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Schüler bauen Mahnmal für verfolgte Homosexuelle

Bild: Fabritianum

Weil in Deutschland zu wenig an das Leid von Homosexuellen während der NS-Zeit erinnert werde, haben Zwölftklässler des Krefelder Gymnasiums Fabritianum im Kunstkurs eine Gipsstatue gebaut.

Die Arbeit an dem "Bronzemann" dauerte mehrere Wochen, berichtete am Samstag die "Rheinische Post". Zunächst formte einer der Schüler seinen Oberkörper mit Gips ab, dann wurde das Innere mit Bauschaum gefüllt und die Figur schließlich mit Bronzefarben angemalt. Die Statue steht auf einer Landkarte mit allen Orten, an denen Homosexuelle im Nationalsozialismus interniert waren, und soll symbolisch aus ihr herausbrechen.

Mit dem Mahnmal wollen die Jugendlichen auch daran erinnern, dass die strafrechtliche Verfolgung von schwulen Männern nach 1945 in Deutschland weiterging und Homosexuelle es bis heute schwer haben, als wirkliche Opfergruppe zu gelten. "Es ist schade, dass zum Holocaustgedenktag noch kein Homosexueller im Bundestag sprechen durfte", wird Kursteilnehmer Jonas von der Regionalzeitung zitiert.

"Ich bin wirklich gerührt von meinem Kurs, die Schüler haben das Projekt sogar in ihrer Freizeit freiwillig weiter vorangetrieben", sagte Kunstlehrerin Jessica Schwens. Am Mittwoch, den 3. April um 19 Uhr wird der "Bronzemann" im Gymnasium öffentlich vor- und ausgestellt - ihre Teilnahme hat u.a. Krefelds Bürgermeisterin Karin Meincke (CDU) angekündigt. (cw)



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#1 7JahrePechAnonym
  • 31.03.2019, 12:44h
  • Ich kann angeleitetem Aktivismus von jungen Menschen in Abhängigkeitsverhältnissen nichts Positives abgewinnen. Wahrer Aktivismus oder Aktionismus darf nicht einmal das Potenzial besitzen, durch Macht der Gruppe oder Macht durch Autorität beeinflusst zu werden. Die Gruppenleistung eines Schulkurses hat sicherlich solch ein Potenzial.
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#2 alter schwedeAnonym
  • 31.03.2019, 13:03h
  • Eine Aktion die mich überrascht und von der man mal eher wieder am Rande im Vorübergehen erfährt. Dank an die Zwölftklasser des Krefelder Gymnasiums Fabritianum für ihr persönliches Engagement, die Bereitschaft zur zeitgeschichtlichen Erinnerung und die der queren Community entgegen gebrachte Solidarität.

    Ich denke, daß ein großer Teil der momentanen politischen, kirchlichen und gesellschaftlichen Mandatsträger überfällige Nachhilfestunden bei den Zwölftklässlern des Gymnasiums Fabritianum in Krefeld bitter notwendig hätte. Diese Jugendlichen haben verstanden, daß ihre Zukunft kein Abziehbild der Vergangenheit sein darf. Auch wenn es vielen der nachhilfebedürftigen Mandatsträger nicht gefallen wird - hier entwickeln sich mündige Bürger.
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#3 Ralph
  • 31.03.2019, 18:09h
  • In meiner Schulzeit (Abitur 1982) wurde selbst in meinem Geschichte-Leistungskurs bei sonst sehr intensiver Beschäftigung mit dem Nationalsozialismus mit keinem Wort erwähnt, dass auch schwule Männer verfolgt worden waren,geschweige denn dass diese Verfolgung bis 1969 angedauert hatte. Als ich einmal im Unterrichtsgespräch beklagte, dass der Fokus ausschließlich auf Juden gerichtet sei und andere Opfergruppen nicht vorkommen, wurde ich vom Lehrer des Antisemistismus verdächtigt. - Das hier beschriebene Projekt überrascht mich sehr positiv und kann zumindest an dieser Schule dazu beitragen, dass nicht nur an eine geschichtliche Tatsache erinnert, sondern dass auch die aktuelle Einstellung von heterosexuellen Jugendlichen zu Schwulen hinterfragt wird.
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#4 Sowohl_Als_AuchAnonym
  • 31.03.2019, 20:42h
  • Einerseits eine positive Entwicklung und andererseits hätte ich es mich mehr gefreut, wenn das von Homosexuellen selbst gekommen wäre.
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#5 FredinbkkProfil
  • 01.04.2019, 07:58hBangkok
  • Antwort auf #4 von Sowohl_Als_Auch
  • Ist es ja vielleicht auch....
    denn,den Anstoss dazu koennten ja lesbische oder schwule Schuelerinnen und Schueler gegeben haben.
    Wurde vielleicht nicht erwaehnt ,ist aber nicht aus zu schliessen..

    GUTE Sache auf jeden Fall..
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#6 Simon HAnonym
  • 02.04.2019, 13:55h
  • "Es ist schade, dass zum Holocaustgedenktag noch kein Homosexueller im Bundestag sprechen durfte"

    Allerdings...

    Schüler sind weiter als unser Parlament...
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