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Den Regenbogen zurück nach Ägypten bringen

  • 10. März 2019, noch kein Kommentar
Bild: Mathias Wasik / All Out

Auf der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin demonstrierten Aktivisten von All Out am Samstag in einer Guerilla-Aktion mit einer riesigen Prideflagge gegen die Verfolgung von LGBTI in Ägypten.

Hintergrund des zusammen mit der Alliance of Queer Egyptian Organizations (AQEO) und dem Aktionsbündnis gegen Homophobie e.V. durchgeführten Protests ist, dass selbst das Schwenken einer Regenbogenfahne am Nil ernsthafte Konsequenzen haben kann. Im September 2017 wurden mehrere Menschen verhaftet, nachdem jemand genau das bei einem Konzert in Kairo getan hatte (queer.de berichtete). Und im vergangenen Jahr wurden Dutzende Personen festgenommen und vor Gericht gebracht, nur weil die Behörden annahmen, sie seien homosexuell (queer.de berichtete).

Im Rahmen einer Online-Aktion konnten Unterstützer in den vergangenen Wochen eine Solidaritäts-Fahne für Ägypten unterschreiben. All Out ließ sie drucken und rollte sie vor dem Messestand auf der ITB aus. Vom Standpersonal wurden die Aktivisten sofort umringt, einer soll gemeint haben: "Das ist in Ägypten verboten."

Die Fahne, die auch vor den Messehallen und vor der ägyptischen Botschaft gezeigt wurde, will All Out nun an Botschafter Badr Abdelatty schicken - mit der Bitte, den Regenbogen in sein Land zurückzubringen und die Regierung aufzufordern, die Rechte von LGBTI zu achten.

Die ITB steht in diesem Jahr auch wegen ihrer homophoben und antisemitischen Partnerlandes Malaysia in der Kritik (queer.de berichtete). (mize/pm)



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