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Das Glory Hole ist museumsreif!

Bild: Neil Buckley

Zur Sammlung des Western Australian Museum in Perth gehört jetzt auch die Tür einer ehemaligen Bahnhofsklappe mit "Ehrenloch" - ein konservativer Politiker ist empört.

Gespendet wurde das historische Glory Hole von den Schwestern der perpetuellen Indulgenz. Ihr Mitglied Mother Greta alias Neil Buckley hatte die Holztür 1997 aus dem Bahnhof von Gosnells, einem Vorort von Perth, kurz vor dem Abriss des Gebäudes vor den Bulldozern für die Zukunft gerettet.

"Es ist wirklich ein wichtiger Teil der Sozialgeschichte, und so hatten wir nun mal Sex zu einer Zeit, als Homosexualität illegal war", begründete Buckley die Übergabe der Klappentür an das Museum. Dessen Chef Alec Coles sprach in lokalen Medien von einer "angemessenen Anschaffung", da es Aufgabe der Institution sei, jeden Aspekt der Gesellschaft zu reflektieren.



Kritik kam dagegen von der konservativen Opposition: Tony Krsticevic, Kultursprecher der Liberal Party, bezeichnete das Glory Hole als "geschmacklos" und unangemessen: "Ich bin nicht sicher, ob dies ein geeignetes Ausstellungstück für Schüler ist."

Ob die Klappentür jemals öffentlich ausgestellt wird, ist derweil noch unklar. Bis 2020 ist das Western Australian Museum sowieso wegen Umbauarbeiten geschlossen. (mize)


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#1 Homonklin44
  • 13.12.2018, 09:07hTauroa Point
  • ""Ich bin nicht sicher, ob dies ein geeignetes Ausstellungstück für Schüler ist.""

    Es ist wohl genau das Gloryhole, durch dass der sich damals als Studi oder Berufsschüler die Nille hat putzen lassen, deshalb ist er peinlich berührt. Möglichkeit # 1.

    Und wieso sollen Schüler nicht was fürs geile Leben lernen? Heißt es doch immer.

    Sie verschwinden immer mehr, die Freudenlöcher. Einige davon könnte man auch hierzulande mal sammeln.
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#2 LotiAnonym
  • 14.12.2018, 12:18h
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • Nee Danke, lass mal stecken;-)
    Diese zum Großteil verkommenen Dreckslöcher von damals auf den Klappen werfen bei mir auch negative Erinnerungen auf. Soll ich jetzt weiter ins Deteil gehen?
    Was in Australien unbedingt gut und sicherlich richtig ist, muß hier nicht gleich ins Museum.
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#3 stromboli
  • 14.12.2018, 15:19hberlin
  • Antwort auf #2 von Loti
  • warum sollte in australien was anders betrachtet und gewertet werden wie in europa und rest der welt.

    Öffentliche "bedürfnisanstalten" waren und sind weiterhin in gegenden mit verfolgung durch justiz & gesellschaft eine durchaus notwendiege einrichtung gewesen!
    Auch wenn es nicht dem wohnzimmergeschmack des gewöhnlichen homosexuellen ( in anlehnung an Dannecker& Praunheim) entsprach , hatte es seine eigene "kultur& und erotik"!

    Und sie sind ja nicht mit dem verschwinden der bedürfnissanstalten an der strasse entschwunden, sondern immer noch in institutionen ( unis-schulen- rathäusern und bundestag (!) ) incl. bohrloch vorhanden.

    Habe gerade vor wochen beim geburtstag des eisenherz - berlin im rathaus schöneberg ein solches bewundern dürfen.

    Und ja, auch wenn es nicht jedermann/frau geschmack bedient, solcherlei gehört ins museum, weil zeitgeschichte!
    Teil schwul-männlicher sexualität vor allem.
    Lobenswert so die ausstellung im vormals SCHWULEN MUSEUM , vor der übernahme durch die feministische sichtweise auf unsere ( schwule!) sexualitäten.
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