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Wie lustig ist der schwule Trump?

Nach der "New York Times" wird nun auch dem "Toronto Star" Homophobie vorgeworfen - beide Zeitungen rückten das Verhältnis zwischen Donald Trump und Wladimir Putin in einen homosexuellen Kontext.

Die neue Karikatur aus Kanada zeigt einen jugendlichen Trump, der auf dem Bett liegt und verliebt auf ein Poster des russischen Präsidenten mit nacktem Oberkörper schaut. Selbst auf der Bettwäsche sind Putin-Konterfeis verewigt.

Erst im vergangenen Monat war die angesehene "New York Times" beschuldigt worden, mit einem kurzen Zeichentrickfilm über eine Liebesaffäre zwischen dem amerikanischen und dem russischen Präsidenten homophobe Klischees zu bedienen (queer.de berichtete). Der gut einminütige Cartoon zeigt, wie Putin Trump besucht, beide gemeinsam auf einem Einhorn durch eine Regenbogenwelt fliegen und sich dabei genüsslich küssen:

Twitter / nytopinion

"Homosexualität wird hier benutzt, um andere zu diffamieren, sie in ein schlechtes Licht zu rücken, sie lächerlich zu machen", schrieb Ole Siebricht in seinem ze.tt-Kommentar "Hört endlich auf mit euren Schwulenwitzen über Trump und Putin!" über den Clip. "Man fügt ihnen das Attribut Schwul an, um sie weniger männlich darzustellen, sie zu entmannen, um sie zu erniedrigen - und tut dabei so als wäre Homosexualität etwas, das beleidigend für jemanden wäre."

Der "Toronto Star"-Karikaturist Theo Moudakis wies unterdessen den Homophobie-Vorwurf zurück und sieht nur ein Ablenkungsmanöver: "Das Letzte, was ich will, ist eine Kontroverse", sagte der Zeichner gegenüber dem britischen Portal PinkNews. "Sie werden feststellen, dass einige Leute wegen des Hammer-und-Sichel-Symbols sehr beleidigt waren. Ein Teil der aktuellen Kritik kommt daher." (cw)


-w-

#1 Gerlinde24Profil
  • 23.07.2018, 00:53hBerlin
  • Über Kunst/Cartoons kann man immer geteilter Meinung sein. Fakt aber ist, dass es eine Verbindung zwischen dem (öffentlich) homophoben Putin, und Donald Trump gibt. Nicht direkt, aber indirekt über Geschäftspartner Trumps und dem russischen Geheimdienst. Putin war selbst KGB-Mann, weiß, wie man verdeckte Operationen durchführt, Menschen anwirbt (ob freiwillig oder gepresst, sei mal dahingestellt) und sie gefügig macht. Ich wünschte nur, die Deutsche Bank würde sich entschließen (oder einer von ihnen), das Geschäftsgebaren Trumps und die Russland Connection zu verraten.
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#2 schwarzerkater
  • 23.07.2018, 10:22h
  • die kunst ist frei. und kunst darf provozieren. politisch korrekte kunst kennen viele noch aus zeiten der deutschen DEMOKRATISCHEN republik.

    und wer sich heute noch für politisch korrekte kunst auspricht, kann dieser kann dieser jederzeit in china, russland oder in nordkorea huldigen. denn z.b. einer wie putin, und das kann ex-kanzler schröder beschwören, ist ein lupenreiner demokrat.
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#3 Homonklin44Profil
  • 23.07.2018, 10:32hTauroa Point
  • Es ist auch immer die Frage, wie der Einzelne das lesen mag. Nicht jeder findet sich durch Karikaturen, in denen Leuten Homosexualität unterstellt wird, gleich in seiner Würde als Homosexueller verletzt.

    Ich weiß nicht recht, aber in letzter Zeit scheint es doch etwas übertrieben, wegen jeder geringen Kleinigkeit Neurotismen der Verletztheit und Missbrauchtheit zu generieren. Damit machen wir uns doch zum Teil erst zu den Mimosen, für die uns ganz viele Berufssture so gern einordnen.

    Ist jetzt natürlich auch nur eine von vielen Ansichten. Ich bin schon froh, wenn die Film- und Literaturbranche endlich eine höhere Diversität von LGBTIQ*-Facetten begriffen hat, und nicht ewig dieselben Stereotypen repliziert.

    Wären Karikaturen, die Putin und Trump als scheinbar Homosexuelle darstellen, auch dann verletzend, wenn die beiden tatsächlich eine wie auch immer geartete, amouröse Verbindung eingingen?
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#4 jochenProfil
  • 23.07.2018, 10:55hmünchen
  • Eigentlich sollten wir froh sein, wenn die Führer der Atommächte mit einander reden. Wenn sie miteinander reden über Syrien. Obama und Hillary waren weit mehr auf Konfrontation aus mit Russland .

    Wie kommts , dass das überhaupt keine Rolle spielt in den Medien ???

    Alles Andere ist doch zweitranging.
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#5 PiakAnonym
  • 23.07.2018, 13:08h
  • Würde Trump realiter nicht Putin, sondern Merkel anhimmeln und die Karikatur würde das entsprechend aufnehmen - wäre sie dann heterophob?
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#6 Bazi-WatcherAnonym
#7 blablabearAnonym
#8 ursus
  • 23.07.2018, 14:13h
  • Antwort auf #2 von schwarzerkater
  • "und wer sich heute noch für politisch korrekte kunst auspricht, kann dieser kann dieser jederzeit in china, russland oder in nordkorea huldigen."

    und wer satire einfach generell von kritik freisprechen und kritiker_innen pauschal als spaßbremsen oder feinde der meinungsfreiheit hinstellen will, kann sich mal die so herrlich provokanten juden-karikaturen im "stürmer" anschauen.
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#9 HyenadykeProfil
  • 23.07.2018, 14:50hKöln
  • Antwort auf #7 von blablabear
  • Hallo und geht's noch?!
    Warum verlinkst Du so eine Seite? Da finde ich nur übelste Hetze - gegen Flüchtlinge, Ausländer, Liberale - und auch gegen LGBTI+*. Auch gegen Impfen und natürlich zur "(Welt-)Verschwörung gegen Deutsche"...
    Und zu Karikaturen; da dient in meinen Augen die Darstellung von Homosexualität eben meistens doch zur Herabsetzung der Gezeichneten. In einer Welt, in der Hetero erstmal selbstverständlich ist und Homo maximal das "schön bunt und exotisch" (aber bitte nicht hier) Etikett aufgeklebt bekommt.
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#10 Crikkie
  • 23.07.2018, 15:44h
  • Ich erwähnte es bereits mehrfach auf Facebook aber auch gerne noch einmal hier:

    Es geht in dieser Karikatur nicht um Sexualität, sondern um die (ungleiche) Beziehung der beiden Personen. Der kleine Trump himmelt als Fanboy sein Idol, den großen Putin, an.

    Dass es weder um das Geschlecht der Personen, noch um Homosexualität geht, erkennt man sehr gut daran, dass der Witz genauso gut funktionieren würde, wenn einer der beiden z.B. eine Frau (oder ein Reptiloid oder ein Einhorn oder was auch immer) wäre.
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