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#BoycottBrunei: Protest in London

Vor dem Londoner Luxushotel The Dorchester, das sich im Besitz des Sultans von Brunei befindet, haben am Samstag Hunderte gegen die Einführung der Todesstrafe für Schwule in dem südostasiatischen Land protestiert.

Unter den Demonstranten war auch die Labour-Politikerin Emily Thornberry. "Solange der Sultan von Brunei diese entsetzlichen Gesetze nicht abschafft, wird er weiterhin Demonstrationen gegen ihn und seine Immobilien sehen", sagte die Schatten-Außenministerin unter stürmischem Beifall. Die britische Regierung forderte Thornberry auf, Brunei aus dem Commonwealth auszuschließen, sollte die Scharia-Gesetzgebung nicht zurückgeommen werden.

Twitter / AbdiDuale_

Insgesamt gehören Sultan Hassanal Bolkiah die neun Hotels der "Dorchester Collection". Dazu zählen neben dem The Dorchester auch das 45 Park in London sowie das Coworth Park in Ascot. Im Besitz der Herrschers von Brunei sind außerdem das Hotel Bel-Air und The Beverly Hills Hotel in Los Angeles. In Frakreich zählen die Pariser Hotels Plaza Athenee und La Meurice zur Kette. Außerdem gehören dem Sultan das Hotel Eden in Rom sowie das Hotel Principe de Savoia in Mailand.

Als erster hatte Hollywood-Star George Clooney Ende März zum Boykott der Hotel-Kette aufgerufen (queer.de berichtete). Weitere Prominente wie Elton John, Ellen DeGeneres und Dua Lipa schlossen sich seitdem an. Mitarbeiter der Deutschen Bank dürfen in den Hotels des Sultans nicht mehr übernachten (queer.de berichtete).

Seit dem 3. April kann schwuler Sex in Brunei mit der Todesstrafe durch Steinigung geahndet werden (queer.de berichtete). Für Lesben beträgt die Höchststrafe zehn Jahre Gefängnis plus Stockschläge. (cw)



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#1 zundermxeAnonym
  • 07.04.2019, 12:41h
  • Großartig!

    Es geht also doch und macht Sinn zum Boykott aufzurufen. Das ganze Thema wird für Brunei, allen Politikern und Wirtschaftsvertretern, die nichts tun immer unangenehmer je öfter und länger es Öffentlichkeit bekommt.
    So entsteht in der Sprache der Politiker Handlungsdruck.
    Kann nicht das Ende der Fahnenstange sein - aber jeder Anfang ist gut.
    Hauptsache er findet statt.
    Möglichst laut, oft und immer wieder.
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