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Stoppt Homo-"Heiler"!

In einer neuen Plakatkampagne fordert die Travestie für Deutschland ein gesetzliches Verbot sogenannter Umpolungstherapien an Lesben und Schwulen.

"Christliche Vereine bieten 'reparative Therapien' an und vergreifen sich VERFASSUNGSWIDRIG an Geist und Körper von Minderjährigen", schreibt die fiktive Partei zu insgesamt sieben Motiven auf ihrer Facebookseite. "Diese 'Behandlungen' sind nicht nur unwirksam und unethisch - wo keine Krankheit, da keine Heilung - sondern haben nachweislich gravierende Negativfolgen."

An der Posterkampagne beteiligt haben sich die Drag-Ikonen Jurassica Parka, Jacky-Oh Weinhaus, Betty BücKse, Jade Pearl Baker, Caine Panik, Amy Strong und Gaby Tupper. "Droht endlich mit Bußgeldern und Strafen bei 'homoheilenden' Anwendungen!", forderte Weinhaus.

Eine aktuelle Onlinepetition für ein gesetzliches Verbot von "Konversionstherapien" haben bislang über 78.000 Menschen unterschrieben. Die Bundesregierung lehnte es jedoch zuletzt im Juli 2018 in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken-Abgeordneten Doris Achelwilm ab, gegen Homo-"Heiler" vorzugehen (queer.de berichtete).

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) meinte im vergangenen August, Konversionstherapien seien "Quatsch" und "Körperverletzung", allerdings sehe er wenig praktischen Spielraum für ein Verbot (queer.de berichtete). Der SPD-Bundestagsabgeordnete Johannes Kahrs erklärte damals, seine Fraktion stehe bereit, das Thema anzugehen und "pseudotherapeutische Umpolungsversuche" zu verbieten - seitdem ist jedoch nichts geschehen.

Bald müssen die Regierungsparteien reagieren: Bei der Kick-off-Veranstaltung der "Queer Media Society" am Montag in Berlin kündigte die grüne Bundestagsabgeordnete Ulle Schauws einen Gesetzentwurf ihrer Fraktion für die kommende Woche an, der Homo-"Heilung" zumindest bei Minderjährigen unter Strafe stellen soll. Ein entsprechender Antrag von Volker Beck war 2013 von den damaligen Regierungsparteien CDU/CSU und FDP abgelehnt worden (queer.de berichtete).

Die Travestie für Deutschland war 2016 zur Berliner Abgeordnetenhauswahl von SchwuZ-Transe Jacky-Oh Weinhaus ins Leben gerufen worden, um der AfD kreativ und humorvoll Kontra zu geben (queer.de berichtete). "Mehr Fummel für Transen statt Nadelstreifenanzüge für Nazis!", hieß es damals auf einem Poster. Auch bei der Bundestagswahl 2017 und bei der Landtagswahl in Bayern 2018 mischte die fiktive Partei mit. (mize)

Galerie:
Stoppt Homo-"Heiler"! (7 Bilder)


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