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Später Sieg für schwule Eheschwindler

Michael McConnel (li.) und Jack Baker mit ihrer Hochzeittorte im Jahr 1971 (Bild: privat)

Mit einem Trick haben Michael und Jack McConnell 1971 als erstes gleichgeschlechtliches Paar der USA geheiratet - jetzt wurde ihre Ehe vollständig anerkannt.

Der US-Sender NBC News berichtete am Donnerstag, die beiden Männer hätten kürzlich Rentenansprüche für seit langer Zeit verheiratete Paare bewilligt bekommen. Die Sozialversicherungsbehörden bestätigten demnach, dass die beiden 77-Jährigen die Rentenansprüche eines seit 48 Jahren verheiraten Paares haben.D

Die Ehe der beiden Männer gilt als die erste offiziell geschlossene gleichgeschlechtliche Ehe in den USA. Michael McConnell und Jack Baker, der später den Nachnamen seines Partners annahm, hatten 1971 eine Gesetzeslücke im Bundesstaat Minnesota genutzt, um zu heiraten. Eine Hochzeit zwischen zwei Menschen desselben Geschlechts war dort damals nicht explizit untersagt.


Das Ehepaar Jack McConnell im Jahr 2016 (Bild: Jonathunder / wikipedia)

Außerdem trickste das Paar ein wenig: Jack Baker änderte seinen Vornamen in "Pat Lyn", was sich nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen lässt. Michael McConnell verschwieg dem zuständigen Verwaltungsbeamten, dass es sich bei seinem Partner um einen Mann handelt.

Das schwule Paar erhielt zwar eine Ehe-Bestätigung - die Behörden weigerten sich dann aber, die Ehe formell zu registrieren, als sie herausfanden, dass sie es mit zwei Männern zu tun hatten.

Erst im vergangenen Jahr bestätigte ein Richter, dass die Ehe gültig ist. Das bedeutet, dass die beiden Männer nicht erneut heiraten mussten, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA im Jahr 2015 die Ehe überall in den Vereinigten Staaten öffnete. Nun bekamen sie auch die Rentenansprüche für seit langem verheiratete Paare zugesprochen. (cw/AFP)



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#1 Patroklos
#2 Ralph
  • 08.03.2019, 12:06h
  • Früher gab's mal den (heute zweifelhaften) Spruch: "Amerika, du hast es besser!" In Deutschland gab es auch nie eine Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare. Das BGB setzte keine Verschiedengeschlechtlichkeit der Eheleute voraus. Das GG auch nicht. Das wurde erst im Zuge der "Aktion Standesamt" vom Bundesverfassungsgericht in den Gesetzestext hineinhalluziniert, nachdem ein Gericht (ich glaube, in Frankfurt) unter Hinweis auf die eindeutige Rechtslage, die Verschiedengeschlechtlichkeit nicht verlangte, das Standesamt angewiesen hatte, die Eheschließung durchzuführen.
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