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Ein nicht-binäres Model für alle

Eine starke Message für alle genderqueeren Menschen: Auf den Covern ihrer Märzausgaben zeigen das britische Schwulenmagazin "Gay Times" und sein lesbisches Pendant "Diva" mit Rain Dove ganz bewusst dasselbe Model.

Die androgyne New Yorker Aktivistin, die bereits für "Vogue", "Elle" und "Cosmopolitan" vor der Kamera stand und sowohl für Herren- wie Damenmode modelte, identifiziert sich selbst weder als männlich oder weiblich. Unter dem Motto "Ich bin ich" kann Dove aber auch mit Klassifizierungen wie "nicht-binär" oder "genderqueer" nichts anfangen - ob man ihn als "er" oder "sie" bezeichnet, ist ihr egal. Als "Gender-Kapitalist" wolle er von den herrschenden Geschlechternormen einfach Profit schlagen.

Ein simultanes Cover einer Frauen- und Männerzeitschrift hat es in der Verlagswelt vermutlich noch nie gegeben. "Ich freue mich sehr, dass 'Diva' und 'Gay Times' zusammen stehen und klarmachen, dass Leute, die mit ihrer geschlechtlichen Identität nicht in das Mann-Frau-Schema passen, genauso anerkannte und geschätzte Mitglieder der LGBTI-Community sind wie alle anderen", erklärte "Diva"-Herausgeberin Linda Riley zur historischen Titel-Kooperation. "Gay Times"-Verleger James Frost nannte das New Yorker Covermodel die "Verkörperung dieser neuen Bewegung queerer Menschen".

Die Märzausgaben enthalten neben Interviews auch exklusive Fotostrecken mit Rain Dove - eine Auswahl der Bilder zeigen wir in der unten verlinkten Galerie. (mize)

Galerie:
Rain Dove (8 Bilder)

-w-

#1 demitranstrendyqueerAnonym
  • 21.02.2018, 05:28h
  • Meine Güte, müsste ihr jeden Blödsinn amerikanischer tumblr kids nachplappern? Tolle Botschaft für "nicht-binäre" "genderqueers"? Rain Dove ist ne androgyn aussehende Frau, die auf Geschlechterrollen und Schönheitsideale pfeift. Das nun supidupipseudohip als "non-binäre genderqueer" zu bezeichnen ist besonders schräg über einem Artikel, in dem Rain Dove selber aussagt, mit solchen albernen Begriffen nichts anfangen zu können.
    Diese ganze Trenderei nervt echt; langsam ist jeder Hetenboi transqueer, der sich mal'n Haarsträhnchen färbt.
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#2 remixbeb
  • 21.02.2018, 10:05h
  • "Unter dem Motto "Ich bin ich" kann Dove aber auch mit Klassifizierungen wie "nicht-binär" oder "genderqueer" nichts anfangen"

    Sehr angenehm, dass das mal jemand so klar sagt. Diese ewige "Verwissenschaftlichung" im Alltag geht langsam echt auf die Nerven.
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#3 demitranstrendyqueerAnonym
  • 21.02.2018, 15:15h
  • Antwort auf #2 von remixbeb
  • Du hast es ja schon in (ironische?) Anführungszeichen gesetzt, aber wieso überhaupt "Verwissenschaftlichung"?

    Dass gelangweilte social mediaites sich jeden Tag zehn neue Identitätskästchen à la "pansexual grey aromantic non-binary transqueer neutrois" ausdenken, um irgendwie special zu sein, hat ja mit WIssenschaft oder echter queer theory überhaupt nix zu tun. Und auch nicht mit Überwindung und Infragestellung von Labels, wenn man dafür hundert neue Labels braucht.

    Gepaart mit der neuen "wenn ich sage, dass ich was bin, bin ich das deshalb auch"-Ideologie aus Transtrenderkreisen einschließlich tautologischen Zirkeldefinitionen wie "'Mann' bedeutet, 'jeder der sagt, ich bin ein Mann' und 'Frau' bedeutet 'alle die sagen, ich bin eine Frau'" ist das so ziemlich das komplette Gegenteil von Logik oder Wissenschaftlichkeit.
    So zimmert man sich vielmehr im pseudoprogressiven Gewand eine absolutistische Ideologie zusammen, in der jede kritische Nachfrage unmöglich gemacht und als Feinschaft zurechtgetwistet wird.
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#4 remixbeb
  • 21.02.2018, 17:36h
  • Antwort auf #3 von demitranstrendyqueer
  • Du hast Recht. Allerdings gibt es eben Leute, die wirklich meinen, Sie seien jetzt "voll progressiv und gebildet", wenn sie dir die neueste Studie um die Ohren hauen und dich belehren, wie unreflektiert deine Äußerungen sind. Habe solche Exemplare auch bei der Arbeit. Deshalb habe ich das 'wissenschaftlich' rein gebracht.
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