ein paar eindrücke:
    ""Kommt bei den echten Homosexuellen nicht gut an.""
    will heißen, die gute erklärt sich zum echten homo oder uns, was der echte homosexuelle ist und denkt....
    Aber inhaltlich hat sie über den film billy elliott recht wenig sagen können.. ausser eben das er IHR HOMOPHOB VORKOMMT und heterofreunde ihr da beipflichten.
    Eine einzige szene bestimmt da ihr kunstgefühl...
    Nun: "von oper versteh ich jeden ton, meine schwester spielt grammophon! [ Georg Kreisler..]

    "Dumm ist nur, wenn man nicht bemerkt wie die Filmindustrie mit Homosexualität umgeht. "
    Nun haben wir hier nur auf B&S gewartet, um von ihr filmindustrie und deren umgang mit homosexualität erläutert zu bekommen..
    Natürlich gibt es auf queer.de keine :-)) vergleichbaren threads über film, in dem wir bei queer.de nicht über homopobie oder heterosexismus diskutiert hätten.
    Da haben wir nur auf fräulein neunmalklug gewartet.

    In dieser ihrer selbstbeschauung stimmt ja der retorische ansatz, obwohl sie die daraus herleitenden zusammenhänge nicht mehr überblickt. Da fehlt der theoretische wie wirtschaftliche unter & überbau.

    Die kritik an der "sichtbarkeit" des gleichgeschlechtlichen in film &fernsehen ist insofern richtig, dass man uns als aussenseiter vereinnahmt, nicht als gleichwertigen 50 zu 50% mitplayer.
    Und dies auch immer in szene, dialogen oder gesamtkonstrukltion rüberkommt.
    Quotenfüller allenfalls..

    Nun zeichnet sich ein wandel ab.. nicht aus gesellschaftspolitischer einsicht , sondern aus wirtschafts-markpolitischer spekulation heraus.
    Zwar fortschreitend, aber immer noch marginal im vergleich zu den heterosexuellen geschichtenerzählungen.
    Dies gilt zu ändern und einzufordern...
    Hierzu wäre gutes skript und gutes team erforderlich.
    Ein team, dass sich inhaltlich auch mit gleichgeschlechtlichkeit bisexualität oder eben transsexualität auseinander zu setzen versteht.

    So besehen hätte die diskussion nützlich sein können, statt sich in den deutungen heteronormativer gesamterwartungen bei einem schwulen projekt unterzugehen.
    Viele wege führen nach rom...
    Aber das war schon zu anfang von vielen seiten angesprochen...
    Nein, mädel hat ihren text im kopf.. , immer stur durch die wand.

    Zuviele fragen bleiben unbeantwortet weil B&S sich in ihren argmentationsschwanz verbeißend um ihre eigene denkachse dreht.

    Was weiß denn z.b. lesbische regisseurin über schwule befindlichkeit.. Sie ästhetisiert den schwulen mann in ihrer weiblich-lesbischen gesellschaftlichen wahrnehmung.
    Kann also lesbe gleich einen guten schwulen film drehen..
    Und sind gleichgeschlechtliche teams gleich auch die garantie für gleichgeschelchtliche "authentizität?
    Wollen wir nich tgleich B&S uns gerne in lieblichen glanz spiegeln, peace incl.
    Es gibt kaum nennenswerte gute beispiele hierfür!
    Ich mein, das gilt auch umgekehrt für den schwulen der über frauen nachdenkt..
    Dabei sind herausragende schwule regisseure wie Fassbinder, Ozon, Dolan, Almodóvar mit ihrem blick auf frauen doch schon wieder avangarde im deuten...
    Interessant auch, dass die sich nach anfänglicher beschäftigung mit dem eigenen- schwulen thema" , später dem der frauen zuwenden.
    Müssten aber frauenfilme nach der logik von B&S nicht entsprechend von frauen gedreht werden...

    Nun gibt es eine reihe interessanter filme die, zumindest soweit ich den schwulen filmmarkt überblicke, zwar gutmeinende ansätze hervor brachte, aber doch nicht wirklich alle erwartungen/hoffnungen erfüllten.
    Sie spiegeln eher das von S&B bevorzugte homomelodram; viel coming out und junger liebe mit positiver aussage.. seht her, wir sind wir ihr..
    Positiv in darstellung und message.
    "Weil das zeigt uns doch in einem positven bild."

    Das begründet sich auf der these, die nachwachsenden bräuchten unbedingt vorbilder, an denen sie sich orientieren, wachsen können.
    Wir haben seinerzeits KEINE vorbilder gehabt, an denen wir uns orientieren wollten; im gegenteil!
    Wir schufen uns selbst.
    Nicht immer gelungen, aber letztendlich wirkungsvoll!

    Brockeback Mountain...
    Auch ich hab darüber räsoniert, warum schwule geschichten immer im tod enden müssen..
    Aber es war in dieser zeit oft die dramaturgische realität.
    Und es ist aufgabe des filmes wie auch literatur etc. ,dies genauestens herauszuarbeiten...
    Auch wenns herzschmerz erzeugt und tränen kullern.

    Wir haben aber ja auch lustige beispiele,
    z.b. ein homophober topos über -kroatische slovenische (?) machos, die von schwulen locker aufgearbeitet wird.
    Leider der titel mir entfallen ..

    Oder dieser wunderbare film " Pride" aus thatchers england, über die streikenden minenarbeiter und ihre solidarischen homorebellen..

    Es ist also was in bewegung, lässt sich aber nicht mit quotendiskursen lösen, sondern mit qualität.
    Und die gilt es auch gegenüber dem gleichgeschlechtlichen künstler einzufordern.
    Stellt eurer können unter beweis, dann wird unsere kritik" ohne vorurteil sein.

    Es geht also auch um internalisierte vorurteile, die im thread seitens B&S zutsage treten.
    So geschehen, als ihr trotz allgemein gehaltenen zuspruchs, mit aufkommender kritik an ihrer einseitigen sicht auf die schauspielerei, der ganze schlamassel erst richtig losgeht.

    Man teilt ihre kritik an der industrie ; eine kritik die übrigens auch erst sehr spät eingeführt wird, als der thread schon aus dem ruder gelaufen ist..

    Aber der versuch das thema auszuweiten und unter berücksichtigung mehrerer beispiele auf die enge sicht der dame hinzuweisen , scheitert an ihren sichtlich beschränkten möglichkeiten, diskussionen durchzuhalten und anregungen aufzugreifen..
    Da wird ihr ständig eine hand hingehalten, beruhigende teilnahme gezeigt.. und rumpelstilzchen tobt!

    Das ist die von mir kritisiert posse mit dem ständig noch was hintendran hängen, um im thema mithalten zu können.
    Hier verliert sich die grundgute dann entgültig im niemandsland herbeigeholter vermutungen..
    "Und wenn du mir sagen möchtest, dass Hugh Grant schwul ist, dann lach ich los :-D Das zeugt dann von deiner Unkenntnis."
    Sie liest am thema wie an den geschriebenen inhalten einfach vorbei.. begreift offensichtlich auch nicht den inhaltlichen kontext oder ironischen witz..

    "ich hab ganz den überblick verloren..
    haben wir die homosexualität von ben whishaw genügend gewürdigt? "[stromboli ]
    sie:
    "Bingo, du hast den Überblick verloren.
    Du kannst einen Kommentar nicht stehen lassen und beißt dich daran aus!"

    Für manche muss man wohl noch eine texterklärung hinterher schicken.
    Nun bin ich nicht pädagogisch geschult, um hier den lehrer zu spielen.
    In einem stimme ich mit ihr im umkehrschluss überein:
    Sie kann einen Kommentar nicht stehen lassen und beißt dich daran aus!
    Aber soll ich so etwas noch ernst nehmen?


    Ich hab noch mal über die beratungsposse um&mit Sanotthe nachgedacht.
    ArmurPride hat da ja einen guten zusammenfassenden beitrag geschrieben, der so auch meinen beifall findet.
    Aber wir sollten zwei dinge nicht aus den augen verlieren:
    Solange wir in öffentlichen foren solchen beratungsunsinn hinnehmen ohne die "beratende person wirklich beim wickel packen und verbal durchschütteln und auf den boden zurück holen, werden gemoppt fühlende hals über kopf das forum verlassen.
    Diese ihnen aufgedrängte "fürsorge sollte uns vor augen führen, dass mit anschwellendem bocksgesang kinderlächeln und tiere drücken , eben noch lange kein pädagogischer fachpinsel uns lebenszusammenhänge erklärt.
    Und schon gar nicht der stuss den sie da als wiesen&wald-lebensrat angeboten hat..
    "peace.. sind wir in einer 70ziger endlosschleife versackt?
    Lernt man denn sowas heutzutsage in pädagogischen fachgruppen..
    Das ist doch tatsächlich nur kindergartengerecht.. schon in der grundschule müsste ein solches konzept auf den widerstand der heranwachsenden persönlichkeiten stoßen.
    Wo bleibt da die psychologische grundbildung, wenn solche beraterInnen pädagogisch auf die menschen losgelassen werden.
    Deutungen, die zudem so aufdringlich daherkommend, nur die bestätigung darüber bringen, dass da etwas beim ratgebenden selbst nicht koscher ist.

    Siehe der nachgetretene abschiedschmuß:
    "Hallo Sanotthe,
    Ich finde es schade, dass du dich hier abgemeldet hast.
    Es hätte mich gefreut, zu sehen, wie du dich öffnest und du dich hier jemandem anvertraut hättest."
    Ich wünsche dir alles Gute, und dass du auf dich selbst am meisten achtest. "

    Da wird der abschiednehmende vom abschiedsgrund ermahnt, auf sich aufzupassen..
    Mehr noch, er hätte ja dem abschiedsgrund sich "anvertrauen können.. wo die doch so gefühlsbetont vermeintliches ungemach bei Sanotthe entdeckte..

    Mehr an unreflektierter gefühlsreaktion lässt sich kaum schildern..

    Da ist wer in seinem universum der selbstbespiegelung gefangen..
    So es nur sie angeht ok; so sie dieses universum anderen überstülpt, eine reale gefahr.
    Es erklärt so auch die verzweifelten annäherungsversuche-kontaktaufnahmen hin zu mum/orthogonal.

    www.queer.de/detail.php?article_id=29796&kommeinzel=4769
    86


    Hier habe ich fatale das gefühl, einem herumhüpfenden mädchen zuzuschauen, wie sie die aufmerksamkeit ihrer erzieherin/ angebeteten idol zu erringen sucht. die ablehnung aber ignioriert wird..
    Im zweifelsfalle nennt man dies "stalking".
    Gut, dass müssen die beiden untereinander ausmachen.

    Für sich betrachtet natürlich ein kleines drama des nichtbeachtet seins..
    Nur interessant ist, mit welcher verbissenheit eine offensichtliche ablehnung ignoriert wird.
    Gleichsam als existiere der gegenüber nicht.

    So auch der dialog mit Sanotthe! Gleiches muster, ähnlicher abschluß.
    Nur das Sanitthe geht, mum bleibt.
    Ich erspare mir hier einen seufzer.. mum wird mich verstehen :-))

    Ursus rät uns und ihr , doch mal wieder die beziehungsmodelle auf ihre tauglichkleit hin zu überprüfen..
    Das ist richtig und für die glaubwürdigkeit von queer.de und seiner mitforisten ungemein wichtig.
    Immerhin stellen wir trotz widerpart einiger rechtsgewickelter mithomosexuellen, eine wichtigen links liberalen gegenpol in der auf uns zukommenden rechtsbewegung, der auch in unserer community längst fuß gefasst hat.
    Da gilt es eigentlich auch die einzubinden , die nicht in rechten -religions-konservativen worthülsen schreiben, selbst dann, wenn sie als individuelle persönlichkeiten, jeglichen sinn für abstraktion und gesamtanalyse vermissen lassen.
    Aber wie händeln... ohne sich selbst in seinen ethischen grundvorstellungen zu kastrieren.
    Da fallen gemeinsamkeiten und feindbildprojektionen ineinander.

    Auch der spruch : "der feind meines feindes ist mein freund " ,sollte für uns , kann für mich keine option sein!
    Ich meine, wir müssen uns mit solchen personen in unseren reihen herumschlagen...
    Ein grund mehr, ihr das ausscheiden langsam nahezulegen!
    Was sicher verweigert wird.

    Aber der vorschlag könnte der betreffenden person ihre grenzen aufzeigen, in deren sie von anderen wahrgenommen wird.
    Das will auch vermittelt sein...
    Da wäre ich denn bei der zweiten überlegung: schaffen wir uns ein dickes fell an gegen solche übergriffige mitforisten.
    Ich halte es da mit dem spruch: "wie die in den wald ruft, so schallt es wieder heraus!"
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#72 TheDadProfil
  • 07.10.2017, 23:41hHannover
  • Antwort auf #70 von Hannibal Lektor
  • "" Und nicht ich war es, die den Film in einen Zusammenhang mit Homophobie gestellt hat - sondern das war BuntSchoen.""..

    Zunächst war ich das, denn sie sieht den Film in einem Anflug von "romantischer Verklärung" nur als Plädoyer dafür den jungen zu akzeptieren..
    Der ist aber nach wie vor gar nicht Schwul, sondern nur Tanz-geil..
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#73 TheDadProfil