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Nacktheit in der Renaissance

  • 09. März 2019, noch kein Kommentar
Bild: Museo Nacional Thyssen-Bornemisza, Madrid

Die Ausstellung "The Renaissance Nude" in der Royal Academy of Arts in London erzählt auch queere Kunstgeschichte - zu den spektakulärsten Bildern gehört Agnolo Bronzinos "Heiliger Sebastian".

Bei dem im Jahr 1528 oder 1529 entstandenen Bild des italienischen Malers soll es sich um den jungen Liebhaber eines Auftraggebers handeln. Bronzino zeigt Sebastian als makellosen, sehr femininen Jüngling, der breitbeinig auf einem Stuhl sitzt und mit großen Augen versonnen in die Ferne blickt. Der Pfeil in seinem Körper scheint ihn nicht wirklich verletzt zu haben.

"Das 15. und 16. Jahrhundert war eine entscheidende Zeit für den Akt in der westlichen Kunst", schreibt die Royal Academy Arts in der Ankündigung der Ausstellung. Es habe nicht nur ein erneutes Interesse an antiken griechischen und römischen Vorbildern gegeben, Künstler hätten auch mit neuen naturalistischen Ansätzen experimentiert und vielfältig Erotik gezeigt.

Für "The Renaissance Nude" hat die Londoner Kunstinstitution Werke von großen Meistern der Ära zusammengetragen, darunter Tizian, Raffael, Michelangelo, Leonardo, Dürer und Cranach. Zu sehen ist Ausstellung noch bis zum 2. Juni. Mehr Infos gibt es auf der Homepage der Royal Academy of Arts oder in einer ausführlichen Besprechung auf Zeit Online (Registrierung erforderlich). (cw)



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