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Schwule Pool-Party im Zweiten Weltkrieg

Bei einer Wohnungsauflösung machte Geoff Story aus St. Louis einen Sensationsfund: Auf einer Filmrolle entdeckte er Aufnahmen einer schwulen Pool-Party im Jahr 1945.

In einer Zeit, als Homosexualität in den USA noch illegal war, sieht man Dutzende junge Männer, die ausgelassen miteinander Spaß haben und sich küssen. Sogar ein Soldat in Uniform ist in dem 25 Minuten langen Filmmaterial zu sehen.



Veranstalter der schwulen Pool-Party war St. Louis' Promifrisör Elvin "Buddy" Walton (1921-2009), der u.a. Präsidentengattin Eleanore Roosevelt und der Schauspielerin Ethel Merman die Haare machte.

"Diese Männer sind in ihren Zwanzigern, in der Sonne, schwimmend, als würden sie es immer so tun", sagte Story im St. Louis Public Radio. Der Film hinterlasse einen mit mit einem "süßen Schmerz", da man viel Glück sieht, aber von der Vergänglichkeit wisse. "Man kann es nicht glauben, dass es so lange her ist, und man kann es nicht berühren - es ist weg."

Gefunden hatte Story die Filmdose, die harmlos mit "Picnic" beschriftet war, bereits 1996 - doch erst jetzt hat er begonnen, die Aufnahmen zu digitalisieren. Zusammen mit der Produzentin Beth Prusaczyk plant er unter dem Titel "Gay Home Movie" einen Dokumentarfilm über das schwule Leben in den Vierziger- und Fünfzigerjahren und führt dafür zurzeit Interviews mit Freunden und Angehörigen der im Film gezeigten Männer durch.

Der Film werde "ein breites Spektrum von Menschen auf einer sehr tiefen Ebene" ansprechen, sagte Graden über das Material. "Wie stehen die Chancen, dass jemand diese Kanister mit altem Filmmaterial aufhebt? Es ist fast so, als ob diese Männer versuchen, aus dem Grab heraus mit uns zu reden." Besonders bewegt habe ihn der Moment, in dem in dem Film gegen Ende des zweiten Weltkriegs ein Soldat einen anderen Mann küsst. "Da liegt so viel Schönheit drin."

Mehr Infos zum Projekt gibt es auf einer eigenen Homepage. (mize)



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#1 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
  • 21.01.2018, 11:06h
  • Echt interessant :-)
    Aber trotzdem tun sie mir auch leid, weil sie nicht einfach so leben konnten wie sie sind.
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#2 stromboliProfil
  • 21.01.2018, 11:30hberlin
  • Antwort auf #1 von BuntesUSchoenes
  • "Echt interessant :-)"..
    Dass ausser einem deiner beigefügten smileys und einem bedauernsanhang ist schwule historie dir nicht wert.
    Natürlich bedauert man das fehlen von freiheiten..
    Aber die bilder zeigen wiederum, die leute liesen sich davon auch nicht einschüchtern.

    Wenn wir beim posten nur mal uns auf das wesentliche konzentrieren würden ,statt ständig allgemeinheiten abzusondern, wäre auch die begegnung mit sochen bildern und der sich dort ungetrübt zeigenden lebensfreude auch für den hier lesenden ein ungetrübtes erlebnis..
    So :-( !
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#3 Farhan Abdul-SaburAnonym
#4 Homonklin44Profil
  • 21.01.2018, 13:28hTauroa Point
  • Vielleicht zeigt uns das in eindrücklicher Form, wie bedeutend es abhängig von der Zeit und Umständen sein kann, eine Privatsphäre haben zu können, und wenn es nur ein Refugium auf privatem Gelände ist, in welchem ein normales Leben möglich bleibt.

    Heute lacht man über Privatsphäre oder kippt sie in die Öffentlichkeit.

    Zeiten ändern sich.
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#5 BuntesUSchoenesEhemaliges Profil
#6 anonymousAnonym
  • 22.01.2018, 08:17h
  • Antwort auf #4 von Homonklin44
  • Viel schlimmer noch. Im Namen der Sicherheit wird immer mehr Privatsphäre der Sicherheit geopfert. Noch lässt sich behaupten, Vollüberwachung mit Kameras im öffentlichen Raum dient der Aufklärung. Aber man merkt jetzt schon deutlich wie unsere Gesellschaft wieder konservativer wird und Fremdenfeindlichkeit wieder Hoffähig wird. Wenn sich der Trend fortsetzt sind die vielen Kameras im öffentlichen Raum und die ganzen Alexas und Webcams im Privaten das ideale Werkzeug um nonkonforme Refugien aufzuspüren und Konformität zu erzwingen.
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#7 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 22.01.2018, 10:13h
  • Antwort auf #6 von anonymous
  • "Wenn sich der Trend fortsetzt sind die vielen Kameras im öffentlichen Raum (...) das ideale Werkzeug um nonkonforme Refugien aufzuspüren und Konformität zu erzwingen."
    bitte vergiss nicht, dass viel mehr leute online, also öffentlich, ALLES und jeden scheiss freiwillig über sich hoch laden.
    anders als du, begrüße ich es, wenn kriminelle subjekte im öffentlichen raum nicht ohne weiteres anonym bleiben, wenn sie andere menschen ausrauben oder tätlich angehen.
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#8 schwarzerkaterEhemaliges Profil
  • 22.01.2018, 10:16h
  • bin ganz begeistert von so alten und authentischen aufnahmen. man kann so viel aus dem verhalten und der kleidung heraus lesen. bilder sagen eben mehr als 1000 worte.
    den entdeckern ist zu wünschen, dass sie die finanziellen mittel aufbringen, um den film fachgerecht zu restaurieren.
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#9 Homonklin44Profil
  • 22.01.2018, 15:04hTauroa Point
  • Antwort auf #6 von anonymous
  • Im öffentlichen Raum wiederum finde ich die Überwachungskameras hilfreich. das haben wir ja oft gesehen, wie präzise Bilder diese Kameras über Übergriffe und andere Straftaten liefern. Das hätten wir nicht zur Verfügung, wenn man die Technik nicht hätte.

    Schwierig natürlich, abzugrenzen, bis nach wo der öffentliche Raum gelten soll. Bis ins Schlafzimmer eher nicht, und wer sich Webcams anschafft, oder über Dritte zugängliche Üwa-Cams, die an einem System hängen, in das mnan sich einklinken kann, sollte sich vorher überlegen, woraus er sich da einlässt.
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