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Kunst gegen Beschneidung
- 15. April 2019,

Mit hundert gleichformatigen Ölgemälden von männlichen und weiblichen Geschlechtsteilen protestiert der Berliner Künstler Clemens Krauss gegen die Beschneidung von Menschen aus religiös-rituellen Motiven.
Seine Ausstellung "100 Cuts" ist im Rahmen des Gallery Weekend Berlin ab 26. April in der Galerie Crone Berlin in der Fasanenstraße 29 zu sehen. Krauss zeigt auf seinen Bildern nicht mehr und nicht weniger als die meist an Minderjährigen durchgeführte operative Entfernung von Teilen des Geschlechtsorgans, also die Beschneidung des Penis oder die zumeist folgenreichere und zurecht als Genitalverstümmelung bezeichneten Eingriffe am weiblichen Geschlecht.
Obwohl Beschneidungen von Kindern Körperverletzungen seien, würden die Eingriffe mit dem Verweis auf kulturelle Identität, Tradition oder religiöse Bräuche gerechtfertigt, kritisiert Clemens Krauss. Um das Tabu zu brechen, greift er in "100 Cuts" auf drastische malerische Mittel zurück: Er lenkt unseren Blick im wahrsten Sinne des Wortes auf einen Bereich, den wir bei aller Aufgeklärtheit verdrängen. Sein pastoser Farbauftrag, der beinahe schon selbst zu Fleisch wird, verbirgt und enthüllt zugleich.
Clemens Krauss wurde 1981 in Graz, Österreich, geboren und lebt seit 2007 in Berlin. Er kann bereits auf eine beachtliche Anzahl institutioneller Ausstellungen zurückblicken, unter anderem in China, Japan, Brasilien, Spanien, Frankreich, Australien, Großbritannien und den USA. In diesem Jahr nimmt er an der Havanna Biennale in Kuba und der Internationale Biennale Curitiba in Brasilien teil. (cw)











man erfährt als Kind, dass eine Beschneidung auf einen zukommt.
hat schon erfahrungen mit Verletzungen und Schnitten gemacht die sehr schmerzhaft waren und auch lange danach noch schmerzten.
Dann sagen einem seine Eltern, die einen eigentlich immer beschützen sollten, dass einem an der intimsten stelle herumgeschnitten wird.
Alle Argumente, man sei dadurch erst ein Mann oder eine brauchbare Frau das interessiert einen als Kind doch zu diesem Zeitpunkt gar nicht.
Das ist doch der reinste Wahnsinn, was Religiösität da anrichtet, es wird das Verhältnis von Eltern und Kindern ireparabel gestört.