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Freitod statt rosa Winkel
- 20. Februar 2019,
Vor 80 Jahren, am 19. Februar 1939, nahmen sich Max Matschke und Fritz Klauss das Leben - das schwule Paar war vom NS-Regime nach Paragraf 175 zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden.
Das Berliner Museum für Kommunikation gedachte am Dienstag auf Twitter seiner ehemaligen Nachbarn in der Friedrichstraße 34, an die seit 2005 auch zwei Stolpersteine erinnern.
Max, Besitzer eines Kostümverleihs, und der Senftenberger Amtsgerichtsrat Fritz waren seit 1925 ein Paar und führten eine Wochenendbeziehung. Durch einen Hausbewohner wurde Matschke im Juli 1938 bei der Gestapo denunziert. Er hatte eine Postkarte an Max gelesen, die mit den Worten endete: "Dein dich liebender Fritz."
Die beiden Männer wurden verhaftet und nach ihrem Geständnis zunächst entlassen. Später wurden sie zu einer mehrmonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. Vor Strafantritt beschlossen sie, den gemeinsamen Freitod der bevorstehenden Haft, der Trennung und Vernichtung ihrer Existenz vorzuziehen. Am 20. Februar 1939 fand eine Angestellte des Kostümverleihs das schwule Paar mit einer Gasvergiftung in der Küche nebeneinander liegend.
"Die Staatsanwaltschaft hat sich getäuscht, wenn sie glaubte, uns so hart strafen zu können. Ich wünschte nur, dass die Herren auch einmal solch einen ruhigen Tod haben werden wie wir", schreibt Matschke in einem Abschiedsbrief. (cw)
Links zum Thema:
» Mehr über Max Matschke und Fritz Klauss in der "taz"


















