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Schwule Erotik aus den Sechzigern

David Hockney: "Two Boys" - aus "Illustrations for Fourteen Poems by C.P. Cafavy" (1966). © David Hockney

Das Museum Ludwig in Köln zeigt in einer Sonderausstellung David Hockneys homoerotische "Illustrations for Fourteen Poems by C.P. Cavafy" aus dem Jahr 1966 - als Homosexualität in Großbritannien noch verboten war.

Die Zeichnungen, die damals moralische und künstlerische Grenzen überschritten, stammen aus einer frühen, für Hockneys Entwicklung zentralen Schaffensphase. Sie führen drei Motive seiner Kunst zusammen: das Interesse für die Ausdrucksmöglichkeiten der Druckgrafik, die Frage nach dem Verhältnis von Literatur und bildender Kunst und die betont selbstverständliche Darstellung von Homosexualität in einer heterosexuell dominierten Gesellschaft.

Gerade diese Selbstverständlichkeit wird in dem Kurzfilm "Love's Presentation" des Kunstfilm-Pioniers James Scott, der ebenfalls in der Ausstellung gezeigt wird, noch unterstrichen. Der Film zeigt Hockney als Handwerker und geht auf die homoerotischen Sujets, die er im Bild ausführlich dokumentiert, mit keinem Wort ein: nicht, weil er sie tabuisiert, sondern weil er - wie das Werk des schwulen Künstlers selbst - einen Zustand vorwegnImmt, in dem die Unterdrückung überwunden und das Tabu längst vergessen ist.

David Hockneys Zeichnungen stellt das Kölner Museum Arbeiten von seinem Künstlerfreund Richard Hamilton, einem der frühesten Vertreter der britischen Pop Art, gegenüber. Auch Hamilton wurde von James Scott in einem im Rahmen der Ausstellung präsentierten Kurzfilm porträtiert.

Die Ausstellung "Hockney/Hamilton - Expanded Graphics" ist noch bis 14. April 2019 im Museum Ludwig am Heinrich-Böll-Platz in Köln zu sehen. Jeden Samstag um 16 Uhr werden Führungen angeboten. (cw)



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#1 GayofcultureAnonym
  • 28.01.2019, 20:07h
  • Wow, toller Text für eine wahrscheinlich tolle Ausstellung. Hockney ist der Kaiser der homoerotischen bildenden Kunst der letzten 70 Jahre weltweit. Wenn er geht, geht ein ganzes Universum der Kunst. Schade, dass das wieder soweit weg ist...
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