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Pionier der "Gay Art"
- 17. März 2019, kein Kommentar

Krzysztof Jung (1951-1998) zählte zu den wichtigsten Akteuren schwuler Kunst in Polen - jetzt sind seine homoerotischen Arbeiten erstmals im Schwulen Museum in Berlin zu sehen.
Jung beschäftigte sich in seinen Zeichnungen, Gemälden und Performances oft mit dem Tabu um den nackten männlichen Körper - so auch in seiner Serie von Aktzeichnungen über den Heiligen Sebastian, die im Mittelpunkt der Ausstellung steht. Diese Arbeiten, die im Museum der Warschauer Akademie der Schönen Künste im Depot liegen, blieben bisher einem breiten Publikum unbekannt.

Dass die Ausstellung, die noch bis zum 1. Juli im Schwulen Museum gezeigt wird, zustande kam, ist Krzysztof Jungs Nachlassverwalterin Dorota Krawczyk-Janisch sowie seinem langjährigen Freund Wojciech Karpiński zu verdanken, die beharrlich den Plan dieser Schau verfolgten. Berlin war in den Achtzigerjahren für Jung ein wichtiges Reiseziel, ein Symbol der persönlichen Freiheit und vor allem der freien Entfaltung auch seiner schwulen Wünsche.
Zur Ausstellung ist ein Katalog mit Beiträgen von Dorota Krawczyk-Janisch, Kurator Wolfgang Theis und Raimund Wolfert erschienen. (cw)
Links zum Thema:
» Mehr Infos zur Ausstellung auf der Homepage des Schwulen Museums
» Website über Krzysztof Jung

















