Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?2460

Wirbel um Conchitas Eurovision-Kleid

In der österreichischen Hauptstadt Wien hat mit dem "Haus der Geschichte" ein nationales Geschichtsmuseum eröffnet - ausgestellt wird zum Unmut des rechten Mobs auch ein Kleid von Conchita Wurst.

Hinter einer eigenen Vitrine in der Wiener Hofburg am Heldenplatz ist die goldene Abendrobe zu sehen, die der bärtige Sänger - damals noch als Drag-Sängerin - im Finale des Eurovision Song Contest 2014 trug, dazu sein Slogan "Unstoppable" sowie eine Regenbogen- und eine Österreich-Fahne. Zuvor wurde Siegerkleid bereits beim ESC 2015 im Foyer der Wiener Stadthalle ausgestellt.

Das Exponat sorgte in rechten Kreisen prompt für Empörung. Mit dem Artikel "Passt Kleid von Conchita ins Haus der Geschichte?" lud die "Kronenzeitung" ihre Leser zur "Diskussion" ein - und erntete die erwartbare Flut an homo- und transphoben Reaktionen. "Eine beleidigung für die menschen, welche österreich gross gemacht haben. das gehört in ein kuriositätenmuseum oder in die geisterbahn im würstelprater", kommentierte etwa ein User. In anderen Statements hieß es "Armes Österreich" oder "Dekadenz pur" über das Kleid im "Haus der Lächerlichkeit".

Nur wenige User verteidigten das Ausstellungsstück: "Conchitas Sieg stand für Werte wie Respekt, Solidarität und Nächstenliebe", schrieb ein "Krone"-Leser. "Werte mit denen immer weniger Ich-AGs etwas anfangen können. Außerdem hat sie vielen Menschen, die diskriminiert werden oder sich nicht als akzeptiertes Mitglied der Gesellschaft fühlen, Mut gemacht. Wer kann das schon von sich behaupten?"

Ein anderer User fragte: "Seid ihr euch aller selbst so unsicher, dass euch ein Kleid Angst macht?" (cw)


-w-

#1 UweBerlinProfil
  • 25.11.2018, 15:25hBerlin
  • Warum sollte es nicht passen?

    Conchita hatte mit einem grandiosen Auftritt zum zweiten Mal den größten Songwettbewerb der Welt für Österreich gewonnen.

    Das gehört schon zur Kulturgeschichte eines Landes.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 creyAnonym
  • 25.11.2018, 16:04h
  • sowas kommt auch meistens von menschen, die gar nix von österreichts unterhaltungsgeschichte wissen. kein mensch mit bisl sinn für alltags- und kulturhistorie würde das kleid schlimm oder unpassend finden. das ist nur ein zeichen der nichtakzeptanz von teilen der geschichte.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 easykeyProfil
  • 25.11.2018, 17:08hLudwigsburg
  • Da kann man mal wieder sehen, dass der braune Mob keine anderen Probleme zu haben scheint.
    Wäre es das Taufkleid ihres Führers hätte die Klientel sicher nichts dagegen und jeder einzelne dieser hohlgebohrten Ars.....er eine Dauerkarte für`s Museum.
  • Antworten » | Direktlink »