Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?2268

Eine queere Künstler-Freundschaft

  • 19. Mai 2018, noch kein Kommentar

In der Berliner Akademie der Künste wurde am Donnerstag die Ausstellung "Abfallprodukte der Liebe" mit Werken von Elfi Mikesch, Rosa von Praunheim und Werner Schroeter eröffnet.

Die Schau widmet sich drei Kunstschaffenden, die lebenslang eine intensive Freundschaft miteinander verbunden hat. "Die Poetin, der Politische und der Ästhet", so Rosa von Praunheim, haben zudem den Bilderkanon des künstlerischen Undergrounds wesentlich geprägt: Alle drei sind sie Grenzgänger zwischen den Künsten. Offensiv treten Mikesch, von Praunheim und Schroeter für sexuelle Vielfalt ein, sie verweigern Konventionen als Lebensprinzip und künstlerische Position zugleich.

Bereits in den Sechzigern griffen sie Fragen zu Gender, Body-Politics und Otherness auf, die bis heute nichts an Brisanz und Aktualität verloren haben. Nicht ohne Grund fand dieAusstellungseröffnung am 17. Mai, dem Internationalen Tag gegen Homophobie, Transphobie und Biphobie, statt. Am Abend erinnerte eine Performance auf dem Pariser Platz an die Opfer des Paragrafen 175.

Mit Fotografien, Filmen, Zeichnungen, Klanginstallationen und Dokumenten zeigt die Ausstellung noch bis zum 12. August die vielfältigen ästhetischen und biografischen Wechselbeziehungen untereinander. Die künstlerische Freundschaft - in all ihren Spannungen und Widersprüchen - wird zu einem biografischen Motiv verdichtet, das alle fünf Ausstellungsräume miteinander verbindet. Mit aktuellen Arbeiten von Elfi Mikesch und Rosa von Praunheim schlägt "Abfallprodukte der Liebe" eine Brücke über fünf Jahrzehnte bis in die Gegenwart. (cw)


-w-