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Eine Latte erregt München

Für sein Plakat zum Stück "Das ferne Land" mit zwei sich umarmenden Männern in Unterhose wird das Münchner Volkstheater heftig kritisiert - auch die Facebook-Zensur schlug zu.

Das Plakat sei pornografisch, verstoße gegen das Anstandsempfinden und würde die Moral "destabilisieren", hieß es laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" in wütenden Briefen an das Theater. Einige empörte Theatergänger sollen wegen der Latte, die man in einer Unterhose erahnen kann, sogar den monatlichen Flyer abbestellt haben. Schließlich löschte auch Facebook das Motiv als Verstoß gegen die "Gemeinschaftsstandards".

Das Volkstheater reagierte gelassen. "Wenn wir da das Denken der Betrachter ins Wanken bringen, haben wir alles richtig gemacht", erklärte die Pressestelle gegenüber der "SZ". Auf Facebook lud das Theater ein entschärftes Motiv hoch.



Das Stück "Das ferne Land" von Jean-Luc Lagarce (Regie: Nicolas Charaux) erzählt die Geschichte eines todkranken Schwulen, der nach vielen Jahren zu seiner homophoben Familie in der Provinz zurückkehrt. Premiere ist am 1. März.

"Louis ist krank und wird bald sterben", heißt es in der Ankündigung. "Mit seinem engsten Freund reist er nach vielen Jahren der Abwesenheit zurück in sein Elternhaus in eine Provinzstadt, um seiner Familie seinen baldigen Tod zu verkünden. Doch die Zeit ist in der Heimat nicht mit derselben Geschwindigkeit weitergeflossen wie für Louis. Und mit seiner Ankunft werden lang vergangene und noch präsente Konflikte wieder an die Oberfläche gespült: Seine Mutter, sein Bruder samt Frau und Kindern, seine jüngere Schwester – allesamt können sich nicht von der Vergangenheit lösen. Louis findet sich zwischen der biologischen Familie, der er in jungen Jahren entflohen ist – und der sozialen Familie von Freunden und Liebhabern, die er sich selbst gewählt hat, wieder."

"Längst Verstorbene treten auf – wie der Vater, Liebhaber und Freunde von Louis – und es erhebt sich ein polyphoner Gesang über das gelebte Leben aller, ihrer Kämpfe und Niederlagen, ihrer Erinnerungen und Abrechnungen, ihrer Geheimnisse, Geständnisse und unerfüllten Träume. Auf intime und bewegende Weise entblättert der Text das Leben, das die Figuren hätten Leben wollen, zeichnet ihr persönliches Scheitern nach und gibt Einblicke in die fragile menschliche Psyche aller – und in das Menschsein an sich." (mize)



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#1 PeerAnonym
  • 22.02.2018, 12:09h
  • Meine Güte...

    Jeder gesunde Mann hat ab der Pubertät regelmäßig Erektionen. Was soll daran so schlimm sein?
  • Antworten » | Direktlink »
#2 andreAnonym
#3 Provinz-WatchAnonym
  • 22.02.2018, 13:34h
  • Passt ins katholische Bayern. Aber die außereheliche Geliebte schwängern und Kinder vom katholischen Priester ungestraft missbrauchen lassen ...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 hommyAnonym
#5 andreAnonym
#6 JadugharProfil
  • 22.02.2018, 21:49hHamburg
  • Antwort auf #4 von hommy
  • Die Aufregung gibt es nur, wenn Männer vorkommen. Bei zwei Frauen werden Lobgesänge angestimmt, sogar wenn jedes Detail sichtbar wird.
    Man brauche nur die widerlichen Nachrichten von Yahoo-Nachrichten anschauen, wo jeder Po- und Busenblitzer von aufgegeilten Voyeuren in höchsten Tönen besungen werden. Kritische Kommentare hierzu werden gelöscht!
  • Antworten » | Direktlink »
#7 LucaAnonym
  • 23.02.2018, 14:17h
  • Cooles Plakat! Gratuliere dem Theater, Chapeu
    Wenn ich in München wäre hätte ich mir schon Karten besorgt
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#8 RobinAnonym