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Kein Ständer für Stockholm

Bild: Instagram / @graffitiframjandet

Nach Protesten von Anwohnern wird ein neues Stockholmer Wandgemälde, das einen blauen steifen Penis zeigt, nach nur einer Woche übermalt.

Das Kunstwerk mit dem Namen "Fuck the World" stammt von der schwedischen Künstlerin Carolina Falkholt und sollte eigentlich sechs Monate den vierstöckigen Altbau zieren. Die Hauseigentümergesellschaft Atrium Ljungberg hatte der Künstlergruppe Kollektivet Livet bislang freie Hand bei der Gestaltung der Fassade gelassen.

"Kultur und Kunst sind wichtig, um interessante städtische Umgebungen zu entwickeln", räumte Camilla Klimt, die Marketingmanagerin des Unternehmens, gegenüber der Zeitung "Aftonbladet" ein. "Selbstverständlich ist uns die künstlerische Freiheit wichtig. Gleichzeitig müssen wir aber die Meinung der Nachbarn respektieren."

Ende letztes Jahres hatte Carolina Falkholt bereits einen rosafarbenen Ständer auf einer New Yorker Hausfassade verewigt - dieses Wandgemälde wurde nach Protesten von Anwohnern bereits nach drei Tagen übermalt. Die Künstlerin zeigte sich von der Reaktion in ihrem Heimatland enttäuscht: "Ich hatte gedacht, es könnte bleiben, die Menschen begreifen die Botschaft und beginnen zu diskutieren."

Im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles sollte 2016 auf Anordnung des geschockten Bürgermeisters sogar ein Wandgemälde mit einem schlappen Penis übermalt werden (queer.de berichtete). Nach Protesten einiger Anwohner und einer Online-Petition ruderte er später bei diesem und weiteren erotischen Wandgemälden zurück: Die Hauseigentümer müssten das selbst entscheiden und auch Kosten einer Entfernung tragen. (cw)


-w-

23 Kommentare

#1 OrthogonalfrontAnonym
#2 stromboliProfil
#3 Homonklin44Profil
  • 14.04.2018, 20:32hTauroa Point
  • Kunst ist halt Geschmackssache.

    Als Reaktion könnte sie jetzt einen Arsch hin malen und "Leckt mich doch!" drunter schreiben.
    Die Botschaft käme an!
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#4 OrthogonalfrontAnonym
#5 von_hinten_genommenAnonym
  • 15.04.2018, 10:19h
  • Antwort auf #2 von stromboli
  • Das ist das, was du darüber denkst. Das sei dir gegönnt.
    Aber die Botschaft der Künstlerin lautet: "Fuck the world."

    Wa genau sie damit meint, bleibt verborgen, denn sie zeigt nur einen Penis. Ob es dabei tatsächlich um einen Mann geht oder um alle, oder um Sexualität, ist nur Spekulation. Ich schätze mal eher nicht.
    "Fuck the world" richtet sich an die Welt. Ob das nun politisch motiviert ist aufgrund ihrer persönlichen Erfahrungen, auch das ist nicht klar.

    Deshalb finde ich, ist diese Botschaft nicht ganz zuende gedacht und das Bild zeigt nicht, was sie mit "Fuck the world" meint.

    Wenn ich Anwohnerin wäre, würde ich Kontakt zur Künstlerin aufnehmen und nachfragen, was genau sie mit "Fuck the world" meint, um ihre Botschaft verstehen zu können. Danach würde dann auch klar werden, ob das Bild zur Botschaft passt oder nicht.

    Würde die Botschaft "Der Penis" lauten, wäre alles klar und könnte ich es als Anwohnerin stehen lassen, wenn es mich auch nicht wirklich bewegen würde.
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#6 ursus
  • 15.04.2018, 14:20h
  • Antwort auf #5 von von_hinten_genommen
  • kunst, deren aussagen womöglich ambivalent, mehrdeutig, auslegbar, nicht-logisch bleiben? künstler_innen, die sich nicht die mühe machen, in worten dazuschreiben, wie man ihre botschaft verstehen muss? kunst, die nicht ebensogut durch ein handliches textplakat ersetzt werden könnte?

    skandal! das ist doch keine kunst!
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#7 OrthogonalfrontAnonym
  • 15.04.2018, 15:21h
  • Antwort auf #6 von ursus
  • Strombel meint, die Botschaft wäre, dass Schwänze schön seien.

    Ich denke die Botschaft ist, dass Männer die Welt kaputt ficken.

    Die Künstlerin schweigt sich aus, will aber, dass über "die" Botschaft ihres Fuck-the-World-Penis (die man gefälligst zu erkennen habe) diskutiert wird.

    Sehr spannend, muss ich sagen...

    Was meinst du denn welche Botschaft ein Fuck-the-World-Penis haben soll?
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#8 von_hinten_genommenAnonym
  • 15.04.2018, 21:40h
  • Antwort auf #6 von ursus
  • Und weil du das als Kunst bezeichnest, muss es automatisch die ganze Welt als Kunst sehen? Skandal :'-D

    Das Gemälde an sich ist gut gelungen, darüber hatte ich im ersten Kommentar nichts geschrieben, weshalb ich das Gemälde auch nicht als nicht Kunst betitelte.
    Ihre Botschaft dazu ist unklar und deshalb finde ich es nicht ganz zuende gedacht.
    Wenn du dich dadurch wieder getriggert fühlst, ist das dein Problem, nicht meines.

    Und ich würde es auch etwas unklar finden, wenn jemand Brüste an die Hauswand malt und die Botschaft lauten würde:
    "Die Welt baumelt zu sehr."
    Dann würde ich das Gemälde ebenfalls als gut gelungen bezeichnen, aber die Botschaft würde ich trotzdem unklar finden.
    Kunst hin, Kunst her.
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#9 ursus
#10 BellerophobAnonym