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Nicht normative Körper sind schön!

  • 26. Februar 2019, noch kein Kommentar

Der Württembergische Kunstverein zeigt mit "Requiem für die Norm" die erste umfassende Einzelausstellung der trans Künstlerin Lorenza Böttner, die als Kind bei einem Unfall beide Arme verlor.

Die am vergangenen Freitag in Stuttgart eröffnete Schau zeugt von Böttners rigorosem und bedingungslosem Eintreten für die Sichtbarkeit von nicht normativen Körpern. Die 1994 an den Folgen von Aids gestorbene Künstlerin, die mit Füßen und Mund malte und Fotografie, Zeichnung, Tanz, Installation und Performance als ästhetische Ausdrucksmittel verwendete, widersetzt sich in ihrem Werk den Prozessen der Entsubjektivierung und Entsexualisierung, dem Wegsperren und Unsichtbarmachen von queeren Personen und Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen.

Die Ausstellung, die noch bis zum 5. Mai in Stuttgart zu sehen ist, umfasst neben Zeichnungen, Pastellen und Ölmalereien eine Reihe von Videos, die ihre Performances dokumentieren bzw. ihrer Person gewidmet sind. Zugleich werden Materialien zu Böttners Leben sowie zu ihren Studien über Freakshows und einige historisch bedeutsame Künstler*innen mit physisch diversen Körpern wie Frida Kahlo, Thomas Schweitzer, Louis Steinkogler, Django Reinhardts oder Aimée Rapin aus dem privaten Archiv präsentiert. (cw/pm)



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