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Großartige Würdigung eines schwulen NS-Opfers

Bild: Jürgen Wenke

Rund 100 Menschen versammelten sich am Mittwoch in Krefeld zur Stolpersteinverlegung für Johannes Winkels - Höhepunkt war die Entfaltung eines riesigen Rosa Winkels aus Stoff.

Die Veranstaltung zur Erinnerung an den schwulen Schneider, der 1939 wegen homosexueller Kontakte verurteilt und 1943 im KZ Dachau ermordet wurde, organisierten Schüler des Gymnasiums Fabritianum.

Krefelds Oberbürgermeister Frank Meyer (SPD) erteilte in seiner Begrüßungsrede Ausgrenzung und Diskriminierung eine Absage und plädierte für Toleranz und eine gerechte Gesellschaft. Er nutze die Verlegung vor der Krefelder Volksbank auch zur Aufforderung zur Erinnerung an verfolgte Homosexuelle: "Durch das Stolpern werden wir innehalten."

Danach lasen Schüler abwechselnd Teile aus der vom Aktivisten und Stolperstein-Initiator Jürgen Wenke erforschten Verfolgungsgeschichte des Johannes Winkels (PDF-Dossier).

Höhepunkt der rund anderthalbststündigen Veranstaltung war die Entfaltung und Aufspannung eines riesigen Rosa Winkels aus Stoff, der mit einer Größe von etwa vier Metern Kantenlänge auf die Stigmatisierung von Homosexuellen in den Konzentrationslagern der Nationalsozialisten aufmerksam machte.


Bild: Jürgen Wenke

Auch die Herstellung des Stoff-Dreiecks hatten Schüler übernommen. Dazu wurde der Song "Und wenn ein Mann einen Mann liebt" von Klaus Hoffmann gespielt.

Die Stolpersteinverlegung war Teil des "Roze Jaar", einer Kooperationsveranstaltungsreihe zwischen Krefeld und der niederländischen Partnerstadt Venlo, die 2018 begann und 2019 fortgesetzt wird. Im Herbst sollen zwei weitere Stolpersteine für verfolgte schwule Krefelder verlegt werden. (cw)



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#1 Jürgen WenkeAnonym
  • 08.02.2019, 11:40h
  • Den vollständigen Bericht zum Lebens- und Verfolgungsweg gibt es auf:

    www.stolpersteine-homosexuelle.de
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#2 Ralph
  • 08.02.2019, 12:15h
  • Antwort auf #1 von Jürgen Wenke
  • Auf der verlinkten Seite finden sich weder in der Karte noch in der Liste die beiden Stolpersteine, die wir in Kaiserslautern für zwei homosexuelle Männer gelegt haben. Ich möchte deshalb auf diesem Wege an Wilhelm Krüger und Oskar Knecht erinnern. Ihre Geschichte findet sich in der Stolpersteinliste auf www.stolpersteine-kl.de
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