Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse Tagesbild TV Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/b?2468

Das ist Deutschlands neues schwules Role-Model!

Der 29-jährige Berliner Marcel Danner wurde am Wochenende in Köln zum neuen Mr. Gay Germany gekürt.

Bei dem jährlichen Wettbewerb ist nicht nur Haut, sondern auch Hirn gefragt. Gesucht wurde laut Ausschreibung ein "Role-Model und Vorbild" als "internationaler Botschafter" und "Repräsentant der schwulen Community Deutschlands".

Marcel, der hauptberuflich beim Projekt "Kino für Schulen" arbeitet und derzeit in einer monogamen Beziehung lebt, überzeugte die Jury u.a. mit seiner Kampagne #Blutsbruder, mit der er gegen das diskriminierende Blutspendeverbot für schwule und bisexuelle Männer kämpft. Ingesamt konnte er sich im Rahmen des Wettbewerbs gegen elf weitere Kandidaten durchsetzen.

Mehr vom neuen Mr. Gay Germany gibt es auf Marcel Danners Instagram-Profil zu sehen. (cw)


-w-

#1 PiepmatzAnonym
  • 03.12.2018, 16:22h
  • "mit seiner Kampagne #Blutsbruder"

    Wieder so eine Kampagne, die das Thema "safer Sex" komplett ausklammert, die höhere HIV-Prävalenz unter MSM einfach leugnet und wider alle wissenschaftlichen Fakten das Infektionsrisiko auf die Frage "monogam vs. promisk" reduziert.

    Eine Solidaritätserklärung mit HIV-positiven Menschen darf man da natürlich schon gar nicht erwarten.

    Sorry. Für mich ist so jemand kein role model.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 piepmatz2Anonym
  • 03.12.2018, 17:12h
  • Antwort auf #1 von Piepmatz
  • Lieber Piepmatz,
    Du hast Dir wohl nicht seine komplette Kampagne angeschaut. Er kämpft gegen die absurden Bedingungen beim Blutspenden und setzt sich für deren Änderung ein. Dabei geht es unter anderem um die Pauschalisierung aller MSM als eine Risikogruppe. Er setzt sich dafür ein, nicht mehr anhand von Risikogruppen den Ausschluss von der Blutspende festzumachen, sondern anhand des sexuellen Risikoverhaltens. Und das für alle.

    Vorbildlich sind hierbei europäische Länder wie Spanien, Italien, Portugal. Dort wird man nicht aufgrund seiner Sexualität vom Blutspenden ausgeschlossen, sondern aufgrund von sexuellem Verhalten, z.B. bei Unsafer Sex.

    Außerdem stellt er die Frage, warum die Rückstellungsfrist bei MSM-Männern 12 Monate beträgt, wenn die in Deutschland reguläre Rückstellungsfrist nur 4 Monate beträgt! Die 12 Monate sind wiederum absurd, da sie medizinisch nicht notwendig sind.

    Ich könnte noch weitere absurde Punkte aufzählen: Lies dir die Hämotherapie-Richtlinien durch, die die Ausschlusskriterien formulieren.
    Ein #Blutsbruder
  • Antworten » | Direktlink »
#3 PiepmatzAnonym
  • 04.12.2018, 14:40h
  • Antwort auf #2 von piepmatz2
  • "Du hast Dir wohl nicht seine komplette Kampagne angeschaut."

    Ich habe den Text der Petition gelesen, und da steht nichts von safer Sex, nichts von Solidarität, nichts von der Unterscheidung zwischen "Promiskuität" und "Risikoverhalten", nichts vom Infektionsrisiko innerhalb (vermeintlich) sexuell exklusiver Beziehungen, in denen auf safer Sex verzichtet wird.

    Gibt es da noch andere Texte, die du verlinken kannst? Das würde mich tatsächlich interessieren.

    Dass die derzeitigen Richtlinien einer Überarbeitung bedürfen und dass die 12-Monate-Frist medizinisch unsinnig ist, habe ich überhaupt nicht in Frage gestellt. Für mich ist nur die Frage, mit welchen Argumenten man sich für diese Überarbeitung einsetzt.
  • Antworten » | Direktlink »