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Fürsprecherin, Impulsgeberin, Vorbild
- 09. April 2019, kein Kommentar
Für ihre Verdienste um die LGBTI-Community wurde die ehemalige NRW-Staatssekretärin und frühere Kölner Sozialdezernentin Marlis Bredehorst in der vergangenen Woche vom queeren Beratungszentrum rubicon e.V. ausgezeichnet.
Die lesbische Grünen-Politikerin (mi.) erhielt am 5. April die Ehrenmitgliedschaft und wurde in den Räumen des Kölner Projekts von Vorstandsfrau Ulla Breuer mit der Ehrennadel ausgezeichnet. Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos, re.) ließ es sich nicht nehmen, in einer kurzweiligen Rede ihre Glückwünsche persönlich zu überbringen.
Bredehorst habe "in herausragender Weise für die Verankerung von LSBT*I Interessen in der Stadtpolitik gesorgt", erklärte das rubicon. "Sie setzte sich für die Einrichtung der kommunalen Fachstelle Lesben, Schwule und Transgender ein und war in ihrer gesamten Amtszeit Fürsprecherin einer Minderheiten respektierenden Vielfaltspolitik."
Dass Köln seit 2007 eine im rubicon angesiedelte lesbisch-schwule Senior*innen-Arbeit finanziert, sei eines ihrer Verdienste. Auch die Realisierung des bundesweit ersten queeren Wohnprojekts "villa anders" habe in ihrer Amtszeit als Beigeordnete deutlich Rückenwind erfahren.
"Als Staatssekretärin im Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW gab sie entscheidende Impulse für die Erstellung eines Landesaktionsplanes gegen Homo- und Transphobie in NRW", so das rubicon weiter. Als lesbische Regenbogenmütter seien Marlis Bredehorst und ihre Frau, die Pfarrerin Eli Wolf, zudem Vorbild für viele Regenbogenfamilien. (cw)











