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Schüler bauen Mahnmal für verfolgte Homosexuelle
- 31. März 2019,
Bild: FabritianumWeil in Deutschland zu wenig an das Leid von Homosexuellen während der NS-Zeit erinnert werde, haben Zwölftklässler des Krefelder Gymnasiums Fabritianum im Kunstkurs eine Gipsstatue gebaut.
Die Arbeit an dem "Bronzemann" dauerte mehrere Wochen, berichtete am Samstag die "Rheinische Post". Zunächst formte einer der Schüler seinen Oberkörper mit Gips ab, dann wurde das Innere mit Bauschaum gefüllt und die Figur schließlich mit Bronzefarben angemalt. Die Statue steht auf einer Landkarte mit allen Orten, an denen Homosexuelle im Nationalsozialismus interniert waren, und soll symbolisch aus ihr herausbrechen.
Mit dem Mahnmal wollen die Jugendlichen auch daran erinnern, dass die strafrechtliche Verfolgung von schwulen Männern nach 1945 in Deutschland weiterging und Homosexuelle es bis heute schwer haben, als wirkliche Opfergruppe zu gelten. "Es ist schade, dass zum Holocaustgedenktag noch kein Homosexueller im Bundestag sprechen durfte", wird Kursteilnehmer Jonas von der Regionalzeitung zitiert.
"Ich bin wirklich gerührt von meinem Kurs, die Schüler haben das Projekt sogar in ihrer Freizeit freiwillig weiter vorangetrieben", sagte Kunstlehrerin Jessica Schwens. Am Mittwoch, den 3. April um 19 Uhr wird der "Bronzemann" im Gymnasium öffentlich vor- und ausgestellt - ihre Teilnahme hat u.a. Krefelds Bürgermeisterin Karin Meincke (CDU) angekündigt. (cw)
Links zum Thema:
» Homepage des Gymnasiums Fabritianum

















