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Die erste "Lesben-Grab-WG"

Queere Sichtbarkeit auch nach dem Tod: Auf dem Alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin soll ein Gemeinschaftsgrab nur für Lesben entstehen.

"Wir - 12 Freundinnen - haben eine Patinnenschaft für eine historische Grabstätte übernommen und freuen uns auf weitere Lesben-WG's", heißt es auf einem Schild hinter Plexiglas in der Abteilung Q, Reihe OE, Nummer 67-71 - inklusive Kontakt-Telefonnummer für interessierte Frauen.

Der Alte St.-Matthäus-Kirchhof gilt als Deutschlands queerster Friedhof. U.a. Rio Reiser, Manfred Salzgeber, Ovo Maltine, Jürgen Baldiga und Napoleon Seyfarth liegen hier begraben, auch zwei schwule Grab-WGs gibt es schon. Einmal im Jahr findet sogar eine queere Friedhofsführung statt.

Die Berliner Lesben setzten bislang auf separate Gräber: 2014 wurde auf dem Georgen-Parochial-Friedhof in Prenzlauer Berg Deutschlands erster Lesbenfriedhof mit Platz für 80 Grabstätten eingeweiht. (mize)


-w-

#1 sanscapote
  • 29.07.2018, 21:18h
  • Fuer meinen Mann und mich gilt, dass unsere Koerper die letzte Ruhe gemeinsam finden. Wir haben dazu in einem anonymen Waldgrab bereits Vorsorge getroffen. Das geht in Deutschland problemlos.
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#2 SprachinteressentAnonym
  • 30.07.2018, 08:31h
  • Die Idee dahinter ist ja schön, aber wenn ich "Patinnenschaft" lese, krieg ich das kalte Kotzen. Wie angegriffen und unsicher kann man sich in der eigenen Weiblichkeit fühlen, um als Kompensationslösung solche Sprachungetüme zu bauen ...? Kann man nicht einfach mal wieder aufhören, jedem Wort ein physisches Geschlecht zuordnen zu müssen? Ich dachte darum geht es eigentlich, Grenzen der Geschlechteridentifikation aufzubrechen. Auf diese Art wird doch aber das genaue Gegenteil erreicht. Furchtbar anstrengend, unnötig und hirnrissig ...
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#3 LudgerAnonym
  • 30.07.2018, 10:43h
  • Zunächst mal: ich nenne meine Tante Taufpatin - da ist Patinnenschaft kein wirklicher Neologismus!
    Vor einigen Tagen war ein Artikel zu dem Grab im Berliner Kurier - so kurzfristig vorbereitet, dass si keine Zeit hatten die Frauen zu fragen und sich auf ein Interview mit mir als Schwulen verließen - Journalismus geht anders.
    Habe mir die Kommentare zu dem Artikel "queere friedhofsführung" noch mal durchgelesen. Seid doch mal locker!
    Wenn Schwule etwas öffentlich sichtbares gründen sidn wir Vorreiter - wenn Lesben sowas machen sind sie Separatistisch?
    Viele leisten auf dem Friedhof wundervolle Arbeit - der Journalistinnenbund hat einen neuen Grastein für die Frauenrechtlerin Hedwig Dohm gestiftet und die Lesben haben sich um die "Ehrengrab Land Berlin" Anerkennung erfolgreich bemüht! Seid Queer - seid Stolz
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#4 von_hinten_genommenAnonym