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Sichtbarkeit für queere Muslime

Mit seiner Bachelor-Arbeit "Fuck The Cis-Tem" kämpft der Stuttgarter Kommunikations-Designer Ridvan Cavuş gegen Vorurteile sowohl in der LGBTI- als auch in der muslimischen Community.

Die Fotoserie zeigt queere Kunstschaffende mit Migrationshintergrund, wobei die Männer etwa Tücher tragen und geschminkt sind. "Mit der Arbeit breche ich dieses Klischee, was weiße Gays haben", erklärte Cavuş in einem spannenden Fernsehbeitrag des Bayerischen Rundfunks aus der vergangenen Woche. "Weil auf einmal ist da ein Schwarzkopf mit Make-up auf seinem Gesicht."

Neben dem rassistischen Fetisch als dominanter "Südländer" auf Grindr und Co. seien queere Muslime im Alltag mit Hass aus der muslimischen Community konfrontiert, klagte der Kommunikations-Designer. Er selbst habe den Kontakt zu vermeintlichen Freunden abgebrochen, weil diese ihn nicht akzeptieren wollten.

Queere Muslime sollten jedoch nicht aufgeben: "Du kannst beides kombinieren", will Ridvan Cavuş mit seiner Abschlussarbeit zeigen. "Es ist kein einfacher Weg. Das was du später ernten wirst, ist einfach nur Glück." (cw)



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#1 LarsAnonym
  • 19.02.2019, 22:12h
  • Nein, es ist sicher kein einfacher Weg, queere, nahöstliche, deutsche, migrantische, muslimische, liberale Identität(en) miteinander zu verbinden.

    Auch wenn ich die Bilder hier nicht ganz so aussagekräftig fand, denke ich, dass die Kunst in ihrer Vieldeutigkeit und Emotionalität hier viel erreichen kann, überkommene Klischeevorstellungen auszuhebeln - vielleicht mehr, als wohlmeinende Appelle zur Toleranz.
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