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Der erste Trailer zu "Anything" ist da!

Im neuen Kinofilm "Anything" spielt der schwule Schauspieler Matt Bomer die transsexuelle Sexarbeiterin Freda Von Rhenburg - die Besetzung der Rolle war sehr umstritten.

LGBTI-Aktivisten hatten kritisiert, dass erneut ein cis Mann für eine trans Rolle gecastet wurde - obwohl auch transsexuelle Kolleginnen wie Jen Richards vorgesprochen hatten. "Anything"-Produzent Mark Ruffalo begründete seine Entscheidung für Bomer mit der guten Zusammenarbeit im Film "The Normal Heart", zeigte sich aber auf Twitter zerknirscht. "Ich höre euch", schrieb er an die trans Community. "Es zerreißt mir das Herz, euch in diesem Schmerz zu sehen. Ich bin froh, dass wir gemeinsam darüber reden können. Es wird Zeit."

Der Inhalt des Films sowie der jetzt veröffentlichte erste Trailer sind immerhin vielversprechend: "Anything" basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Timothy McNeil, das der Regisseur für die Leinwand selbst adaptierte. Das Romantikdrama handelt von dem Witwer Early (John Carroll Lynch) aus dem tiefsten Mississippi, der nach mehreren Selbstmordversuchen von seiner Schwester nach Los Angeles geholt wird. Eines Tages klopft seine neue Nachbarin Freda an die Tür und fragt nach Zucker. Zwischen dem frustrierten Witwer und der zynischen Sexarbeiterin entsteht trotz ihrer komplett verschiedenen Hintergründe eine blühende Romanze, die im Umfeld auf Unverständnis stößt.

In den USA kommt "Anything" im Mai in die Kinos, ein deutscher Starttermin steht noch nicht fest. (cw)


-w-

#1 LenaAnonym
  • 11.04.2018, 10:20h
  • Was ist so schlimm daran, eine cis Person für die Rolle zu nehmen? Letztendlich ist es doch nur das: eine Rolle. Wenn man das ganze weiter führt, dass cis Schauspieler keine trans Rollen spielen dürfen; dürfen dann auch keine trans Schauspieler cis Rollen spielen? Darf ein Russel Crowe Robin Hood spielen? Er ist doch bestimmt gar nicht gut im Bogenschießen. Und ich bin mir sicher dass Hugh Jackman und Ian McKellen keine Superkräfte haben. Vielleicht hätte man da jemand anderen casten sollen?

    Das macht doch die Arbeit eines Schauspielers aus. Dass er in eine andere Rolle schlüpft und etwas verkörpert, das er im echten Leben nicht ist. Wäre ich Schauspielerin würde ich auch nicht wollen dass ich nur für trans Rollen gecastet werde... Was ich bin muss ja nicht meine Rolle auch sein.

    Sincerely,
    Eine Transfrau
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#2 Klaus aus MucAnonym
#3 Gerlinde24Profil
  • 12.04.2018, 03:40hBerlin
  • Heteromänner spielen Schwule, Schwule spielen Heteromänner. Wo ist da ein Problem, so lange sie ihren Job ordentlich machen?
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#4 KleineKetzerinProfil
  • 12.04.2018, 12:39hHannover
  • Antwort auf #1 von Lena
  • @Lena

    >Was ist so schlimm daran, eine cis Person für die Rolle zu nehmen?<

    Das Problem ist in erster Linie gar nicht, dass der Schauspieler cis ist. Das Problem ist, dass er ein Mann ist. Kein Filmproduzent käme je auf die Idee, die Rolle einer cis Frau wegen "guter Zusammenarbeit in einem anderen Film" mit einem cis Mann zu besetzen. Bei trans Frauen dagegen passiert sowas ständig. Und jedes mal wird wieder subtil die Botschaft in die Welt gesendet, dass trans Frauen ja eigentlich irgendwie Männer sind - eine Botschaft, die jedes Jahr weltweit unzählige trans Frauen das Leben kostet, vor allem aus der in diesem Film portraitierten Gruppe der trans Sexarbeiterinnen.

    Aber hey, nö, ist ja alles nicht so schlimm. Oder vielleicht doch?
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#5 SarahAnonym