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Erinnerung und Mahnung

Anlässlich des 74. Jahrestags der Befreiung des Konzentrationslagers Ausschwitz fand am Sonntag ein stilles Gedenken am Berliner Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen statt - mit dabei waren auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) und der katholische Erzbischof Heiner Koch.

Für den Berliner Senat legte Bürgermeister und Kultursenator Klaus Lederer (Linke) einen Kranz nieder. Eingeladen zur jährlichen Veranstaltung im Berliner Tiergarten hatten der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg sowie die Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas.

Millionen Menschen erfuhren im nationalsozialistischen Deutschland unermessliches Leid und wurden ermordet, darunter auch Lesben und Schwule. Zehntausende homosexueller Männer wurden nach Paragraf 175 zu Gefängnis oder Zuchthaus verurteilt, mehrere Tausend in Konzentrationslager verschleppt. Die meisten überlebten diese Lager nicht. Auch lesbische Frauen wurden inhaftiert, gefoltert, missbraucht und ermordet. All das geschah, weil sie wie Juden, Sinti und Roma und viele andere nicht in die menschenfeindliche Ideologie der Nationalsozialisten passten.

Der LSVD-Bundesverband forderte Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) auf, seinen Widerstand dagegen aufzugeben, dass der Deutsche Bundestag für den 27. Januar 2021 eine Gedenkstunde für homosexuelle Opfer vorsieht. "Das Gedenken an die Opfer hält nicht nur die Erinnerung an jede*n einzelne*n wach, sondern ist uns auch Mahnung für die Gegenwart", erklärte LSVD-Sprecherin Henny Engels.

Der Holocaust-Gedenktag wurde 1996 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog eingeführt. Am 27. Januar 1945 hatten sowjetische Truppen das deutsche Konzentrationslager Auschwitz befreit. (cw)



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#1 Homonklin44Profil
  • 28.01.2019, 07:10hTauroa Point
  • "" und der katholische Erzbischof Heiner Koch.""

    Ausgerechnet einer, der eine faschistoide, ausgrenzende Organisation, den Glaubenskonzern RKK vertritt, die Schwule, Lesben und Trans*-Menschen noch immer kontinuierlich herabwertet und zu Menschen zweiter Klasse erklärt, zuweilen noch nicht mal als Menschen anerkennt.

    Das kann man schon als starkes Stück werten.
    Im Heucheln waren die Knilche immer gut.
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#2 IngoAnonym
  • 28.01.2019, 08:04h
  • Kann man so sehen.
    Aber genauso steht es diesem Geistlichen zu, sich anders zu verhalten als die Mehrheit in seiner Glaubensgemeinschaft.
    Vielleicht meint er es sehr ernst mit seinem Gedenken.
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#3 DominikAnonym
  • 28.01.2019, 08:29h
  • Antwort auf #1 von Homonklin44
  • Ich finde es ehrlich gesagt zutiefst schäbig von dir, statt inne zu halten und die Teilnahme des Berliner Erzbischofs zu respektieren, einen solchen(!) Gedenktag für die Herabwürdigung einer anderen Person und Verächtlichmachung einer ganzen Glaubensgemeinschaft so zu missbrauchen. Schäm dich!
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