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Über 110.000 Unterschriften gegen Homo-"Heiler"
- 10. April 2019,
Bild: Change.orgDas Bündnis #HomoBrauchtKeineHeilung hat am Dienstag mehr als 110.000 Unterschriften für ein Verbot sogenannter Konversionstherapien an das Bundesgesundheitsministerium übergeben.
Abteilungsleiter Ingo Behnel (4.v.l.) nahm die Unterschriften, die aus zwei Online-Petitionen auf Change.org und AllOut.org stammen, entgegen und versprach, sich "aktiv mit einem Verbot auseinanderzusetzen".
"'Konversions- bzw. Reparativtherapien' können für die 'Behandelten' eine ernste Gefahr für die Gesundheit darstellen und bei jungen Menschen zu Depression, Angstzuständen und Suizidgedanken führen", heißt es in der AllOut-Petition. "In einem toleranten, progressiven Land wie Deutschland, sollte diese Praxis weder ausgeübt werden noch erlaubt sein", fordert die Change.org-Initiative.
Gesundheitsminister Jens Spahn hatte im Februar angekündigt, ein Verbot von Angeboten zur "Heilung" von Lesben und Schwulen bis zum Sommer diesen Jahres auf den Weg zu bringen (queer.de berichtete). Der CDU-Politiker hatte schon im vergangenen Jahr gesagt, Konversionstherapie sei eine Form von Körperverletzung (queer.de berichtete).
Auch die Bundesländer Hessen, Berlin, Bremen, Saarland und Schleswig-Holstein fordern ein Verbot sogenannter Konversionstherapien (queer.de berichtete). Die Länder haben hierzu einen gemeinsamen Entschließungsantrag in den Bundesrat eingebracht, der am Freitag im Plenum vorgestellt wird. (mize)















