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Schmutzige Bilder, saubere Werte
- 21. Dezember 2018,

Unter dem Motto "Equal rights! We can do it!" gibt es auch für 2019 wieder den "Orthodox Calendar" - weniger blasphemisch als in den Vorjahren, aber nicht minder sexy.
Der Kalender entstand vor sieben Jahren als kreativer Protest gegen die Homophobie der orthodoxen Kirche Osteuropas und zeigt nackte Fake-Priester in homoerotischen Situationen (queer.de berichtete). In den Preview-Bildern für 2019 - siehe die unten verlinkte Galerie - wurde nun erstmals auf liturgische Gewänder für die Models sowie auf Kreuze, Beichtstühle oder Altare im Setting verzichtet.
"Unsere Bilder sind so schmutzig wie eh und je, aber unsere Werte sind sauber", erklärten die Herausgeber in einer Pressemitteilung - und setzen nach wie vor auf Provokation. "Der Schock und die Furcht, die wir auf den Gesichtern aller Heuchler, aller Homophoben und aller sexistischen Männer da draußen zu sehen hoffen, dient uns als Erinnerung daran, wie weit wir gekommen sind und wie viel wir noch erreichen müssen."
Nicht vergessen darf man bei der kämpferischen Rhetorik, dass der "Orthodox Calendar" auch ein einträgliches Geschäft ist: Auf der Homepage sind neben nicht jugendfreien Kalender-Versionen und Making-of-DVDs mittlerweile auch eigene Parfüms, Kerzen und Unterhosen erhältlich. (mize)











Die Botschaft, mit der der Kalender vermarktet wird, erschließt sich mir nicht.