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Russlands verlorene Jungs

Der Multimedia-Künstler Slava Mogutin war der erste Russe, der wegen homophober Verfolgung in den USA politisches Asyl erhielt - jetzt sind seine Arbeiten in Stuttgart zu sehen.

Die Ausstellung "Lost Boys" anlässlich der Fußball-WM zeigt das Porträt einer stark-zerbrechlichen männlichen Jugend, die Mogutin über mehrere Jahre in Russland aufgenommen hat. Anhand von Soldaten und Militärkadetten bis hin zu Punks, Ravern, obdachlosen Kids und Strichern dokumentiert der New Yorker die Veränderungen und Verunsicherungen in seiner ehemaligen Heimat. Geprägt von seinem bikulturellen, dissidenten Hintergrund, zelebriert Mogutins Arbeit Vielfalt - vor allem in Bezug auf Identität, Gender-Crossover und jugendliche Subkulturen.



"Die Bilder sind sowohl persönliche Zeitkapseln als auch Kommentare zu Vertreibung und Identität, Anhaftung und Unzufriedenheit, Obsession mit der Jugend und — vielleicht am wichtigsten — der ultimativen Suche nach eindeutiger Liebe und universeller Akzeptanz aus dem Osten in den Westen und wieder zurück in den Osten", sagt Slava Mogutin selbst über seine nicht immer jugendfreie Serie.

Die Stuttgarter Ausstellung ist noch bis zum 15. September in der Galerie Kernweine (Cottastraße 4-6, 70178 Stuttgart) zu sehen. Mehr "Lost Boys" gibt es auf der Homepage des Künstlers. (cw)


-w-

#1 Julian SAnonym
  • 24.06.2018, 21:24h
  • Manche Bilder sind sehr schön, andere sind ein wenig verstörend, aber alle sind interessant und sehenswert.

    Und ich finde auch gut, dass er auch volle Nacktheit zeigt. Diese Selbstzensur, keinen Penis zeigen zu dürfen (was rechtlich völlig egal ist, wenn es Kunst ist sogar errigiert), ist ein freiwilliges Kuschen vor Moralaposteln, die die Zeit zurückdrehen wollen und Freiheit abschaffen wollen.
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