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Kommentare zu:
Mit Pride und Regenbogenflagge zur Fußball-WM in Russland?


#1 Gerlinde24Ehemaliges Profil
  • 29.04.2018, 08:18h
  • So gerne ich unser Team in Russland auch unterstützen möchte, aber in ein Land, in dem sogar das positive REDEN über Homosexualität und Transsexualität unter Strafe stellt, und, in dem ich jederzeit Gefahr laufen würde, verbal und körperlich (bis hin zu Mord) angegriffen zu werden, würde ich niemals Fahren. So viel Geld gibt es nicht, um mich dazu zu bringen!
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#2 Ith_Anonym
  • 29.04.2018, 10:51h
  • Passt doch:
    Im Fußballstadium dient Homosexualität auf den Rängen praktisch nur der Beleidigung, und kommt ansonsten, und insbesondere bei (aktiven) Spielern, nicht vor,
    und
    in Russland wandern Homosexuelle fürs Händchenhalten in den Knast.

    Man könnte auch sagen, auf dem Platz darf sich Homosexualität nicht zeigen, weil das halt so ist, und in Russland darf sich Homosexualität nicht zeigen, weil das da strafbar ist.

    Ob deutsche Fans auf einmal das Nachdenken anfangen, bloß weil die Polizei ihnen beim Verprügeln von Schwulen helfen würde, statt sich in den Weg zu stellen?
    Ich wage das ernsthaft zu bezweifeln. Zeigen wir Mitgefühl und Verständnis: Es muss halt auch Schutzorte für Homohasser geben, und in der Hinsicht ist die Wahl von Russland als Austragungsort für Fußball einfach ein Statement, wie man es genialer gar nicht hätte abgeben können.

    Abgesehen davon ist es allerdings Russland, nicht die Türkei. Solange man das Don't Ask Don't Tell mitspielt, werden sie einen schon wieder ausreisen lassen. Und so spaßig ist Händchenhalten in vielen deutschen Städten als homosexuelles Paar ja nun auch wieder nicht.
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#3 MarcAnonym
#4 andreAnonym
  • 29.04.2018, 12:18h
  • Antwort auf #2 von Ith_
  • Stimmt nicht ganz, weil selbst gesehen. In der Südtribüne der Münchner Allianz-Arena, zwischen den Ultras (!), sieht man, mehrere, Regenbogen-Flaggen. War erst, vor ein paar Wochen dort, gegen den HSV. Ich hatte Stehplatz, genau neben den Ultras, direkt in der Kurve. Die sind dort voll akzeptiert. Find ich gut.
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#5 daVinci6667
  • 29.04.2018, 13:31h
  • Als kleiner Bürger in demokratischen Länder hat man drei Einflussmöglichkeiten:

    1. Man kann seine Stimme erheben und sich mit Hilfe von Leserbriefen, und im Internetzeltalter via Social Media Gehör verschaffen.

    2. Man kann frei wählen, abstimmen, Petitionen starten und seine Volksvertreter direkt anschreiben.

    3. Man kann mit konsumieren oder eben Boykotten Einfluss auf Unternehmen ausüben. Bei Reisen und Ausland sollte man sehr darauf achten welche Staaten man dabei unterstützt.

    Bei den ersten beiden Punkten ist bei Russland Hopfen und Malz verloren. Wer dort sowas tut ist seines Lebens nicht mehr sicher, schon gar nicht als Schwuler. Bei Punkt 3 versteht sich eigentlich von selbst, dass man da nicht hingeht. Was wir hingegen tun können ist, soweit möglich und gewünscht, LGBTIs vor Ort zu unterstützen.

    Mich wundert nach Russlands Krim Annexion und der massiven Unterstützung des Folter und Terrorregimes in Syrien und den diversen russischen Giftgasattacken sowieso, warum diese WM vom Westen nicht komplett boykottiert wird. Wer es noch nicht gemerkt hat in Deutschland, der kalte Krieg ist mit dem Diktator Putin längst zurück.
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#6 Ith_Anonym
  • 30.04.2018, 10:09h
  • Antwort auf #4 von andre
  • Ach, cool.
    Fußballfans, die auf das Anstimmen von "Ihr seid alle homosexuell" mit "Halt die Klappe" reagieren, statt lautstark mitzusingen, fände ich jetzt tatsächlich eine schöne Vorstellung.
    Ich fürchte, mit welcher Inbrunst sich an solchen Sprechchören Leute beteiligt haben, die ich vorher für vernünftig hielt, hat mein Bild von unserem Nationalsport irgendwie negativ geprägt.
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#7 von_hinten_genommenAnonym
  • 04.05.2018, 18:03h
  • Gerade hörte ich im Radio, dass in Russland gedroht wird mit dem Aufruf: "Tötet sie, foltert sie."

    Es wird davor gewarnt, nach Russland zu fahren.
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