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Künstler, Aktivist, Wojnarowicz

  • 07. August 2018, noch kein Kommentar
Selbstporträt, 1983-84

Das Whitney Museum of American Art in Manhattan zeigt die bislang umfassendste Retrospektive auf den schwulen Künstler und Aids-Aktivisten David Wojnarowicz.

Der 1992 im Alter von nur 37 Jahren an den Folgen seiner HIV-Infektion gestorbene Autor, Fotograf, Maler und Filmproduzent gehörte zu den führenden Figuren des New Yorker Underground. Als queerer Mann und ehemaliger Sexarbeiter, der später ebenso offen mit seiner Aids-Erkrankung umging, war er ein leidenschaftlicher Fürsprecher für Außenseiter aller Art.

"Das Private zu etwas Öffentlichem zu machen, ist eine Handlung, die schreckliche Auswirkungen hat", sagte Wojnarowicz selbst über sein umfangreiches und oft provozierendes Werk. Im Mittelpunkt stehen Sex, Spiritualität, Liebe und Verlust. Seine Arbeiten dokumentieren und beleuchten eine verzweifelte Periode der amerikanischen Geschichte - die der Aids-Krise, als eine unvorstellbare Anzahl von Freunden, Liebhabern und Fremden aufgrund der Untätigkeit der US-Regierung im Sterben lag, und die der Kulturkriege der späten Achtziger- und frühen Neunzigerjahre.

Die ebenso aufschlussreiche wie aktuelle Ausstellung "David Wojnarowicz: History Keeps Me Awake at Night" ist noch bis 30. September in New York zu sehen. (cw)


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