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Kein Ständer für Stockholm
- 14. April 2018,
Bild: Instagram / @graffitiframjandetNach Protesten von Anwohnern wird ein neues Stockholmer Wandgemälde, das einen blauen steifen Penis zeigt, nach nur einer Woche übermalt.
Das Kunstwerk mit dem Namen "Fuck the World" stammt von der schwedischen Künstlerin Carolina Falkholt und sollte eigentlich sechs Monate den vierstöckigen Altbau zieren. Die Hauseigentümergesellschaft Atrium Ljungberg hatte der Künstlergruppe Kollektivet Livet bislang freie Hand bei der Gestaltung der Fassade gelassen.
"Kultur und Kunst sind wichtig, um interessante städtische Umgebungen zu entwickeln", räumte Camilla Klimt, die Marketingmanagerin des Unternehmens, gegenüber der Zeitung "Aftonbladet" ein. "Selbstverständlich ist uns die künstlerische Freiheit wichtig. Gleichzeitig müssen wir aber die Meinung der Nachbarn respektieren."
Ende letztes Jahres hatte Carolina Falkholt bereits einen rosafarbenen Ständer auf einer New Yorker Hausfassade verewigt - dieses Wandgemälde wurde nach Protesten von Anwohnern bereits nach drei Tagen übermalt. Die Künstlerin zeigte sich von der Reaktion in ihrem Heimatland enttäuscht: "Ich hatte gedacht, es könnte bleiben, die Menschen begreifen die Botschaft und beginnen zu diskutieren."
Im Brüsseler Stadtteil Saint-Gilles sollte 2016 auf Anordnung des geschockten Bürgermeisters sogar ein Wandgemälde mit einem schlappen Penis übermalt werden (queer.de berichtete). Nach Protesten einiger Anwohner und einer Online-Petition ruderte er später bei diesem und weiteren erotischen Wandgemälden zurück: Die Hauseigentümer müssten das selbst entscheiden und auch Kosten einer Entfernung tragen. (cw)










