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Erster Pride March auf Barbados

Trotz drakonischer Strafen für Homosexualität beteiligten sich am Sonntag über 120 Menschen am ersten Pride March im karibischen Inselstaat Barbados.

"Ich war überrascht von der Menge an Liebe und positiver Energie, die in der Luft lag", schrieb Organisatorin Ro-Ann Mohammad nach der Demo in der Hauptstadt Bridgetown auf ihrer Facebook-Seite (dort gibt es über 100 weitere Fotos). "Dabei gewesen zu sein und Geschichte geschrieben zu haben, das macht all den Stress und die noch immer geschwollenen Füße wett."

Mohammad hatte vorab befürchtet, dass der Marsch das Ziel homophober Gewalt werden könnte. "Die Bigotterie und das Gift, die in den Tagen vor der Parade hereinströmten, hatten mich unglaublich verängstigt", räumte sie in ihrem Post ein. Noch am Donnerstag hatten lokale Kirchenführer auf einer Pressekonferenz vor der LGBTI-"Agenda" als Ausdruck des "Neokolonialismus" gewarnt, die im Gegensatz zur "biblischen Erzählung von Adam und Eva" stehe. Die Behörden hatten die Demonstration erst am Freitag genehmigt.

Auf Barbados ist Homo- und Transfeindlichkeit tief verankert. Es gibt keine öffentliche Szene oder queere Publikationen. Analverkehr (auch heterosexueller) wird in der ehemaligen britischen Kolonie mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe geahndet. Die Bestrafung für alle anderen gleichgeschlechtlichen sexuellen Handlungen beträgt Gefängnis von bis zu zehn Jahren. (cw)


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